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Ordensklinikum Linz

Zehn Fragen zur Strahlentherapie

1.Stimmt es, dass Bestrahlung immer die Haut verbrennt und ich ziemlich starke Schmerzen haben werde?
Bei der Strahlentherapie kommt es zu Wirkungen und Nebenwirkungen in dem Bereich in dem die Bestrahlung verabreicht wird. Muss die Haut bestrahlt werden, kann diese mit Rötung und Schmerzen reagieren. Biologisch sind das aber keine Verbrennungen. Wenn die Haut nicht bestrahlt werden muß, (weil der Tumor im Körperinneren liegt) zeigen sich nur minimale Hautveränderungen, z.B.: Hauttrockenheit.

2. Bin ich dann „radioaktiv“ und muss mich von anderen Menschen fernhalten?
Man verwendet für die Strahlentherapie in der Regel keine radioaktiven Substanzen sondern hochenergetische Röntgenstrahlen mit hoher Energie. Man muss sich nicht von anderen fernhalten.

3. Gibt es Spätfolgen, bekomme ich davon vielleicht in 20 Jahren einen anderen Krebs?
Man unterscheidet in der Strahlentherapie zwischen akuten (während und kurz nach der Behandlung auftretenden und späten Nebenwirkungen. Diese können Jahre nach der Behandlung auftreten, das sind zum Beispiel Gewebefibrosen. Um wie viel das Risiko für ein Zweitkarzinom steigt kann statistisch nicht eindeutig beantwortet werden, da das Risiko durch Zunahme des Lebensalters, nach Chemotherapie und bei schon einmal erlebter Karzinomerkrankung höher als im Bevölkerungsdurchschnitt ist.

4. Werden mir die Haare ausfallen?
Damit ist zu rechnen wenn der Kopf bestrahlt wird, bei einer Bestrahlubg an der Brust, Stamm etc. kommt es zu keinem Haarausfall.

5. Helfen alternative Therapien oder Mineralstoffe gegen Strahlschäden?
Während der Strahlentherapie ist der Einsatz von Zusatzstoffen genauestens zu prüfen, da es viele ungewollte Wechselwirkungen gibt. Nach der Strahlentherapie ist eine komplementärmedizinische Betreuung aber durchaus sinnvoll.

6. Ich hatte immer Angst vor Radioaktivität und jetzt muss ich bestrahlt werden. Was kann ich dagegen tun?
Die Strahlentherapie arbeitet nicht mit radioaktiven Substanzen sondern verwendet hochenergetische Röntgenstrahlen mit hoher Energie. Eine Ausnahme bildet die Brachtherapie (2% der PatientInnen). Manchmal ist der Einsatz dieser Methode nötig, um bösartige Erkrankungen zu behandeln.

In ausführlichen Beratungsgesprächen werden alle Fragen der Patientinnen und Patienten von Experten beantwortet.
In ausführlichen Beratungsgesprächen werden alle Fragen der Patientinnen und Patienten von Experten beantwortet.


7. Ich habe einen Herzschrittmacher. Kann ich dann bestrahlt werden?
Eine Strahlentherapie ist möglich, der Herzschrittmacher darf aber nicht im direkten Bestrahlungsbereich liegen. Während und nach der Bestrahlung sind regelmäßige Kontrollen des Systems empfohlen.

8. Kann ich mich mit der richtigen Ernährung wappnen?
Grundsätzlich gelten die Richtlinien zu einer gesunden Ernährung auch während der Bestrahlung. Im manchen Fällen (z.B. Bestrahlung im Unterbauchbereich) sind spezielle Empfehlungen einzuhalten.

9. Kann die Strahlentherapie heilen?
Die (reine) Strahlentherapie ist im Allgemeinen gut verträglich und verursacht kaum generalisierte Nebenwirkungen. Eine mögliche Heilung einer Erkrankung ist meist durch verschiedene Therapieschritte (Operation, Chemotherapie, Strahlentherapie) bedingt. Die Strahlentherapie leistet in vielen Fällen einen wesentlichen Beitrag. Bei der Strahlentherapie werden bis zu 37 meistens wochentägliche Fraktionen („Sitzungen“) in einer Serie gegeben. Mit Ende der Serie ist die Behandlung abgeschlossen.

10. Sind auch ältere (> 80 Jährige) Patienten bestrahlbar?
Die (reine) Strahlentherapie ist im Allgemeinen gut verträglich und ist daher auch für ältere Patienten geeignet.

 

 

Nähere Informationen:

Radio-Onkologie