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Ordensklinikum Linz

Hautprobleme, die der Sommer mit sich bringt

Unser größtes Organ bekommt im Sommer viel Sonne ab und ist daher besonders gestresst. Universitätsprofessor Norbert Sepp, Leiter der Abteilung für Dermatologie im Ordensklinikum Elisabethinen erklärt: "Sonne tut uns Menschen eigentlich gut, weil sie hilft, das so wichtige Vitamin D zu bilden. Doch sollte man bei Hitze so leben, wie es die Südländer vormachen: Nämlich zwischen 11 und 15 Uhr raus aus der Sonne! Das ist der Zeitraum, in dem es mit 75 Prozent die meiste UV-Strahlung und somit die meisten Sonnenschäden gibt."

Diese Hautprobleme können bei extremer Sonnenbelastung der Haut eintreten:

Sonnenallergie: Die häufigste "Lichterkrankung" (Lichtdermatose) tritt meist schon im Jugendalter auf, und zwar dann, wenn die Sonne auf blasse Haut trifft. Frauen sind drei bis vier Mal häufiger betroffen als Männer. Der stark juckende Ausschlag macht sich besonders gern auf Dekolleté, Händen und Füßen breit. "Dort zeigen sich Bläschen oder gar Quaddeln, die so manches Mal wie Insektenstiche aussehen können", erklärt Primar Sepp. Die Erkrankung, die man, einmal ausgebrochen, zeitlebens hat, kann prophylaktisch mit künstlichen UV-Bestrahlungen vor der Sommersaison behandelt werden. Aber auch Kortisoncremen helfen.

Mallorca-Akne: Sie ist eine Form der Lichtdermatose, die auch durch fetthaltige Sonnencremes in Verbindung mit UV-Strahlen ausgelöst wird. Dadurch können sich Poren entzünden. Auf der Haut bilden sich rote Flecken und juckende Pusteln.

Braune Flecken: Bei jüngeren Frauen rufen Hormone oft eine Braunfärbung auf Stirn, Wangen oder rund um den Mund hervor, das sogenannte Melasma. Es entsteht bei Einnahme der Antibabypille oder während einer Schwangerschaft und verblasst wieder von selbst. "Aber auch frisch vernarbte Haut kann eine dunklere Pigmentierung haben, deshalb sollte man mit frischen Narben nicht in die Sonne", sagt Primar Sepp.

Sonnenbrand: Fast alle Menschen unterschätzen die Kraft der Sonne, gegen die auch der höchste Lichtschutzfaktor nicht 100-prozentig wirkt. Insbesondere auf reflektierenden Flächen – wenn man auf der Luftmatratze auf dem See treibt oder beim Wandern über ein Schneefeld – sei die Kraft der Sonne so stark wie etwa im afrikanischen Kenia.

Hitzepickel: Die kleinen Hitzepustel – besonders gerne am Rücken – entstehen, weil die Haut jetzt stets feucht ist, die Poren verstopfen und sich in Folge die Haarfollikel entzünden können. „Das passiert, wenn man beispielsweise enge Kleidung oder einen Rucksack trägt. Doch keine Panik: Wenn man nicht mehr schwitzt, verschwinden diese Pickel wieder“, sagt Primar Norbert Sepp.

Nähere Informationen: Dermatologie 

Den ganze Beitrag von Barbara Rohrhofer, OÖ Nachrichten finden Sie hier

Sonnenbrand