Brust-Gesundheitszentrum

Barmherzige Schwestern

Bildgesteuerte perkutane Biopsiemöglichkeiten

Obwohl es einen sehr hohen Entwicklungsstand in der bildgebenden Diagnostik gibt, ist mit den zur Verfügung stehenden Untersuchungstechniken nicht in allen Fällen eine eindeutige Unterscheidung von gutartigen und bösartigen Brusterkrankungen möglich. Mit der Technik der bildgesteuerten Biopsie stehen uns verschiedene Methoden zur ambulanten Gewebeentnahme unter lokaler Betäubung zur Verfügung. Durch die Steuerung der Biopsie mit Röntgentechnik (Stereotaxie), Ultraschall und MR-Tomographie können auch nicht tastbare Befunde mit größtmöglicher Genauigkeit abgeklärt werden. Welche dieser genannten Methoden für die Biopsie der abzuklärenden Veränderung verwendet wird, hängt in erster Linie von ihrer Art, aber auch vom  bildgebenden Verfahren, mit dem sie am besten zu erkennen ist, ab.
An unserer radiologischen Abteilung führen wir seit mehreren Jahren sowohl  ultraschallgezielte als auch stereotaktische Biopsien mit entsprechender Erfahrung durch. Ab Herbst 2007 wird uns auch die Möglichkeit zur MR-gezielten Biopsie zur Verfügung stehen. Wir können unseren Patientinnen somit  das gesamte Spektrum der modernen radiologischen Biopsieverfahren zur Abklärung von Brusterkrankungen anbieten.

Stereotaktische Vakuum-Stanzbiopsie (Mammotomie)

  • ist die Probeentnahme mit Hilfe der Röntgentechnik
  • zwei Röntgenaufnahmen aus unterschiedlichen Winkeln dienen zur Berechnung der genauen Lage der Veränderung
  • die Koordinaten werden automatisch an die Biopsieeinheit übermittelt
  • punktgenaue Probeentnahme unter lokaler Betäubung
  • Anwendung: bei Mikrokalk und in der Mammographie entdeckten Tumoren

Ultraschallgezielte Stanzbiopsie und Vakuumstanzbiopsie

  • ist die Probeentnahme unter konstanten sonographischen Sichtbedingungen
  • lokale Betäubung
  • für alle im Ultraschall sichtbaren, abklärungsbedürftigen Veränderungen

MR-gezielte Vakuum-Stanzbiospie

  • technisch sehr aufwändig, nur an wenigen Zentren verfügbar
  • erfolgt mit speziellen Brustbiopsiespulen
  • die Koordinaten der zu biopsierenden Veränderung werden anhand von MR-Aufnahmen bestimmt
  • lokale Betäubung
  • wird ausscließlich bei nur in der MR-Tomographie sichtbaren Veränderungen angewendet