Schilddrüsen Zentrum

Barmherzige Schwestern

Schilddrüsenunterfunktion

Die Unterfunktion der Schilddrüse ist entweder angeboren oder eine Folge unzureichender Hormonproduktion im Anschluss an Krankheiten und/oder auch nach bestimmten medizinischen Maßnahmen. Typische klinische Symptome der Schilddrüsenunterfunktion sind Gewichtszunahme, Müdigkeit, Leistungsminderung, Kältegefühl und trockene Haut. Nahezu sämtlichen Formen der Unterfunktion ist es gemeinsam, dass diese Veränderungen eine lebenslange Schilddrüsenhormonzufuhr erfordern.


Hashimoto Thyreoiditis (Entzündung der Schilddrüse)

Die häufigste Ursache für eine chronische Unterfunktion ist eine Schilddrüsenentzündung, die so genannte Hashimoto Thyreoiditis. Bedingt durch Autoimmunmechanismen, kommt es zum Auftreten von Antikörpern, die sich gegen das eigene Schilddrüsengewebe richten und somit nach und nach zu einer Zerstörung von Schilddrüsenzellen führen. Diese Erkrankung kann bereits im Kindes- und/oder Jugendalter auftreten und betrifft Frauen fünfmal häufiger als Männer.

Typischerweise verläuft diese Erkrankung anfänglich meist unbemerkt und wird meist zufällig diagnostiziert. Entzündungssymptome wie Rötung, Schwellung und/oder Schmerzen treten üblicherweise nicht auf.


Atrophische Thyreoiditis

Diese Form der Schilddrüsenunterfunktion ist dadurch charakterisiert, dass es zu narbigen Veränderungen der Schilddrüse kommt, wodurch diese sehr klein wird und im Ultraschall als echoarm und schwer abgrenzbar gesehen wird. Diese Sonderform der Autoimmun - Thyreoiditis erfordert eine lebenslange konsequente Schilddrüsenhormon - Ersatztherapie.


Weitere Schilddrüsenunterfunktion Ursachen

Neben diesen beiden häufigsten Formen der Unterfunktion kann es im Anschluss an eine Therapie der Schilddrüse (zB Operation oder 131-Radiojod Therapie) und/oder nach Bestrahlung der Halsregion zu einer Unterfunktion kommen, welche ebenfalls eine Schilddrüsenhormon-Ersatztherapie erfordert.

Besonderes Augenmerk sollte auf Patienten gerichtet werden, bei denen es anamnestisch klare Hinweise gibt, dass bereits in der Kindheit Bestrahlungen der Kopf-/Hals Region stattgefunden haben (zB als Aknetherapie, bei Lymphknoten Vergrößerungen etc.). In diesen Fällen kann es nach einer Latenzzeit von bis zu 30 Jahren gehäuft zum Auftreten eines Schilddrüsenkarzinoms kommen.