Pathologie

Barmherzige Schwestern

Histologie

Die histologische Verarbeitung von Gewebeproben und die morphologische Diagnostik bilden die Grundlage für das weitere diagnostische und therapeutische Vorgehen durch den Kliniker. Die histologische Diagnoseerstellung nimmt damit eine Schlüsselposition im Behandlungsverlauf - sowohl intra- als auch extramural - ein.

Das Probengut umfasst Operationspräparate und Biopsien. Die gering invasiven Entnahmemethoden der Endoskopie oder Feinnadelpunktion erlauben, zusammen mit der histologischen Untersuchung die Früherkennung von Tumoren an winzigem Material (z.B. bei Magenbiopsien, Stanzen aus der Brustdrüse).

 

Bei der histotechnischen Verarbeitung der formalinfixierten Präparate, die in Paraffin eingegossen werden, werden 1-4 µm dicke, gefärbte Gewebeschnitte hergestellt, wobei der ganze Prozess mindestens 1 Tag benötigt. An diesen Gewebeschnitten erfolgt die mikroskopische Befundung durch den/die Pathologen/in.

Bei der Schnellschnittuntersuchung wird während der Operation innerhalb von ca. 10 min. ein Schnitt erstellt, der unmittelbaren Einfluss auf die weitere Vorgehensweise des/der Chirurgen/in hat.

 

Im Rahmen einer immunhistochemischen Untersuchung werden Eiweißstrukturen im Zellkern, im Zellleib und an der Kernmembran dargestellt. Dies ermöglicht eine exakte Unterscheidung verschiedener Tumoren anhand dieser Proteine.

pathologie

Leistungen:
  -  histomorphologische Diagnostik
  -  intraoperative Schnellschnitt-Befundung
  -  Immunhistologische Untersuchungen
  -  Spezialfärbetechniken

Unser histologisches Labor verarbeitet im Jahr ca. 80.500 Proben, davon ca. 3.350 als intraoperative Gefrierschnitte. Ca. 14.800 immunhistologische Untersuchungen werden pro Jahr durchgeführt.
 

Befund:
Die Befundfertigstellung erfolgt (je nach Material) innerhalb von zwei bis fünf Arbeitstagen. Bei sehr aufwendigen Untersuchungsverfahren kann dieser Zeitrahmen überschritten werden.