Urologie und Andrologie

Elisabethinen

Therapiemöglichkeiten

Beinahe alle therapeutischen Felder werden unter einem Dach abgedeckt. Darüber hinaus arbeiten wir zusätzlich interdisziplinär mit unterschiedlichen Fachabteilungen (Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Neurochirurgie, Abteilung für Gynäkologie) zusammen.

Minimal invasive Chirurgie

Die „minimal invasive Chirurgie“ (MIC) wird oft als Synonym für Laparoskopie verwendet. Die Laparoskopie ist jedoch nur ein Teil der MIC. Es handelt sich um Eingriffe mit kleinen Schnitten bzw. ohne Hautschnitte (Eingriffe über bereits vorhandene Körperöffnungen), um weniger Trauma für den Patienten hervorzurufen.

Die „schonendere“ Operationsvariante bedeuted für die Patienten weniger Schmerzen postoperativ, weniger Blutverlust, geringeres Infektrisiko und kürzere Erholungsphase. In der Urologie umfasst die MIC das gesamte Spektrum der Laparoskopie, der transuretralen Chirurgie – Eingriffe mit Zugangsweg über die Harnröhre, die chirurgische Steintherapie sowie sämtliche Eingriffe, die in enger Zusammenarbeit mit unserer Radiologie durchgeführt werden zB. Embolisation, Kryotherapie, etc

Offene Chirurgie

Die offene Chirurgie umfasst alle Eingriffe, die über einen größeren Hautschnitt durchgeführt werden müssen. In den letzten Jahren hat aufgrund der chirurgischen Erfahrung sowie der technischen Entwicklung die minimal invasive Chirurgie (MIC) das offen chirurgische Vorgehen beinahe vollständig verdrängt. Ist ein minimal invasives Vorgehen aufgrund von Voroperationen oder sehr ausgedehnten (Tumor)erkrankungen nicht möglich,

wird an unserer Abteilung selbstverständlich auch eine offene Operationstechnik angewendet. In enger Zusammenarbeit mit der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie oder der Abteilung für Gynäkologie werden falls notwendig interdisziplinäre Operationen durchgeführt.

Radiologisch unterstützte Therapie

Die radiologisch unterstützte Therapie umfasst alle Eingriffe, die in Zusammenarbeit mit unserer Abteilung für Diagnostische und Interventionelle Radiologie durchgeführt wird. Die medizinische Bildgebung hat in den letzten Jahren aufgrund der schnellen technischen Entwicklung zunehmend an Bedeutung gewonnen.

In einer täglichen gemeinsamen urologischen-radiologischen Besprechung werden Röntgenuntersuchungen im Team besprochen und falls notwendig ein gemeinsames therapeutisches Vorgehen geplant.

Eine Domäne der radiologisch unterstützten Therapie stellt in der Urologie die Embolisation, Kryotherapie, die MRT oder CT-gezielte Punktion von Organen und präoperative Markierung von schwierig aufzufindenden Herden für ein geplantes operatives Vorgehen.

Medikamentöse Therapie

An der urologischen Abteilung wird Chemotherapie und Immuntherapie in Zusammenarbeit mit unserer Hämato-Onkologie angeboten. Nach Vorstellung der Patienten im Tumorboard wird in Zusammenarbeit mit unserer internistischen Onkologie Behandlungskonzepte für die Patienten erstellt.

Neue Therapien finden im Rahmen Klinischer Studien ihren Einsatz.

Bestrahlung

Oftmals kann eine Bestrahlung die beste Behandlungsmöglichkeit eines Patienten darstellen, sei es zur Heilung einer Krebserkrankung, als Nachbehandlung nach einer Operation, als Krankheits-eindämmende Maßnahme oder zur Linderung von Schmerzen.

 In diesem Fall erfolgt die stationäre Aufnahme an der Urologie, die Behandlung wird jedoch an der Strahlentherapie (Abteilung für Radio-Onkologie) unseres Hauses durchgeführt.