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Tipps für den Schiurlaub in den Semesterferien

Der Berg ruft! Die Ferien stehen vor der Tür und damit für viele Landsleute der Schiurlaub.  Doch oftmals hat man den Rest des Jahres sportlich gar nicht so viel gemacht und fordert jetzt seinem Körper und besonders den Kniegelenken ganz schön viel ab. Primaria Dr.in Daniela Gattringer vom Institut für Physikalische Medizin uns Rehabilitation im Interview:

 
Wie können Verletzungen vermieden werden?

Der Skisport wird immer ein Risiko für Verletzungen darstellen. Skigymnastik oder richtiges Aufwärmen senken nachweislich die Zahl der Verletzungen. Idealerweise hat man bereits vor mehreren Wochen mit dem Aufbautraining begonnen. Viele Leute stellen sich aber ohne Vorbereitung auf die Schi.  Dennoch kann man auch kurzfristig beitragen, dass man das Verletzungsrisiko senkt. Ganz wichtig ist Aufwärmgymnastik vor dem Start. So kommen Sie nicht nur schneller in Schwung, sondern beugen auch Verletzungen an Muskeln, Sehnen und Bändern vor. Gerade am Anfang des Urlaubs sollte man langsam einfahren und sich immer wieder mal Zeit für Pausen zwischen den Abfahrten nehmen. Die ersten Schwünge im Schnee sollten locker und dosiert sein, denn auch das Herz-Kreislauf-System benötigt, genauso wie der Bewegungsapparat, eine gewisse Eingewöhnungszeit. Ermüdungserscheinungen gegen Ende des Skitags sind ebenso ernst zu nehmende Warnsignale. Gerade am Beginn der Woche reicht die Kraft meistens noch nicht für einen langen Skitag aus. In diesem Fall sollten Sie lieber früher abfahren und sich erholen.

 

Was sind die häufigsten Verletzungen bei Wintersportlern?

Oft ist die Ursache für Unfälle der Verlust der Kontrolle aufgrund der hohen Geschwindigkeit und kommt es zu heftigen Stürzen. Verletzungen von Knie und der Schulter machen dabei mehr als die Hälfte der Schiunfälle aus: Das Knie wird beim Skifahren am meisten belastet. Dementsprechend reißen im Knie häufig Bänder oder der Meniskus.  Auffallend ist, dass Frauen davon eher betroffen sind als Männer. 40% aller Skiverletzungen bei Frauen betreffen das Knie, bei Männern nur rund 25%. Aber auch Bein- und Schenkelbrüche, Handgelenks- und Knöchelbrüche sowie Kopfverletzungen zählen zu jenen Verletzungen die Wintersportler leider oft erleiden.

Ski
Bildcredit: Fotolia


Was muss man bei der Ausrüstung beachten?

Es ist wichtig, dass das Material den Anforderungen entspricht, daher macht es Sinn vor dem Start in den Urlaub die Ski, Skischuh und die Sicherheitsbindung eingehend unter die Lupe nehmen. Pflege von Kanten und Belag sowie die richtige Einstellung der Bindung können auch im Urlaubsort vom Fachmann im Sportgeschäft vorgenommen werden. Nur mit korrekt eingestellten Bindungen lassen sich bei Stürzen schlimmere Verletzungen vermeiden. Wesentlich für die Sicherheit ist neben einer vom Fachmann eingestellten Schibindung das Tragen eines Helms – 85 Prozent der Kopfverletzungen könnten durch das Tragen eines Sturzhelms vermieden oder gemildert werden. 

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