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05.10.2016

Baby in Not: Bei spitalsübergreifendem Intensivtraining waren die Lebensretter gefordert

Effiziente Teamarbeit in Extremsituationen will trainiert sein. Umso mehr, wenn Ärzte und Pflegepersonal zweier Spitäler reibungslos fach- und hausübergreifend zusammenarbeiten müssen und die Notfallpatienten Neugeborene, Babys und Kleinkinder sind. Bei einem ausgesprochen wirklichkeitsnahen Training mit einer High-Tech Simulationspuppe waren die Teams der Barmherzigen Brüder und Barmherzigen Schwestern gehörig gefordert.

BabyinNot
Hier im Einsatz Kinderkrankenschwester DKKS Sandra Jungwirth, die beiden Kinderärztinnen Dr. Nicola Stumptner und Ass. Dr. Kathrin Mörtlbauer sowie Kinderherzspezialist OA Dr. Gerhard Nell.

Ein Alarm ertönt in einem Babyzimmer. Übergangslos sehen sich Kinderärztin, Anästhesist und Schwester der Kinderintensivüberwachung mit einer für ihren Schützling lebensbedrohlichen medizinischen Krise konfrontiert. Jetzt zählt jede Sekunde, müssen die Maßnahmen des Teams perfekt ineinandergreifen. Notfälle mit Kindern stellen immer eine hochemotionale Situation dar, Entscheidungen werden unter extremen Zeitdruck getroffen. Kreislaufcheck, Beatmungsbeutel ansetzen, Herzmassage, Medikamentengabe – die Lebensretter müssen effizient und rasch, aber ohne Hektik arbeiten.

Die vom Nebenraum ferngesteuerte High-Tech Puppe simuliert in verschiedensten Szenarien, wie ein realer Säugling bei einem Kindernotfall und in der Folge auf die vom Spitalsteam gesetzten Maßnahmen reagieren würde.

Die Helfer werden dabei gefilmt, um später in Ruhe gemeinsam die Qualität der Maßnahmen und die Teamkoordination analysieren zu können. „Das Gefühl ist während des Arbeitens am Baby extrem realistisch, die gemeinsame Nachbesprechung und Videoanalyse verankern die Erfahrungen“, zeigten sich teilnehmenden Ärztinnen und Ärzte aus den Fachgebieten Kinderheilkunde, Geburtshilfe, Anästhesie bzw. Pädiatrie sowie die Schwestern und Pfleger der Kinderintensivüberwachung (IMCU) begeistert.

„Die Standards der Neugeborenen- und Kinderreanimation müssen intensiv im Team trainiert werden – und das fach- und hausübergreifend an der Seilerstätte. Zusätzlich zu den Säuglingen und Kindern unserer eigenen Station betreut unser Team ja auch die 1.800 Babys, die bei den Barmherzigen Brüdern geboren werden, kinder- und intensivmedizinisch. Da ist optimale Zusammenarbeit ein Gebot der Stunde“ sagt. Prim. Dr. Martin Henkel, Vorstand der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde. Bei Notfällen, auch im Kreissaal oder während eines Kaiserschnitts, eilen die Spezialisten seiner Abteilung zu Hilfe. Außerdem befinden sich Intensivüberwachungsbetten für Frühgeborene ab der 32. Schwangerschaftswoche sowie für Kinder mit schweren Erkrankungen oder nach Operationen auf der Kinderabteilung der Barmherzigen Schwestern.

„Jeder darf und wird im Simulationstraining Fehler machen – dafür üben wir! Ziel ist, gemeinsam mögliche Schwierigkeiten zu erkennen, unsere Maßnahmen optimal aufeinander abzustimmen und so als Team bestmöglich den Notfall zu bewältigen. Wir sind mit dem Lerneffekt ausgesprochen zufrieden“, so Henkel, der das Intensivtraining organisiert hat.

 

Wichtiger Veranstaltungshinweis:

Am 21. Oktober 2016 präsentieren von 9.30 – 17.00 Uhr die Spitäler der Barmherzigen Schwestern und Brüder Linz erstmals in einem gemeinsamen Familienvorsorgetag ihr umfassendes Kompetenzspektrum rund um Schwangerschaft, Geburt und Kindergesundheit. Expertenvorträge, rund 25 Infobereiche sowie ein kindergerechtes Rahmenprogramm sorgen in beiden Häusern für einen interessanten und kurzweiligen Infotag. Bei den Barmherzigen Brüdern stehen Schwangerschaft und Geburt im Fokus.

Die Barmherzigen Schwestern stellen ihr umfangreiches, teils österreichweit einzigartiges Spezialangebot in allen Feldern der Kindergesundheit vor. Ausdrücklich sind Eltern UND Kinder eingeladen. Während sich die Erwachsenen umfassend informieren können, erleben ihre Kinder spielerisch und angstfrei verschiedene medizinische Geräte und können ihre mitgebrachten Lieblingskuscheltiere und –puppen behandeln lassen. Außerdem sind auch Cliniclowns und die Bärenbrüder sowie das Rote Kreuz mit dabei. Auf diese Weise wird den Kindern die Scheu vor Untersuchungen oder einem Krankenhausaufenthalt genommen und ihren Eltern umfassende Information zu allen Kindergesundheitsthemen in einer kompakten Veranstaltung geboten. Eintritt frei!

 

Nähere Informationen:www.familien-vorsorgetag.at

 

 

Bilder: (Quelle: BHS Linz/Herbe)

Bild 1: Wiederbelebungstraining am Babysimulator: Hier im Einsatz Kinderkrankenschwester DKKS Sandra Jungwirth, die beiden Kinderärztinnen Dr. Nicola Stumptner und Ass. Dr. Kathrin Mörtlbauer sowie Kinderherzspezialist OA Dr. Gerhard Nell.

Bild 2: High-Tech-Training: Die Puppe reagiert auf die medizinischen Maßnahmen wie ein reales Baby und kann verschiedenste Notfälle extrem realistisch darstellen.