Anästhesie & Intensivmedizin

Barmherzige Schwestern

Allgemeinanästhesie

Von uns werden pro Jahr rund 20.000 Allgemeinnarkosen standortübergreifend in beiden Krankenhäusern (Barmherzige Schwestern und Barmherzige Brüder) durchgeführt.
Die Allgemeinnarkosen werden entweder als so genannte balancierte Anästhesien oder als totale intravenöse Anästhesien durchgeführt. Lachgas findet bei uns keine Anwendung mehr.

Große Eingriffe im Bauch- und im Brustraum werden in den meisten Fällen als so genannte Kombinations-Anästhesien durchgeführt. Hierbei kommt es zu einer Kombination zwischen einer Allgemeinanästhesie und einer Regionalanästhesie in Form eines Peridualkatheters. Die Allgemeinanästhesie kann schonender durchgeführt werden, eine adäquate postoperative Schmerztherapie und frühe Erholung der Darmtätigkeit ist gewährleistet.

Anästhesie

 

Erwähnenswert ist die Änderung der Nüchternheitsregel:
Bis Mitternacht dürfen Sie noch trinken und essen, dann müssen Sie nüchtern bleiben!

Unzähligen Patientengenerationen ist dieser Befehl vertraut und trägt viel zum Unbehagen rund um das operative Geschehen bei. In zahlreichen internationalen Studien zeigte sich, dass das Nüchternheitsgebot gelockert werden kann, ohne die Patientinnen und Patienten einem erhöhten Risiko auszusetzen.

Leider ist eine konsequente Umsetzung der neuen Nüchternheitsregel - vor allem das Trinken von klarer Flüssigkeit bis 2 h vor der Operation aus organisatorischen Gründen noch nicht möglich. Jedoch gehört das alte Gesetz mit "nüchtern ab Mitternacht" bis auf wenige medizinisch begründbare Ausnahmen ( z.B. Darmverschluss, Ausflussbehinderung im Bereich des Magens) der Vergangenheit an.

Somit darf fast jeder Patient bis 05.00 Uhr klare Flüssigkeit trinken. Damit treten auch bei einem Anästhesiebeginn um 07.00 Uhr keine Probleme auf.

Bis auf wenige Ausnahmen gilt heute Folgendes:
Bis 2 Stunden vor der Operation erlaubt:
Nur KLARE Flüssigkeiten: Wasser, Tee, Kaffee (OHNE Milch), Cola, fruchtfleischlose Säfte
VERBOTEN:Milch, Alkohol

Bis 4 Stunden vor der Operation erlaubt: Muttermilch
Bis 6 Stunden vor der Operation erlaubt: feste Speisen, Kuhmilch


Besonderheiten in der Gesundheits- und Krankenpflege
Unser wesentliches Bestreben ist es, unseren Patientinnen und Patienten neben
dem in der Anästhesie und Intensivmedizin oft unvermeidbaren und lebensnotwendigen apparativen Aufwand, auch Menschlichkeit zu vermitteln. Einen wichtigen Beitrag dazu, leistet die gute Kooperation zwischen Ärztinnen, Ärzten und dem Pflegepersonal.

Die Pflegeleitungskräfte ermöglichen laufend ihren Pflegemitarbeitenden fachliche Fort-, Aus- und Weiterbildungen, um zeitgemäße Pflege zu gewährleisten.

Ein wesentliches Augenmerk legen wir sowohl im OP/Aufwachraum als auch auf der operativen Intensivstation auf die Bezugspflege. Hierbei wird besonders auf die Gewohnheiten und Bedürfnisse unserer Patientinnen und Patienten individuell eingegangen. Die Schwestern und Pfleger der Anästhesieabteilung übernehmen bei der Ankunft der Patientinnen und Patienten im OP Brillen, Zahnersatz, Hörgeräte etc., sodass diese wichtigen Dinge des Lebens bis kurz vor dem Einschlafen für die gewohnte Sicherheit sorgen.

Der Einsatz natürlicher Duftstoffe im Rahmen der Aromapflege dient zur Schaffung einer angenehmen Atmosphäre und somit zur Erlangung eines gewissen Wohlbefindens, welches auf der Intensivstation und im Aufwachraum von großem Nutzen ist.

Einen sehr hohen Stellenwert hat bei Bedarf auch die Einbeziehung der Vertrauenspersonen unserer Patientinnen/Patienten durch großzügige Besuchszeiten auf der operativen Intensivstation und der Begleitungsmöglichkeit unserer kleinen Patientinnen und Patienten in den Aufwachraum.