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Ordensklinikum Linz

Prostatakrebs: 10 Jahre Roboterchirurgie am Ordensklinikum Linz, führend in Österreich

Datum: 24.09.2018

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Oft muss die Vorsteherdrüse nach der Diagnose entfernt werden. Im Ordensklinikum Linz haben die Operateure bei diesem schwierigen Eingriff einen High-Tech Partner: Am 24. September 2008 – vor genau 10 Jahren – operierte Prim. Dr. Wolfgang Loidl zum ersten Mal einen Prostata-Patienten mit dem da Vinci Roboter. Mit 2.250 Eingriffen hat sich das Team der Urologie am Ordensklinikum Linz als klare Nummer eins in Österreich in der Roboterchirurgie etabliert.

Im September 2008 fuhr „er“ bei einer Prostataentfernung zum ersten Mal die Arme aus: der da Vinci Roboter hatte Premiere in Oberösterreich. Prim. Dr. Wolfgang Loidl, Leiter des Prostatazentrums und Vorstand der Urologischen Abteilung, steuerte damals erstmals die Roboter-Instrumente von der Konsole aus. Patient war Karl Spindelberger aus Gallneukirchen. Der heute 69-Jährige erfreut sich heute, zehn Jahre nach dem Eingriff, bester Gesundheit.

Sichere und schonende Technologie

Minimalinvasiv, sicher, präzise, schonend, die operativen Möglichkeiten erweiternd: Die Roboter-Chirurgie hat sich seit diesen Pioniertagen zum Leuchtturm des Prostatazentrums im Ordensklinikum Linz entwickelt und das Team zu international anerkannten Experten werden lassen.

„Kürzerer Krankenhausaufenthalt, weniger Schmerzen, reduziertes Infektionsrisiko, geringerer Blutverlust und bessere Narbenbildung bedeuten ganz wesentliche Verbesserungen für unsere Patienten. Außerdem können im Zuge der Operation gesetzten Harnkatheter schneller wieder entfernt werden und auch die Risiken für Erektile Dysfunktion und Inkontinenz durch den Eingriff sinken. Der schnellere Heilungsprozess ermöglicht zudem eine zügigere Wiederaufnahme sämtlicher körperlicher Aktivitäten“, erklärt Prim. Dr. Wolfgang Loidl.

Fünf Kollegen hat Prim. Loidl seither an diesem High-Tech Werkzeug ausgebildet und so das Da Vinci-Team sukzessiv erweitert. Rund 2.250 roboterunterstützte Prostata-Operationen wurden in den vergangenen zehn Jahren durchgeführt. Neben der Prostataentfernung wird der Roboter im urologischen Bereich beispielsweise auch bei Nieren-Operationen eingesetzt.

 Roboter erweitert Möglichkeiten für Operateur

Bei der da Vinci-Operationstechnik sitzt der Operateur vor einer Konsole, über die er mittels Handbewegungen und Fußpedalen den Eingriff steuert. Die vier Roboterarme werden über ein bis zwei Zentimeter große Einschnitte in den Körper des Patienten eingebracht. Sie sind mit zwei kleinen, hoch auflösenden Kameras sowie mit Instrumenten ausgestattet, die analog zu menschlichen Handgelenken dreidimensional beweglich sind. An der Konsole lässt sich das Operationsgebiet dank HDTV bis zu 10-fach vergrößern, sodass der Operateur sämtliche Gewebeschichten und Strukturen detailgenau beurteilen und seine chirurgischen Maßnahmen punktgenau setzen kann. Seine Bewegungen an der Konsole werden zum Roboter übertragen, der diese wiederum in Echtzeit im Körper des Patienten umsetzt. Das da Vinci-System gleicht außerdem die bei jedem Menschen vorhandenen, feinen Zitterbewegungen der Hände vollständig aus und sorgt damit für äußerst präzises Arbeiten.


Die Urologie am Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern ist mit jährlich mehr als 1.400 stationären und tagesklinischen Aufnahmen bei Krebserkrankungen von Prostata, Hoden und Penis der mit Abstand führende Versorger in Österreich (Quelle: Spitalskompass 2016). Im Herbst 2017 wurde mit dem „da Vinci x“ ein neuer Operationsroboter in Betrieb genommen. „Die Nachfrage seitens der Patienten ist enorm. Diese Investition sichert, dank der Unterstützung der Landespolitik, die Expertise in der Prostatachirurgie am Ordensklinikum Linz.“ so Loidl.

Da Vinci Operation, Ordensklinikum Linz Prostatakrebs

 

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