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Ordensklinikum Linz

Krebs und Sport: Bewegungstipps für onkologische Patienten

Datum: 20.01.2020

Bewegung spielt für Patienten mit einer Krebserkrankung eine wichtige Rolle. Vielfach wurde wissenschaftlich belegt, dass eine gezielte Bewegungstherapie während und nach der Krebstherapie zu einer höheren Lebensqualität, Reduktion von Nebenwirkungen, höheren Motivation zur Therapie und langfristig besseren Therapieergebnissen führt. Hormonhaushalt und Immunsystem werden positiv beeinflusst, die psychische Verfassung stabilisiert. Zudem kann bei einigen Tumorarten die Wahrscheinlichkeit für das Wiederauftreten des Tumors reduziert werden. 

Wenn Sie eine Chemotherapie, Immuntherapie oder Bestrahlung erhalten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie ein Trainingsprogramm beginnen. Jede Therapie beeinflusst Ihren Körper in unterschiedlicher Weise. An manchen Tagen wird Ihr Arzt Sie möglicherweise wegen veränderter Blutwerte oder Fieber bitten, sich nicht intensiv zu bewegen.  

 

Bewegungstipps

  • Falls beim Training Schmerzen, Übelkeit, Atemprobleme oder andere Symptome auftreten, die nicht durch die Anstrengung erklärbar sind, brechen Sie das Training ab und suchen Sie Ihren Arzt auf. Eine leichte muskuläre Ermüdung kann nach dem Training auftreten. Versuchen Sie Überanstrengungen und Muskelkater zu vermeiden.
     
  • Sie sollten versuchen, mindestens drei Tage pro Woche Sport zu treiben, angepasst an das aktuelle Leistungsniveau und Ihre Tagesverfassung bzw. Ihren Therapiezyklus. Wenn Sie vorher noch nicht trainiert haben oder Sie viele Nebenwirkungen von der Krebsbehandlung spüren, sollten Sie solange trainieren, wie es Ihnen möglich ist und die Zeit schrittweise verlängern.
     
  • Bringen Sie Bewegung in Ihren Alltag: Nützen Sie jede Gelegenheit um aufzustehen oder Stiegen zu steigen. Vielen Menschen hilft es, ihre Bewegungsziele leichter zu erreichen, wenn sie möglichst viele ihrer täglichen Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigen. Benutzen Sie lieber die Treppe anstatt des Liftes.
     
  • Suchen Sie eine Bewegungsform die Ihnen Spaß macht. Sportarten wie gehen oder Walken sind normalerweise sofort möglich. Wenn Sie schon belastbarere sind, können Sie auch laufen, Rad fahren oder schwimmen.  
     
  • Wärmen Sie sich vor dem Training auf! Das ist besonders wichtig, falls Sie nicht daran gewöhnt sind, Sport zu treiben, Herzprobleme haben oder älter als 55 Jahre sind. Durch das Aufwärmen beugen Sie Verletzungen vor und bereiten Ihren Körper auf die Belastung vor.
     
  • Achten Sie darauf, ausreichend Eiweiß (bspw. 500ml Joghurt/Tag) zu essen, dies verbessert Ihren Trainingserfolg.
     
  • Hören Sie Musik, während Sie trainieren
     
  • Gestalten Sie Ihr Training abwechslungsreich
     
  • Setzen Sie sich Ziele, die Sie erreichen können