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19.02.2016

Erfolgsprojekt Krebsakademie wächst weiter. Nun auch Ausbildungsschiene für Physiotherapeuten.

Die Diagnose Krebs ist ein markanter Einschnitt im Leben jedes Menschen. Die Medizin hat mittlerweile riesige Fortschritte gemacht, die Prognosen sind bei vielen onkologischen Erkrankungen ermutigend. Teamwork aller Helfer im Behandlungsprozess ist dabei unverzichtbar. Eine wichtige Aufgabe in Akutphase und Rehabilitation bei Krebs übernehmen dabei Physiotherapeuten. Im März startet erstmalig ein Lehrgang der Krebsakademie, der diese Begleiter zurück ins Alltagleben fit zu allen Fragen rund um Krebs macht.

 

Krebsakademie

Um den Ansprüchen einer modernen onkologischen Versorgung gerecht zu werden, hat das Linzer KH der Barmherzigen Schwestern die Krebsakademie ins Leben gerufen. Ab März 2016 gibt es neben Weiterbildungen für Ärzte und Arztassistentinnen erstmals einen Lehrgang für Physiotherapeuten. Die Akademie reagiert  damit auf die steigende Nachfrage an onkologischer Rehabilitation. Denn viele Therapeuten – speziell im niedergelassenen Bereich – haben oft eine Hemmschwelle, mit Krebspatienten zu arbeiten, da onkologische Inhalte in ihren Ausbildungen oft zu kurz gekommen sind. Mit dem Lehrgang  werden diesbezügliche Wissenslücke geschlossen und dadurch neue attraktive Betätigungsfelder für Physiotherapeuten gefunden. Er vermittelt die Grundlagen zu Tumorentstehung und -therapie sowie die Facetten der onkologischen Rehabilitation. Weiters behandelt er das Thema Sport- und Bewegungstherapie in der Onkologie sowie das physiotherapeutische Vorgehen bei speziellen Problemstellungen von Krebspatienten. Das letzte Modul deckt den Bereich Gesprächsführung und Kommunikation ab, da gerade die Arbeit mit Menschen in schwierigen Lebenssituationen eines großen Fingerspitzengefühls bedarf.

 

In der Onkologie trägt Physiotherapie ganz wesentlich dazu bei, Patienten in der Akutphase Erleichterung zu verschaffen und in der der Rehabilitation den Weg zurück in ein normales Alltagsleben zu finden. Bei Prostatakarzinomen hilft funktionelles Beckenboden- und Kontinenztraining etwa, eine für die Patienten sehr unangenehme Situation nach Operationen deutlich zu beheben. Nach Brustkrebserkrankungen können Bewegungseinschränkungen verbessert werden und beispielsweise eine Entstauungstherapie zur Anwendung kommen. Bewegung hat einen positiven Einfluss auf die physische und psychische Situation der Krebspatienten. Mit der Zusammenarbeit von Spital und niedergelassenen Therapeuten kommen so weitere tragfähige Knoten im onkologischen Betreuungsnetz dazu.

 

 

Nähere Informationen

www.krebsakademie.at

 

Bild: © BHS Linz/Werner Harrer

Ein typisches Anwendungsgebiet onkologischer Rehabilitation ist Beckenbodentraining nach einer Prostataoperation. Der Lehrgang vermittelt den Therapeuten das Krebsspezifische Hintergrundwissen.