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Ordensklinikum Linz

Tag der Pflege: Ihr leistet Großes - Treue Begleiter in schwierigen Zeiten

Datum: 13.05.2020

#teamordensklinikum

Sie sind unsere Helden des Alltages, und das nicht erst seit der Coronakrise. Tagtäglich arbeiten unserer Kolleginnen und Kollegen in der Pflege mit vollem Einsatz für das Wohlergehen unserer Patienten und sind für sie wichtige Wegbegleiter in schwierigen Zeiten. Wir haben mit drei Patienten und „ihren“ Pflegekräften gesprochen, die mit ihnen gemeinsam lachen, weinen und kämpfen.

Tag der Pflege
„Professionalität und emotionale Zuneigung“ – seit Wochen kümmerst sich Nadine Silber auf der kardiologischen Abteilung um die betagte Patientin Eva Pekny.

Adelheit Pieha aus Wien, Eva Pekny (95) aus Linz und Diplomkrankenpflegerin Nadine Silber (22) aus Walding – Kardiologische Abteilung

Seit 10 Wochen liegt Eva Pekny (95) auf der Kardiologischen Abteilung. Eingeliefert wurde sie im Februar mit einer kalten Lungenentzündung, gefolgt von mehreren Herzinfarkten. Geschwächt, aber mit voller Willenskraft kämpft sich die ehemalige Schauspielerin des Linzer Landestheaters zurück ins Leben. An ihrer Seite ihre Tochter Adelheit Pieha. Die Wienerin hat ihre Mutter bisher zu Hause gepflegt. „Man könnte sagen, ich bin eine Schauspielerin, die sich in der Pflege übt. Hier im Krankenhaus habe ich gesehen, was professionelle Pflege wirklich ist. Es ist eine Mischung aus Eingehen auf individuelle Bedürfnisse und Wünsche, aber auch eine nötige Bestimmtheit in der Umsetzung von Dringlichkeiten. Und dabei kommt die emotionale Zuneigung nicht zu kurz.“ An der Seite der beiden Damen steht seit Wochen die Diplomierte Gesundheit- und Krankenpflegerin Nadine Silber (22) aus Walding. „Menschen kommen teils in einem sehr schlechten Zustand zu uns ins Haus und können dann wieder gesund nach Hause gehen. Das finde ich immer wieder faszinierend.“ Die Mühlviertlerin wusste schon als Kind, dass sie entweder als Kindergärtnerin oder im Pflegebereich arbeiten möchte. „Vor allem gefällt mir die Abwechslung und der Umgang mit Menschen. Ich könnte nie in einem Büro arbeiten.“

 

Sabrina Huber, Ute Starker

Ute Starker (62) aus Linz und Sabrina Huber (31) Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin – Chirurgische Ambulanz:

Für ihre Tränen hat sich Ute Starker (62) aus Linz während des Heilungsprozesses nach ihrer Darmkrebs-Operation nie schämen müssen. „Es war eine sehr schwierige Zeit für mich. Zuerst die Schockdiagnose Krebs, dann die Operation und die Schwierigkeiten bei der Wundheilung. Neben den Ärzten gaben mir die Pflegekräfte viel Sicherheit. Mit ihnen konnte ich lachen und leiden. Sie haben mich beruhigt, mir meine Ängste und Sorgen genommen, standen mir bei meinen Schmerzen bei und respektierten mein Schamgefühl“, schildert die Pädagogin. Einen wichtigen Beitrag dazu leistete die Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin Sabrina Huber. Sie arbeitet auf der chirurgischen Ambulanz und betreut viele onkologische Patienten, wie Frau Starker. „Wir sind ein kleines Team und schauen, dass wir unseren Patienten in der Betreuung Kontinuität und Sicherheit geben. Letzteres gelingt, wenn man einen Behandlungs-Plan aufstellt, den Patienten  darüber gut informiert, sich Zeit nimmt, ehrlich ist und die Bedenken ernst nimmt“, sagt die 31-Jährige. Im Fall der Pädagogin dauert die Wundheilung nach der Operation sehr lange. „Wir freuen uns gemeinsam über Erfolge, auch wenn sie in kleinen Schritten gelingen, das schweißt zusammen.“ Und neben viel Fachwissen durch Fortbildung  ist es der Pflegekraft wichtig, dem Patienten gegenüber immer auch etwas von sich selbst zu geben. „Damit entsteht Vertrauen und dann funktioniert die Behandlung besser.“

 

Monika Steinbichl, Dialyse

Gerald Schmidtberger (60) aus Naarn und Monika Steinbichler (54) aus Linz, Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin – Dialyse:

Gerald Schmidtberger ist seit 1977 Dialysepatient, hatte 37 Jahre lang Heimdialyse und kennt die diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin Monika Steinbichler (54) von der Dialysestation nun bereits seit 30 Jahren. „Trotz der sehr mühsamen Behandlung komme ich mit einem guten Gefühl hierher. Monika hat eine erfrischende Art und vermittelt mir eine gewisse Ruhe. Sie horcht mir zu, auch wenn es mir nicht so gut geht. Inzwischen ist sie zu einer richtigen Bezugsperson für mich geworden“, sagt der Mühlviertler aus Naarn. Für den früheren KFZ-Mechaniker ist wichtig, dass er mit einem guten Gefühl zur Nierenersatztherapie kommt, denn diese ist immerhin dreimal die Woche für jeweils 4 Stunden.  Der 54-jährigen Linzerin ist es wichtig, in ihrem Beruf den Menschen als Ganzes zusehen, die chronisch kranken Patienten mit ihrem Fachwissen und durch das Schaffen eines Vertrauensverhältnisses zu begleiten und durchzutragen. „Wir freuen uns mit unseren Patienten, wenn jemand eine Niere transplantiert bekommt. Denn dann kann er wieder ein offenes Leben ohne Dialyse führen. Ein schicksalhafter Verlauf macht uns natürlich auch sehr betroffen.“ Dennoch ist es für sie wichtig, Privates und Berufliches getrennt zu halten. „Zu Gerald hat sich über die Jahre eine freundschaftliche Basis entwickelt. Hier passt das für mich.“ Das findet auch Gerald Schmidtberger: „Eine vertrauet Person neben sich zu haben, tut sehr gut.“

 

Quelle: OÖN