Chirurgie

Barmherzige Schwestern

Lungenmetastasen

Was sind Lungenmetastasen?

Lungenmetastasen sind Tochtergeschwülste von bösartigen Tumoren anderer Organe, z.B. Brustdrüse, Dickdarm, Nieren, Gebärmutter, Prostata. Sie können zeitgleich mit Diagnosestellung des Primärtumors (synchron) oder später im Verlauf nach Erstbehandlung des Primärtumors (metachron), manchmal auch nach Jahren auftreten.

Symptome

Meist werden Lungenmetastasen bei beschwerdefreien Patienten im Rahmen der Tumornachsorge mittels Röntgen und Computertomographie (CT) entdeckt. Symptome wie Schmerzen in der Brust oder eine Flüssigkeitsansammlung in der Brusthöhle (Pleuraerguss) mit daraus resultierender Atemnot können Zeichen einer fortgeschrittenen Erkrankung sein.

Diagnose

Wie beim Lungenkrebs beinhaltet die Diagnostik neben einer hochauflösenden Computertomographie und einer PET- Computertomographie (fakultativ), die Lungenfunktionsdiagnostik. Eine Entscheidung über eine mögliche operative Therapie der Lungenmetastasen wird in der interdisziplinären Tumorkonferenz, patienten- und tumorspezifisch,  getroffen. 

Operationsmethoden

Das operative Ziel ist die vollständige Entfernung aller Lungenmetastasen. Hierzu stehen uns die VATS (minimal-invasive Methoden; Schlüssellochchirurgie) und die Thorakotomie (offene Lungenoperation) als Zugangswege zur Verfügung. Bei der Entfernung achten wir darauf, soviel gesundes Lungengewebe wie möglich zu erhalten. Hierfür steht im KH der Barmherzigen Schwestern ein Laser der neuesten Technik zur Verfügung.

Welche anderen Therapiemöglichkeiten zur Behandlung von Lungenmetastasen gibt es?

Bei Inoperabilität oder fehlender Möglichkeit, alle Metastasen zu entfernen, stehen weitere Therapiemöglichkeiten, wie die Chemotherapie und die stereotaktische Bestrahlung zur Verfügung.