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Ordensklinikum Linz

„Synkope – kurz im Jenseits"

Kardiologe und Oberarzt Helmut Geiger, vom Ordensklinikum Linz referierte zu einem schwierigen Thema, den sogenannten "Synkopen".

„Synkopen sind ein sehr schwieriges Thema, auch für Ärzte", so Oberarzt am Ordensklinikum Linz, Helmut Geiger. Der Kardiologe und Spezialist für angeborene Herzfehler referierte bei dem vergangenen Vortragsabend des Mini Med Studiums in St. Valentin. Kurz gesagt: „Synkopen sind kurz andauernde Zustände der Bewustlosigkeit", so Geiger. Die Problematik läge darin, dass hinter den Synkopen ein Herzfehler stecken kann. Es gäbe grundsätzlich zwei verschiedene Arten. Zum einen eine kardiale Synkope, zum anderen eine kreislaufbedingte Synkope.
 

Ursachen der Synkope

„Eine Bewustlosigkeit betrifft das Gehirn. Dafür gibt es viele Ursachen wie zum Beispiel eine Hirnhautentzündung, einen Tumor und vieles mehr", so der Kardiologe. Das Gehirn könne zu dem Zeitpunkt nicht mehr arbeiten. Aber: „Synkopen haben das Merkmal, dass sie nur ganz kurz dauern." Eine Gehirnerkrankung komme demnach nicht infrage. Erleidet ein Mensch eine Synkope, gäbte es keine Folgeschäden. Die Person wacht Sekunden später wieder auf und ist bei vollem Bewusstsein. „Die Menschen wissen gar nicht was gerade mit ihnen passiert ist. Sie bekommen es nicht mit", sagt der Oberarzt. Ein Neurologisches Problem sei normalerweise nicht ausschlaggebend. Eine kardiale Synkope kann ausgelöst werden, wenn das Herz viel zu schnell schlägt, oder gar nicht mehr schlägt. Eine Kreislaufregulationsstörung sei jedoch bei weitem die häufigste Ursache einer Synkope. Beispielsweise kann langes Stehen zu einer kurzen Bewustlosigkeit führen. Dies nennt man eine „Vasovagale Synkope".

Eine Synkope bedeutet demnach einen Verlust des Bewusstseins und des Haltetonus (man fällt um) mit sofortiger Erholung. Es sei denn, man stürzt unglücklich und erleidet so einen Unfall.

 

Quelle: "meinbezirk.at", 24. April 2018, Bianca Karr-Sajtarevic - lesen Sie hier den gesamten Artikel.

OA Dr. Helmut Geiger
OA Dr. Helmut Geiger, Kardiologie