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28.05.2026

Nach HNO-OP möchte Rallyefahrer Simon Wagner wieder Staatsmeister werden

Fast zwei Jahre laborierte Simon Wagner immer wieder an starken Schmerzen in der rechten Gesichtshälfte. Der Rallyefahrer aus Unterweitersdorf kränkelte ständig, litt oft an Kopfschmerzen, leichtem Fieber, pochendem Druck im Wangenbereich und ständiger Abgeschlagenheit. Sein niedergelassener HNO-Arzt verordnete dem Profisportler daraufhin eine Computertomographie. Das Ergebnis: eine chronische bzw. wiederkehrende, akut-eitrige Entzündung der Kieferhöhle.

 

„Nach meinem Sieg bei der Jännerrallye 2026 ging nichts mehr“, so Simon Wagner. Um die Rallyesaison schmerzfrei fortsetzen zu können, entschied sich der 33-Jährige mit seinem Team für die dringend notwendige Operation. Durchgeführt wurde der Eingriff nach Rücksprache mit Primar Dr. Andreas Strobl von den HNO-Fachexpert*innen am Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern.

 

Zwei Eingriffe in einer Operation

Der fünffache Rallyestaatsmeister wurde von OA Dr. Martin Bruch operiert. Der HNO-Facharzt führte bei der Operation gleich zwei Eingriffe durch: die Öffnung und Erweiterung des Kieferhöhleneingangs (Ostium maxillare) sowie die Korrektur der Nasenscheidewand (Septumplastik). „Im Falle unseres Patienten Simon Wagner staute sich immer wieder Eiter in der Kieferhöhle, die dadurch ständig entzündet war. Da ein natürlicher Abfluss des Nasensekrets nicht mehr stattfinden konnte, haben wir eine Antrostomie durchgeführt. Dabei handelt es sich um einen minimalinvasiven, meist endoskopischen chirurgischen Eingriff durch die Nase. Der natürliche Ausgang der Kieferhöhle wird erweitert, um chronischen Sekretstau und Entzündungen (Sinusitis) zu verhindern. Das fördert den Abfluss und sorgt für eine gute Belüftung der Nasennebenhöhlen. Zusätzlich haben wir die verkrümmte Nasenscheidewand von Herrn Wagner korrigiert, um die Nasenatmung des Profisportlers deutlich zu verbessern“, erklärt OA Dr. Martin Bruch. Die OP erfolgte unter Vollnarkose, ist ein Routineeingriff und dauert in der Regel rund 60 bis 120 Minuten.

 

Körperliche Schonung und Verhaltensregeln nach der OP

Nach der gut verlaufenen HNO-OP war für den Rallyefahrer Ruhe und körperliche Schonung angesagt. Der gelernte Schlosser konnte nach einem kurzen stationären Aufenthalt entlassen werden, musste jedoch auf Anweisung von OA Dr. Bruch einige wichtige Maßnahmen beachten. „In den ersten Nächten nach einer solchen Operation sollte der Kopf höher gelagert werden, um Schwellungen und Blutungen vorzubeugen. Sport, harte körperliche Arbeit, Bücken sowie schweres Heben sollten nach einem Eingriff für mindestens ein bis zwei Wochen vermieden werden. Ebenso wichtig ist es, für circa zwei Wochen nicht zu schnäuzen, um den Wundverschluss nicht zu gefährden. Falls Niesen unvermeidbar ist, sollte dies ausschließlich mit offenem Mund erfolgen, um Druck zu vermeiden. Eine entscheidende Rolle spielt auch die Nasenpflege: Regelmäßige Spülungen mit einer Nasendusche halten die Schleimhaut feucht und unterstützen das Lösen von Krusten. Anschließend sollte stets eine spezielle Nasensalbe zur besseren Wundheilung verwendet werden“, rät der HNO-Experte. Die meisten Patient*innen sind in der Regel nach etwa sieben Tagen wieder arbeitsfähig, sollten aber weiterhin Vorsicht walten lassen.

Zwei Wochen nach der Operation nächster Rallyesieg

Die Genesung von Simon Wagner verlief ganz nach Plan – sehr zur Freude des Profisportlers: „Ich bin wirklich happy, dass die Operation gut verlaufen ist und auch mein Heilungsprozess bestens voranschreitet. In enger Abstimmung mit OA Dr. Martin Bruch und meinem niedergelassenen HNO-Arzt konnte ich bereits zwei Wochen nach dem Eingriff wieder ins Rallyeauto steigen. Ganz schmerzfrei war ich natürlich noch nicht, umso größer ist die Freude, dass mein Team und ich den zweiten Staatsmeisterschaftslauf in Leutschach in der Steiermark trotzdem gewonnen haben. Ein besonderer Dank gilt den Mediziner*innen und Pfleger*innen des Ordensklinikum Linz für die optimale Versorgung und Betreuung.“ In dieser Saison hat der 33-Jährige bereits drei von insgesamt sechs Staatmeisterschaftsläufen gewonnen und befindet sich damit auf dem besten Weg, sich seinen sechsten österreichischen Rallyestaatsmeistertitel in Folge zu sichern.

 

Zahlen und Fakten zur HNO-Abteilung

Seit 01. April 2026 ist die HNO-Abteilung des Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern unter der Leitung von Prim. Dr. Andreas Strobl. Gegründet wurde sie vor 111 Jahren und hat sich seither zu einer der renommiertesten HNO-Einrichtungen in Österreich entwickelt. Neben dem Fokus auf Nasen- und Ohrenerkrankungen sowie schlafmedizinische Fragestellungen wird im onkologischen Leitspital für Oberösterreich auch ein Schwerpunkt auf die Krebsbehandlung gesetzt. An der Abteilung erfolgen pro Jahr rund 25.000 ambulante Patient*innenkontakte, 4.500 stationäre Aufnahmen und rund 3.000 Operationen. Täglich werden zwei bis vier Operationssäle tagesklinisch und stationär bespielt. Das Team der HNO umfasst rund 100 Mitarbeiter*innen. Zusätzlich wird das hohe Leistungsniveau durch etliche langjährige Kooperationspartner innerhalb aber auch außerhalb des Ordensklinikum Linz unterstützt.

 

Foto © Ordensklinikum / Wagner Motorsport
Foto 1: Rallyefahrer Simon Wagner nach HNO-OP / © Wagner Motorsport
Foto 2: Rallyefahrer Simon Wagner bei der Nachkontrolle mit OA Dr. Martin Bruch / © Ordensklinikum Linz
Foto 3: Rallyefahrer Simon Wagner bei der Siegerehrung in Leutschach (Steiermark) / © Wagner Motorsport

 

Rückfragehinweis für Journalist*innen:
Sven Hammer-Mozer
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+43 732 7677 – 7932
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www.ordensklinikum.at