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Ordensklinikum Linz

St. Barbara Hospiz: erste stationäre Betreuung und Begleitung für Sterbende in OÖ

Menschen, die an einer unheilbaren Krankheit leiden, wünschen sich oft nichts sehnlicher, als ihre verbleibende Zeit in Würde zu verbringen. Im St. Barbara Hospiz in Linz steht dieser Wunsch an oberster Stelle. Schwerstkranke Menschen werden hier in ihrer letzten Lebensphase begleitet.

St. Barbara ist das einzige stationäre Hospiz in Oberösterreich. „Zu uns kommen Menschen, die in ihrer letzten Lebensphase angelangt sind, besondere pflegerische, medizinische oder psychosoziale Bedürfnisse haben und keine Chemo- oder Strahlentherapie mehr wünschen“, erklärt der Geschäftsführer des Hospizes Univ.-Doz. Dr. Martin Bischof.

Eine bestimmte Pflegestufe ist für die Aufnahme aber keine Voraussetzung. „Menschen, die einen Platz bei uns möchten können uns direkt kontaktieren“, sagt Hospiz-Leiterin DGKP Margret Krebelder. Oft erfolgt die Kontaktaufnahme aber auch durch Angehörige, behandelnde Ärzte oder Mitarbeiter von Palliativstationen. Obwohl auch Palliativabteilungen in Krankenhäusern schwerkranke Menschen behandeln, ist der Leistungsauftrag des Hospizes ein anderer.

„Palliativstationen verfolgen das Ziel, die Lebensqualität der Menschen so zu verbessern, dass eine Betreuung zu Hause möglich ist. Zu uns kommen Menschen, die eine intensive medizin-pflegerische und/oder psychosoziale Betreuung in ihrer letzten Lebensphase brauchen und zu Hause oder in einer anderen Institution wie einem Pflegeheim nicht betreut werden können“, erklärt Bischof. „Eine enge Zusammenarbeit mit allen Palliativstationen in Oberösterreich ist uns dabei sehr wichtig.“

Professionelle Betreuung für Bewohner und Angehörige

Ärzte der Palliativstation des Ordensklinikum Linz Elisabethinen betreuen das St. Barbara Hospiz mit. „Als multiprofessionelles Team aus Medizin, Pflege, Ergotherapie, Seelsorge und Sozialpädagogik versuchen wir, bestmöglich auf die Bedürfnisse unserer Bewohner einzugehen“, betont Krebelder, die zuvor auf der Palliativstation bei den Elisabethinen tätig war. Ziel sei es, den individuellen Gewohnheiten der Bewohner so gut wie möglich nachzukommen, damit diese ihren Alltag bis zuletzt selbstbestimmt leben können. „Wenn jemand zum Beispiel gerne lang munter bleibt und dafür bis 11 Uhr Mittag schläft, dann ist das bei uns vollkommen in Ordnung.“

Von Beginn an, also seit Mitte 2016 haben Margret Krebelder und ihr Team 134 Menschen in ihrer letzten Lebensphase begleitet. Nicht nur die Bewohner, sondern auch deren Angehörige werden vom Hospiz-Team betreut. „Wir verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz: Im Zentrum steht der Mensch mit seinen körperlichen, psychischen, sozialen und spirituellen Bedürfnissen, ebenso wie sein ganzes Umfeld“, betont Univ.-Doz. Martin Bischof. Ein wichtiges Anliegen hebt Krebelder hervor: „Wir wollen für Angehörige während dieser schwierigen Zeit und auch über den Tod hinaus eine wichtige Stütze sein.“

Hospiz

Eigentümer des St. Barbara Hospiz sind die elisabethinen linz-wien, die Vinzenz Gruppe, die Barmherzigen Brüder und das Rote Kreuz gemeinsam. Mitte 2020 wird das Hospiz, das sich derzeit noch im Ordensklinikum Linz Elisabethinen befindet, in ein neu errichtetes Gebäude in der Harrachstraße übersiedeln, wo künftig zehn, anstatt der aktuell sechs Betten zur Verfügung stehen werden.

Nähere Informationen:

www.barbara-hospiz.at