Das Schlaflabor am Ordensklinikum Linz Elisabethinen wurde Ende 2025 von der Österreichischen Gesellschaft für Schlafmedizin und Schlafforschung (ÖGSM) 1A-zertifiziert und bietet damit Qualität auf höchstem Niveau.
Das Schlaflabor am Ordensklinikum Linz Elisabethinen, das erste seiner Art in Österreich, bietet seit rund 35 Jahren Diagnostik und Therapie schlafassoziierter Atmungsstörungen mit Schwerpunkt auf der obstruktiven Schlafapnoe (OSA) an. Im Zuge baulicher Veränderungen konnte die Abteilung für Pneumologie zusammengelegt und auch das Schlaflabor dort neu angesiedelt, erweitert und modernisiert werden. Es verfügt nun über sechs Überwachungsbetten in komfortablen Einzelzimmern mit eigenem Bad und ist damit das größte Schlaflabor in Oberösterreich.
Zertifizierte Qualität
Das Schlaflabor wurde Ende 2025 durch die ÖGSM 1A-zertifiziert. „Entsprechend dem hohen Qualitätsanspruch unseres Krankenhauses haben wir die Zertifizierung unseres Schlaflabors angestrebt und auch erfolgreich abgeschlossen“, erklärt Prim. Priv.-Doz. Dr. Christopher Lambers, Leiter der Abteilung für Pneumologie am Ordensklinikum Linz Elisabethinen. Im Rahmen des Zertifizierungsprozesses erfolgte eine technische Aufrüstung des Schlaflabors nach international höchstem Standard, und die Prozessabläufe wurden entsprechend der Zertifizierungsrichtlinien optimiert. Außerdem kam es zu einer Höherqualifizierung des Personals: Es sind nun sechs diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger* innen mit einer Sonderausbildung in Schlafmedizin im Einsatz. Und auch das ärztliche Personal hat eine den Richtlinien entsprechende Fortbildung absolviert.
Erkrankungsbild und Symptome der OSA
Die OSA ist eine häufige Erkrankung und kommt bei Männern zwei- bis dreimal so oft vor wie bei Frauen. Sie entsteht im Schlaf durch Verlust der Muskelspannung der den Pharynx dilatierenden Muskelgruppen. Dies führt zur Einengung oder zum Verschluss des Schlundes in Höhe der Zunge und darunter. Betroffene schlafen schlecht, wachen häufig auf und sind tagsüber sehr müde, wodurch ein erhöhtes Unfallrisiko besteht.

OA Dr. Gerhard Kos, Abteilung für Pneumologie am Ordensklinikum Linz Elisabethinen, DGKP Martina Märzinger, Koordinatorin des Pflegeteams und Prim. Priv.-Doz. Dr. Christopher Lambers, Leiter der Abteilung für Pneumologie am Ordensklinikum Linz Elisabethinen beim Stützpunkt vom neuen Schlaflabor.

Außerdem kommt es zu lautem, explosionsartigem Schnarchen, welches am Ende eines Atemstillstandes auftritt und worunter auch die Schlafqualität bei dem*der Partner*in leidet. Weitere Anzeichen einer OSA sind Unkonzentriertheit, depressive Verstimmung und morgendlicher Kopfschmerz. Ein Teil der Patient*innen leidet an einem Adipositas-Hypoventilationssyndrom (Pickwick-Syndrom). Die OSA geht häufig mit Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Diabetes mellitus Typ 2, Erschöpfung, kognitiver Beeinträchtigung und Schlaganfall-Neigung einher und kann die Lebensqualität der Betroffenen stark beeinträchtigen.
Therapie
Die Therapie der OSA besteht in der Einstellung von nächtlichen Atemhilfen wie nasales CPAP oder BiPAP. Die Nasenmasken halten durch positiven Atemwegsdruck die oberen Atemwege im Schlaf offen und verhindern einen Kollaps. OA Dr. Gerhard Kos, Abteilung für Pneumologie am Ordensklinikum Linz Elisabethinen, betont: „Diese rein mechanische Therapie wirkt innerhalb weniger Tage, oft schon nach der Einstellungsnacht. Die Patient*innen sollten die Nasenmaske täglich mehr als vier Stunden verwenden.“ Darüber hinaus werden die Patient*innen in Schlafhygiene geschult. Dazu zählen die Vermeidung von Alkohol und üppigem Essen am Abend, Stressreduktion, Verzicht auf Schlafmittel sowie Seitenlage beim Schlafen. Nach der Ersteinstellung erfolgen die Verlaufskontrollen im niedergelassenen Bereich bei Lungen- oder HNO-Fachärzt*innen. Wenn Patient*innen CPAP-Masken nicht vertragen, kann die Implantation eines Zungenschrittmachers eine Alternative dastellen. Die Abteilung für Pneumologie arbeitet in diesem Fall interdisziplinär mit der Abteilung für HNO, Kopf- und Halschirurgie am Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern zusammen. Die Entscheidung für oder gegen diese Therapieform wird gemeinsam getroffen.
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