Hernien Referenzzentrum

Elisabethinen

Qualitätssicherung durch "Herniamed"

Herniamed - Was ist das und warum machen wir da mit?

Obwohl Hernien-Operationen zu den Routineeingriffen in der Chirurgie gehören, weisen Eingeweidebrüche eine relativ hohe Rückfallquote von durchschnittlich über zehn Prozent auf. Zudem leiden etwa zehn Prozent der Patient*innen nach einer Hernien-Operation an chronischen Schmerzen im Operationsbereich.
Um die Ergebnisse und die Qualität der Hernienchirurgie zu verbessern, wurde im Jahre 2009 die gemeinnützige Gesellschaft Herniamed gegründet. Dabei handelt es sich um ein bundesweites Netzwerk von besonders an der Hernienchirurgie interessierten Chirurg*innen. Kernpunkt des Herniamed-Projekts ist eine internetbasierte Qualitätssicherungsstudie, in die alle Kliniken und niedergelassenen Chirurg*innen kostenfrei ihre durchgeführten Hernienoperationen nach fundiertem wissenschaftlichem Standard eingeben können. Die Ergebnisse der Behandlungen werden bis zu zehn Jahre nachverfolgt, um später auftretende Probleme sicher zu erkennen. Auf der Basis dieser Ergebnisse können die Expert*innen dann die besten Therapieoptionen für die Patient*innen erarbeiten.

 

Das neue internetbasierte Qualitätssicherungs­programm für die gesamte Hernienchirurgie soll die Qualität der Patient*innenversorgung verbessern und valide Daten für die Versorgungsforschung liefern.

Über das Internet können kostenfrei alle relevanten Patient*innendaten in die Datenbank der Studie eingegeben werden (Komorbiditäten, Voroperationen, Befundklassifikation, Opera-tionstechnik, verwendete Medizinprodukte, perioperative Komplikationen und Follow-up-Daten). Die Teilnehmer*innen können ihre jeweiligen Daten jederzeit in Form einer Auswertungsstatistik abfragen. Die sektorübergreifende Qualitäts­sicherungsstudie bezieht sich auf Leistenhernien, Nabelhernien, Narbenhernien, epigastrische Hernien, parastomale Hernien und Hiatushernien. Die Online-Qualitätssicherungsstudie Herniamed erfüllt die höchsten Sicherheitskriterien des Datenschutzes.

Um Patient*innen, Angehörige und sonstige Interessierte möglichst umfänglich über das Thema Eingeweidebrüche zu informieren, wurden eine Patient*inneninformationsseite, sowie ein Lexikon mit entsprechenden Begriffserläuterungen auf dieser Webseite integriert. Hier erhalten Betroffene oder Interessierte umfangreiche Informationen zu den Themenbereichen Leistenbruch, Nabelbruch, Narbenbruch, epigastrischer Bruch, parastomaler Bruch und Zwerchfellbruch (Hiatushernie).