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Ordensklinikum Linz

Studienzentrum für CAR-T-Zell-Therapie

Am Stammzelltransplantationszentrum am Ordensklinikum Linz Elisabethinen wurden in den vergangenen 25 Jahren mehr als 1.100 Stammzelltransplantationen (SZT) durchgeführt. Allein im Jahr 2017 waren dies mit 121 autologen (körpereigenen) und allogenen (körper-fremden) Stammzelltransplantationen die meisten an einem einzelnen Zentrum österreichweit. Im Vorjahr belief sich diese Zahl auf 130 (Vergleichszahlen liegen derzeit noch nicht vor). Das Feld rund um die SZT gehört zu einem der komplexesten und hoch spezialisiertesten Bereiche der Medizin. Mit der Transplantation eines fremden Blut- und Immunsystems lassen sich bösartige Bluterkrankungen heilen, die ansonsten als unheilbar gelten. Sprechen bestimmte Formen von akuter oder chronischer Leukämie, Lymphknotenkrebs oder ein multiples Myelom (Krebserkrankung des Knochenmarks) nicht ausreichend auf die medikamentöse Tumortherapie an, oder kommt der Krebs nach der Behandlung wieder, kann oftmals nur eine intensive Chemotherapie mit anschließender Blut-Stammzelltransplantation den Krebs besiegen.


Was ist die CAR-T-Zell-Therapie?

CAR steht für Chimeric Antigen Receptor. Dabei handelt es sich um eine neuartige Krebsimmuntherapie, bei der gentechnologisch veränderte T-Zellen, die vom Patienten selbst gewonnen werden, mit synthetischen antigenspezifischen Rezeptoren zur Anwendung kommen. Krebszellen sind in der Lage, aktive Abwehrzellen aus dem Tumorbereich auszuschließen, sich den Erkennungsmechanismen der Immunabwehr zu entziehen und das Immunsystem aktiv zu erschöpfen. CAR-T-Zellen sind genetisch modifizierte Abwehrzellen, die in der Lage sind, einen Teil dieser Verteidigungslinien des Tumors zu durchbrechen, Krebszellen zu erkennen und zu beseitigen. Die CAR-T-Zell-Therapie zählt heute zu einer der entwicklungsfähigsten zellulären Therapiemethode im Kampf gegen Krebs.

 


Prim. Univ. Prof. Dr. Andreas Petzer im Interview

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Zur Abteilung Interne I: Medizinische Onkologie und Hämatologie