Aktuelles

Ordensklinikum Linz

Fünf Jahre Ordensklinikum Linz

Datum: 06.07.2022

Mit 1. Juli 2017 erfolgte die formale Gründung der Ordensklinikum Linz GmbH. Damit wurde die rechtliche Basis für das Zusammenrücken der Krankenhäuser der Barmherzigen Schwestern und Elisabethinen in Linz gelegt. Die Eigentümer der Ordensklinikum Linz GmbH sind zu je 50 % die Vinzenz Gruppe und die elisabethinen linz-wien. 

Durch den Schritt zur Ordensklinikum Linz GmbH entstand 2017 aus den Krankenhäusern der Barmherzigen Schwestern und der Elisabethinen eines der wichtigsten medizinischen Zentren Österreichs und ein starker Kooperationspartner im Gesundheitswesen. 

„In Oberösterreich arbeiten wir tagtäglich an einem großen Ziel, der Stärkung und dem Ausbau des Gesundheitslandes Oberösterreich. Wir tun das mit voller Leidenschaft und viel Engagement, um den Menschen in unserem Bundesland die bestmögliche medizinische Versorgung zur Verfügung zu stellen, damit sie gut und gesund leben können. Das Gesundheitsland Oberösterreich ist breit und gut aufgestellt und ist dank der regionalen Spitäler auch dort, wo die Menschen zuhause sind. Es ist unser klarer Auftrag, dieses gut funktionierende und starke Gesundheitssystem noch weiter auszubauen und zu stärken. Dank der vielen Partner, wie auch dem Ordensklinikum Linz, können wir den Menschen durch die bestmögliche Behandlung Verlässlichkeit und Sicherheit geben. Daher gratuliere ich dem Ordensklinikum Linz und auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum fünfjährigen Jubiläum und bedanke mich im Namen des Landes für Ihren großartigen Beitrag für ein gesundes Oberösterreich“, gratuliert Gesundheitsreferentin LH-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander. 

 

Bildung von Organschwerpunkten und Expertisezentren

Das Ordensklinikum Linz bietet seinen Patient*innen hochwertige Krankenhausmedizin in der medizinischen Akutversorgung. Zusätzlich wurden spitzenmedizinische Schwerpunkte (Grafik) definiert. Durch die Bündelung von Kompetenzen und interdisziplinärer Zusammenarbeit bietet das Ordensklinikum seinen Patient*innen medizinische sowie pflegerische Expertise auf höchstem Niveau. Auch in Zeiten der Pandemie hat sich gezeigt, dass das Ordensklinikum Linz ein verlässlicher Versorger im Gesundheitswesen Oberösterreichs ist. 

Ordensklinikum Linz
Barmherzige Schwestern
Ordensklinikum Linz
Elisabethinen
AlternsmedizinHaut
BauchHerz
BewegungsapparatLunge
FrauengesundheitBlut
Hals, Nasen, OhrenNiere, Blase, Prostata
Kinderheilkunde &
Kinderspezialchirurgie
 


Im Zuge der Schwerpunktbildung kam es an beiden Standorten zur Übersiedelung von Abteilungen bzw. Zusammenführung von Abteilungen und Instituten. 2019 wechselten die Abteilungen für Urologie sowie für Innere Medizin IV (Gastroenterologie & Hepatologie, Endokrinologie & Stoffwechsel, Ernährungsmedizin) das Haus. Der Organschwerpunkt „Bauch“ beispielsweise konnte durch diese Bündelung von medizinischer und pflegerischer Fachkompetenz im Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern gestärkt werden. Es entstanden das größte Endoskopiezentrum sowie das größtes Pankreaszentrum Österreichs. Die Expertise im Fachbereich Niere, Blase, Prostata wurde im Ordensklinikum Linz Elisabethinen konzentriert, wo sich eines von vier Nierentransplantationszentren Österreichs, das Dialysezentrum und nun auch das größte Prostatazentrum Österreichs befindet. 
„Die örtliche Konzentration von spitzenmedizinischen Leistungen war ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung der qualitativ hochwertigen, ganzheitlichen Versorgung unserer Patient*innen. Die Bündelung der Expertise unserer Mitarbeitenden sowie die dadurch erreichten Fallzahlen in einem Haus sind wichtige Qualitätsfaktoren, die teils einzigartig in Österreich sind. Davon profitieren in erster Linie unsere Patient*innen“, sagt Geschäftsführer Dr. Stefan Meusburger. Durch die Konzentration von spitzenmedizinischen Leistungen in interdisziplinären Zentren ist es gelungen, die ganzheitliche Versorgung von Patient*innen auf internationalem Niveau weiterzuentwickeln.

Zusammenführung von Laboren

Um die Expertise der Mitarbeiter*innen zu bündeln und Parallelstrukturen abzubauen wurden die beiden Labore LMT (Labor für Molekularbiologie und Tumorzytogenetik) und KMG (Kompetenzzentrum für Molekularbiologie und Genetik) zu einem „Labor für Molekulargenetische Diagnostik (LMGD)“ 2019 am Standort Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwester zusammengeführt.

Die Fusion des Instituts für medizinische und chemische Labordiagnostik am Standort der Elisabethinen und des B&S Zentrallabors (ein gemeinsames Unternehmen der beiden Krankenanstalten Barmherzige Brüder Linz und Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern) zur Ordenskrankenhäuser Linz Labor GmbH erfolgt 2022. 

Bündelung zu einem Brust-Gesundheitszentrum

Im Oktober 2019 wurde die Kompetenz in der Versorgung von Brustkrebspatient*innen zum Brust-Gesundheitszentrum am Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern zusammengeführt. Eingebettet in eine onkologische Schwerpunktklinik, profitieren die Patient*innen nicht nur vom umfassenden medizinischen Know-how, sondern auch von der örtlichen Bündelung aller für die Behandlung relevanten Abteilungen. Von der Brust-Ambulanz über die Nuklearmedizin bis hin zur Strahlentherapie befinden sich alle Stationen unter einem Dach vereint, sodass sich für die Patient*innen kürzere Wege ergeben. 

Häuserübergreifende Abteilungsleitungen

Weiters wurden medizinische Abteilungen wie die Chirurgie, Innere Medizin I (Onkologie und Hämatologie), Nuklearmedizin & Endokrinologie und Radiologie unter eine häuserübergreifende Leitung gestellt, ebenso das Zentrum für Tumorerkrankungen.  In der Verwaltung wurden Controlling, Medizincontrolling, Finanzen, IT, Kommunikation, Organisationsentwicklung, Personal, Projektmanagement, Qualitätsmanagement, Recht und Zuweisermanagement zusammengeführt. 

Warum medizinische Zentren? 

Für Diagnose und Therapie von sehr komplexen Erkrankungsbildern wird in den medizinischen Zentren Fachwissen aus allen beteiligten Abteilungen und Instituten gebündelt. Oberstes Ziel ist es, durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit die Versorgung von Patient*innen zu verbessern.

MEDIZINISCHE ZENTREN AM ORDENSKLINIKUM LINZ:

  • Autoimmunzentrum
  • Beckenbodenzentrum
  • Berufsdermatologisches Zentrum
  • Brust-Gesundheitszentrum
  • Darm-Gesundheitszentrum
  • Endoprothetikzentrum
  • Gynäkologisches Tumorzentrum
  • Hautkrebszentrum
  • Hernienzentrum
  • Kopf-Hals-Tumorzentrum
  • Leber-Bauchspeicheldrüsenzentrum
  • Prostatazentrum
  • Schilddrüsenzentrum
  • Speiseröhrenzentrum
  • Thoraxzentrum
  • Nierentransplantationszentrum
  • Viszeralonkologisches Zentrum
  • Zentrum für Integrative Alternsmedizin
  • Zentrum für Tumorerkrankungen
  • Hämatoonkologisches Zentrum

 

Onkologisches Leitspital für Oberösterreich

Das Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern ist das Onkologische Leitspital für Oberösterreich und auch zentraler Partner und Motor im Tumorzentrum Oberösterreich. Mit zertifizierten Organzentren ist das Klinikum nicht nur führender Versorger, sondern auch starker Kooperationspartner im Gesundheitswesen. Die beiden Spitäler des Ordensklinikums Linz bilden gemeinsam mit dem Kepler Universitätsklinikum das Referenzzentrum für Onkologie in OÖ.  

Im häuserübergreifenden „Zentrum für Tumorerkrankungen“ des Ordensklinikum Linz werden mehr als 3.500 von insgesamt 7.000 jährlich in Oberösterreich neu auftretenden Tumorerkrankungen diagnostiziert und behandelt. 

„Das Ordensklinikum Linz steht für Zusammenarbeit. Deshalb tragen wir neben der Schwerpunktbildung innerhalb des Ordensklinikums zur Gestaltung des Krankenhausversorgungssystems in Oberösterreich bei, indem wir Projekte zur Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung insbesondere mit dem Kepler Universitätsklinikum beispielsweise in der Stammzelltherapie und dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder etwa in der Radiologie entwickeln“, sagt Dr. Meusburger. 

Die beiden Geschäftsführer der Ordensklinikum Linz GmbH MMag. Walter Kneidinger (l.) und Dr. Stefan Meusburger (r.) mit Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander.

Foto (© Ordensklinikum Linz): Die beiden Geschäftsführer der Ordensklinikum Linz GmbH MMag. Walter Kneidinger (l.) und Dr. Stefan Meusburger (r.) mit Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander.

 

Spitzenpositionen bei vielen onkologischen Erkrankungen:

  • In der medizinisch hochkomplexen Stammzelltherapie werden österreichweit die meisten Eingriffe durchgeführt. 
  • Als einzige nicht universitäre Einrichtung und einziges Spital in Oberösterreich wird am Ordensklinikum die zukunftsweisende CAR-T-Zell-Therapie angewendet, bei der Immunzellen außerhalb des Körpers künstlich gegen Krebs abgerichtet werden.
  • Weiters bietet das Ordensklinikum Linz spitzenmedizinische Versorgung in zertifizierten onkologischen Zentren (Pankreas, Brust, Darm, Gynäkologie, Haut, HNO, Prostata) und führt in der größten Abteilung für Radioonkologie des Landes jährlich mehr als 65.000 Bestrahlungen durch.

 

Weitere spitzenmedizinische Leistungen

Robotergestützte Operationen
Patient*innen profitieren an den beiden Standorten von der Erfahrung aus mehreren tausenden Eingriffen mit dem da Vinci-Operationssystem, das am Ordensklinikum seit 14 Jahren erfolgreich eingesetzt wird. Die beiden Operationsroboter finden Anwendung in der Urologie, Chirurgie sowie HNO, Gynäkologie und Kinderurologie.

High-Tech in der Bronchoskopie
Erstmals im deutschsprachigen Raum wird die navigierte Bronchoskopie mit einem neuen 3D-Verfahren – der „Illumisite“-Technologie an der Abteilung für Lungenheilkunde eingesetzt, wodurch Lungenkrebs in einem frühen Stadium besser diagnostiziert werden kann. 

Führend in der Rhythmologie
Bei Vorhofflimmern, der häufigsten Herzrhythmusstörung überhaupt, nimmt das Rhythmuslabor am Ordensklinikum in der Entwicklung neuer Technologien auch international eine führende Rolle ein. In den vergangenen zehn Jahren wurden insgesamt über 5.000 Prozeduren durchgeführt. Damit ist das Ordensklinikum das größte Einzelzentrum für Ablationen am Herzen (Verödung von Gewebe) in Österreich.

Größte kinderurologische Abteilung Europas
Die einzige Abteilung für Kinderurologie in Österreich ist europäisches Referenz-zentrum für seltene Erkrankungen des Urogenitaltraktes.

Orthopädie
Am nach den strengen Kriterien von EuroCert zertifizierten EndoProthetikZentrum der Orthopädischen Abteilung werden jedes Jahr mehr als 1.100 künstliche Hüft-, Schulter- und Kniegelenke eingesetzt. Erstmals erhielt 2022 auch der Bereich der Schulterendoprothetik die Auszeichnung. Durch die Abteilung werden Revisionsoperationen und hochkomplexe Eingriffe an Tumorpatient*innen erbracht.

Transplantationszentrum für Oberösterreich
Am einzigen Transplantationszentrum Oberösterreichs werden Nierentransplantationen und Knochenmarkstransplantationen durchgeführt. Seit dem Frühjahr 2021 gibt es eine Spezial-Ambulanz zur Vor- und Nachsorge von Patient*innen, bei denen eine Lungentransplantation notwendig ist bzw. war. Auch Patient*innen vor und nach Leber- und Herztransplantationen werden spitzenmedizinisch und wohnortnahe betreut.

Größtes Endoskopie-Zentrum Österreichs
Gemeinsam mit der Internen I (Hämatologie & Onkologie), der Chirurgie und der Gastroenterologie betreibt das Ordensklinikum das größte interdisziplinäre Endoskopie-Zentrum Österreichs.

Referenzzentrum für antimikrobielle Resistenzen
Das Institut für Hygiene, Mikrobiologie und Tropenmedizin ist das nationale Referenzzentrum für antimikrobielle Resistenzen.

 

ZAHLEN, DATEN, FAKTEN Ordensklinikum Linz GmbH

  • 2 Krankenanstalten 
  • 1.100 Betten
  • 3.500 Mitarbeiter*innen (davon 600 Ärzt*innen)
  • 190.000 ambulante Fälle/Jahr
  • 60.000 stationäre Aufnahmen/Jahr (stationär und tagesklinisch)
  • 22.000 Operationen/Jahr
  • 2 von 3 Aufnahmetagen in Linz
  • 251,6 Mio. Euro Umsatz

 

„Das Ordensklinikum Linz ist mit 3.500 Mitarbeitenden ein wichtiger Arbeitgeber im oö. Zentralraum. Neben medizinischer Kompetenz zeichnet uns das Miteinander im #teamordensklinikum aus und die Entwicklung einer gemeinsamen Kultur unter Wahrung der Ordenswerte“, sagt Geschäftsführer MMag. Walter Kneidinger. Christliche Werte - zeitgemäß interpretiert - spielen dabei eine wichtige Rolle. Sie bilden die Basis für das tägliche Tun und die besondere Atmosphäre. Die Not der Zeit zu erkennen, jede Kranke*/jeden Kranken* als ganzen Menschen zu sehen, „seine Not zu lindern“ und ihn „wieder froh zu machen“, war seit jeher das Credo der Orden, die dem Klinikum seinen besonderen Geist in die Zukunft mitgeben. 2022 wurde das Ordensklinikum Linz zum besten Arbeitgeber im Gesundheitswesen im Ranking des Magazins Trend in Oberösterreich und Nummer 2 in Österreich. Abgefragt wurden die Themenbereiche Teamwork, Wertschätzung der Mitarbeiter*innen und Pflege der Mitarbeiter*innen-Kultur.

Klinische Forschung und Ausbildung sind wesentliche Bausteine für die fachliche Weiterentwicklung im Ordensklinikum Linz. Mit 26 habilitierten Mitarbeiter*innen und 51 Lehrbeauftragten ist das Ordensklinikum starker Partner der Medizinischen Fakultät der Johannes Kepler Universität.

Netzwerk Gesundheit 
Der Gesundheitspark Ordensklinikum Linz mit seinen 80 lokalen Partner*innen an drei Standorten (Steingasse 4, Museumstraße 31 und Herrenstraße 54) versteht sich als Gesundheits-Nahversorger im Großraum Linz. Das Netzwerk aus kompetenten Expert*innen begleitet Patient*innen mit allem, was diese für Gesundheit und Wohlbefinden benötigen - von der Vorsorge über die Therapie bis hin zu Reha und Pflege. „Das Ordensklinikum Linz ist Partner in diesem starken Netzwerk und arbeitet mit den Gesundheitspark-Expert*innen zusammen. Unser Ziel ist es, Patient*innen gemeinsam mit allen Partner*innen bei deren gesundheitlichen Anliegen zu begleiten“, sagt MMag. Kneidinger.