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Ordensklinikum Linz

„Wir sind da, wenn es uns braucht“

Datum: 29.12.2020

Die vergangenen Monate haben ihre Spuren hinterlassen, bei allen von uns. Vor allem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Medizin und Pflege sind an ihre Grenzen gestoßen. Viele Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung fallen weg, Social Distancing steht an der Tagesordnung. Da kann es schwerfallen, Hoffnung und Zuversicht zu bewahren. Unsere Teams der Betriebs- und Organisationspsychologie und der Mitarbeiterseelsorge stehen allen Kolleginnen und Kollegen zur Verfügung, die in dieser Zeit Unterstützung brauchen.

„Einerseits leichter, andererseits schwieriger“, beschreiben Betriebs- und Organisationspsychologin Mag.a Brigitte Schanda und Mitarbeiterseelsorgerin Mag.a Margarethe Birngruber-Wimmer die aktuelle Situation im Vergleich zur ersten Corona-Welle im Frühjahr. „Selbstverständlich ist die Situation an sich schwerer zu bewältigen als im Frühling, weil die Kapazitäten unserer Spitäler und damit auch die Kraft und Energie unserer Mitarbeiter an der Grenze sind. Zusätzlich hängen die Maßnahmen des zweiten Lockdowns über uns wie ein Damoklesschwert. Ein Vorteil ist aber, dass wir mehr Erfahrungswerte im Umgang mit der Pandemie haben, sowohl beruflich als auch privat. Davon können und sollen wir profitieren.“

Die beiden besuchen in regelmäßigen Abständen unserer Kolleginnen und Kollegen im Corona-Einsatz, um sich ein Bild der Lage auf den Stationen zu machen und den Mitarbeitenden in dieser schweren Zeit eine Stütze zu sein: „Wir besuchen die Stationen unangemeldet, versuchen zu erfassen, was die Mitarbeitenden am meisten belastet, was sie am meisten aufbaut, und wo wir noch Abhilfen schaffen können“, erklärt Brigitte Schanda. „Trotz enormer Anspannung ist eine positive Grundstimmung im Haus spürbar. Auch in den neu zusammengewürfelten Teams haben alle einen starken Willen gemeinsam das Beste zu geben. Um in diesen Teams die Arbeitsabläufe so rasch als möglich ins Laufen zu bringen leisten die Kolleginnen und Kollegen gerade etwas, das normalerweise sehr lange dauert – nämlich ein Team zu werden. Dafür braucht es viel Kraft, Kommunikation und Selbstreflexion“, resümieren die beiden. „Es ist uns wichtig zu signalisieren: Wir sind da, wenn es uns braucht.“

Schanda_Birngruber