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Ordensklinikum Linz

Stammzellgewinnung

„Mit der Knochenmark- oder Blutstammzelltransplantation erhaltten Patienten eine neue Blutbildung, aber auch ein völlig neues Immunsystem“, erklärt Dozent Johannes Clausen. Die Hälfte der Transplantationen sind allogen (Fremdspende), die andere Hälfte autolog (eigene Stammzellen). 

Gewinnung
Aus dem Knochenmark:
Stammzellen werden in Narkose aus dem Beckenknochen eines geeigneten Spenders entnommen.

Aus dem Blut:
Da Stammzellen das Knochenmark normalerweise nicht verlassen, kommen sie im Blut nur in geringer Menge vor. Daher ist es notwendig, sie aus dem Knochenmark herauszulocken. Dies geschieht mit Hilfe eines körpereigenen, hormonähnlichen Stoffes, der dem
Spender über einige Tage vor der Abnahme verabreicht wird. Die aus dem Blut gesammelten Stammzellen heißen „periphere Stammzellen“. Sie können von Geschwistern oder Fremdspendern stammen. „Zu 95 Prozent werden bei uns periphere Blutstammzellen übertragen. Die Knochenmarkspende kommt in Spezialfällen zum Einsatz“, erklärt der Spezialist Dr. Clausen.

Aus Nabelschnurblut:
Dabei handelt es sich um Blutstammzellen, die nach dem Abnabeln eines Neugeborenen in der Plazenta verbleiben. Sie werden vor der Lagerung von den übrigen Blutbestandteilen getrennt und können zum Einsatz kommen, wenn kein geeigneter Spender gefunden wird.

Stammzellgewinnung