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Ordensklinikum Linz

Jeder Tag, wo i eina geh derf, is der schönste für mi.

Datum: 25.01.2019

Geboren am 18.2.1963 mit einem schweren Herzfehler, der ihr beinahe das Leben kostete, bereichert sie seit 1983 als Pflegeassistentin die Uro-Station. Ihre KollegInnen und PatientInnen schätzen sie für ihre humorvolle und kreative Frohnatur, ihr gutes Gespür für die Bedürfnisse anderer und ihren sechsten Sinn.

Wann hast du zu schreiben begonnen und warum?

Ach, mir hat die Sprache schon als Kind unheimlich viel Spaß gemacht. Ich hab eine Zeitlang – sehr zum Leidwesen meiner Mutter – nur in Reimen gesprochen. Bis sie es mir verboten hat. Zum Schreiben angefangen hab ich, als ich nach einer schweren Herzoperation und einer Nahtoderfahrung mit 10 Jahren von der Uniklinik Wien in mein Elternhaus nach Traberg zurückgekehrt bin. I weiß auch nicht...aber seitdem war es mir einfach ein Bedürfnis.

Worüber schreibst du?

Über die Menschen um mich. Meine Kollegen und Kolleginnen, die Ordensschwestern und über das Leben. Verschiedene Erfahrungen und Erlebnisse, die ich gemacht habe. Die Natur, den Glauben, aber auch über den Tod oder das Abschiednehmen.

Kannst du uns einen Ausschnitt aus einem Gedicht geben?

Ja, gerne. Das Gedicht heißt „Mutterpflichten“ und beschreibt die Mühen bzw. den Aufwand, den i früher g’hobt hob, um meine Tochter am Morgen aus dem Bett in die Schule zu bekommen (lacht).
„So eine Mutter hat es nicht leicht. Tag aus Tag ein, das Kind ist noch klein. Sie kocht, putzt, wäscht fast jeden Tag, sie ist allein auf sich gestellt. Der Vater arbeitet – das muss so sein. Der kommt erst am Abend heim. Und so geht es Tag aus Tag ein. Dann ist es soweit, das Kind wird groß. Die Mutter denkt endlich ist sie weg von meinem Schoß. Aber denkste, jetzt geht’s erst richtig los…“

Schreibst du nur in Schriftsprache?

Nein, ich schreibe auch im Dialekt. Das kommt ganz d'rauf an.

Hast du noch andere Hobbys?

Ja, meine Hunde – beide Cavalier King Charles Spaniel – und die Musik. Ich stamme aus einer sehr musikalischen Familie, in der fast jeder mehrere Instrumente spielt. Mein Großvater, der Dagobert Hofstetter, war der Gründer der Musikschule Perg und Narrn. In meiner Kindheit haben wir viel gemeinsam gesungen und musiziert. Das tun wir heute noch oft miteinander.

Seit wann arbeitest du hier und wie bist du zu den Lisln gekommen?

Nach meinem Nahtoderlebnis als Kind hatte ich das starke Bedürfnis, dass ich den Menschen dienen soll. Mit 17 Jahren hab‘ ich deshalb meinen Onkel gefragt, ob ich einmal bei de Lisln schnuppern könnte. Er war Pfarrer in Lacken und hatte einen guten Draht zu de Lisln. Aus dem Schnuppern sind mittlerweile 35 Jahre geworden und jeder Tag, wo i eina geh derf, is' der schönste für mi.

Was sind deine nächsten Ziele?

Meine Gedichte und Geschichten endlich in einem Buch zusammenzufassen.

Pflegeassistenz Ulrike Pfoser

Nähere Informationen:

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