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Ordensklinikum Linz

Deutscher Forschungspreis für wissenschaftliche Kooperation zwischen Ordensklinikum Linz und Johannes Kepler Universität Linz

Datum: 27.09.2021

Erstmals ging der hoch dotierte deutsche Forschungspreis der Deutschen Stiftung Sklerodermie und der Edith Busch Stiftung nach Österreich. Aufgrund ihrer wissen-schaftlichen Kooperation und des daraus entstandenen gemeinsamen Forschungsprojektes zur Untersuchung der Serum-Kalzifizierungsneigung bei der systemischen Sklerodermie wurden OÄ Dr.in Marija Geroldinger-Simić, Leiterin Autoimmunzentrum am Ordensklinikum Linz, und Univ.-Prof. Dr. Jakob Völkl, Leitung Institut für Physiologie und Pathophysiologie an der Medizinischen Fakultät der Johannes Kepler Universität Linz ausgezeichnet.

Systemische Sklerodermie ist eine seltene, chronisch verlaufende rheumatische Erkrankung des Bindegewebes, bei der sich Haut, Gelenke und innere Organe verdicken und vernarben können. Im Frühstadium der Erkrankung kommt es oft zu Beschwerden an Fingern, insbesondere durch Kälte, wobei sich die Finger plötzlich weißlich und bläulich verfärben. Sind auch innere Organe betroffen, äußert sich dies unter anderem durch Schluckbeschwerden, Sodbrennen, Atemprobleme sowie Gelenksschmerzen. „Der Forschungspreis wird uns ermöglichen die neuen Aspekte bei der systemischen Sklerodermie zu untersuchen, was in Zukunft auch zu verbesserten Therapien bei unseren Patientinnen und Patienten führen könnte“, sagt OÄ Dr.in Marija Geroldinger-Simić, PhD, Leiterin des Autoimmunzentrums am Ordensklinikum Linz und Lehrende an der Medizinischen Fakultät der Johannes Kepler Universität Linz . „Es gibt Hinweise auf funktionelle Veränderungen bei Sklerodermie, die eine Verkalkung begünstigen könnte. Mithilfe des Forschungspreises können wir diese Vorgänge nun genauer untersuchen. Dieses Wissen könnte langfristig die Basis von neuen therapeutischen Ansätzen darstellen,“ erklärt Univ.-Prof. Dr. Jakob Völkl.

Die Deutsche Stiftung Sklerodermie und die Edith Busch Stiftung haben sich die Unterstützung von klinischen und experimentellen Arbeiten zum Ziel gesetzt. Sie fördern dazu Vorhaben einzelner Personen oder auch von Arbeitsgruppen. Dazu gehören Forschungsvorhaben (z.B. Anschubfinanzierungen für junge unabhängige Arbeitsgruppenleiter), kurzzeitige Stipendien, Besuche in anderen Laboratorien und Klinken, Austausch von jüngeren Wissenschaftlern.

 

Zentrum für Autoimmunerkrankungen am Ordensklinikum Linz

 

Am Ordensklinikum Linz arbeiten Expertinnen und Experten verschiedenster Fachrichtungen seit mehr als 15 Jahren zusammen, um Autoimmunerkrankungen schneller zu diagnostizieren und Behandlungen zu koordinieren. Eine dieser seltenen Autoimmunerkrankungen ist die Systemische Sklerodermie. Bei dieser chronisch verlaufenden und rheumatischen Erkrankung des Bindegewebes kann es zu einer Verdickung und Vernarbung von Haut, Gelenken und Organen kommen. „Die interdisziplinäre Zusammenarbeit ist in diesem Fall deshalb so wichtig, weil sich die Systemische Sklerodermie nach und nach auf mehrere Organe ausweitet. In weiterer Folge kann dies unter anderem zu Schluck- oder Atembeschwerden führen“, sagt OÄ Dr.in Marija Geroldinger-Simić. „In vielen Fällen dauert es sehr lange, bis die richtige Diagnose vorliegt.“
Das Autoimmunzentrum am Ordensklinikum Linz ist seit 2006 Partner des Sklerodermie Netzwerkes Oberösterreich und seit 2020 Mitglied von Europäischen Sklerodermie Netzwerkes (EUSTAR). Neueste Entwicklungen zu dieser Erkran-kung werden im Rahmen des Online-Autoimmun-Symposiums am 1. und 2.10.2021 präsentiert.

Marija Geroldinger-Simić Ordensklinikum Linz
Auszeichnung für OÄ Dr.in Marija Geroldinger-Simić, Leiterin des Autoimmunzentrum am Ordensklinikum Linz.