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Ordensklinikum Linz

Brachytherapie

Bei der radioonkologischen Therapieart bestrahlt man Tumore meist mit hoher Dosis von Innen heraus.Bestrahlt wird entweder über kleine hochaktive radioaktive Quellen, die ferngesteuert für bestimmte Zeit im Nachladeverfahren (Afterloading) in den Tumor eingebracht werden (Gebärmutterhals, Speiseröhre, Lunge, Zervixkarzinom) oder als permanente Strahler mit kurzer Halbwertszeit im Körper verbleiben. So kann man etwa bei Prostatakrebs im Frühstadium kleine radioaktive Teilchen, die so genannten Seeds, direkt über mehrere Hohlnadeln in die Prostata einbringen. Ziel ist, dass durch die radioaktive Aussendung der Seeds Prostatakarzinomzellen zerstört und der Patient geheilt wird. Anhand der aktuellen Datenlage zeigt sich im Vergleich zur Bestrahlung von außen oder der Operation eine etwa ebenbürtige Heilungsrate durch die Brachytherapie für Prostatakarzinome im Anfangsstadium. Der Eingriff kann bei einem kurzstationären Aufenthalt durchgeführt.
(Quelle: Christine Radmayr, human, Winter 2017)
 

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Radioonkologie

Prostatazentrum

Brachytherapie