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Ordensklinikum Linz

Gebetsservice der Elisabethinen

Wie wichtig Spiritualität für die Genesung ist, wissen nicht nur spirituelle, sondern auch kranke Menschen. Am Krankenhaus der Elisabethinen Linz gibt es deshalb seit einigen Jahren einen eigenen Gebetsservice: das Gebetsapostolat.

Der Glaube kann Berge versetzen. Das wissen nicht nur die Ordensschwestern eines Ordensspitals. Auch PatientInnen und Angehörige heften sich in ihrer Not oft an ihren Glauben und beginnen zu beten. Sei es um schneller gesund zu werden oder um mit einer bestimmten Situation besser zurechtzukommen.

„Im Gebet beginnt man zu reflektieren, seinen Geist und seine Gedanken auf ein bestimmtes Thema zu richten. Man beginnt darauf zu vertrauen, dass jemand da ist, der alles richten wird – dass Alles gut wird“, erzählt Sr. Friedburga, Koordinatorin des Gebetsapostolates am Ordensklinikum Elisabethinen Linz. Die ehemalige Leiterin der Aufnahmekanzlei und stellvertretende Leiterin des Ordens ist seit über vierzig Jahren im Krankenhaus tätig und weiß, welche enorme Kraft in Gebeten steckt, um Mut und Hoffnung in schwierigen Lebenssituationen oder -phasen zu finden.

„Manchmal haben die Menschen Berührungsängste .Sie wollen oder können nicht direkt mit den Ordensschwestern beten. Aber es hilft ihnen, wenn sie wissen oder spüren, dass wir an sie denken und für sie beten.“ Auch deshalb hat Sr. Friedburga gemeinsam mit zehn Ordensschwestern 2012 das Gebetsapostolat ins Leben gerufen und im 2. Stock des Krankenhauses beim Zugang zur Elisabethkapelle eine Box mit „Telegrammkarten“ aufgestellt, in die PatientInnen, BesucherInnen und MitarbeiterInnen ihre Gebetsanliegen einwerfen können.

„Viele hunderte Gebetsaufträge sind seither bei uns eingegangen“, berichtet Sr. Friedburga. „Häufige Anliegen sind zum Beispiel, dass der Krebs zum Stillstand kommt, eine Operation gut geht oder ein Kinderwunsch in Erfüllung geht. Manchmal wünschen sich die Menschen, dass sie zu Gott finden oder die letzte Lebensphase ‘Heim zu Gott‘ gut gelingen wird.“

Von den Gebetsanliegen profitieren nicht nur PatientInnen des Ordensspitals, sondern auch die Ordensschwestern. „Die meisten werden ja von Mitschwestern bearbeitet, die aufgrund ihres Alters oder ihrer körperlichen Gebrechen nicht mehr direkt im Krankendienst tätig sein können. Die Gebetsanliegen helfen ihnen mit ihrer eigenen Situation besser zurechtzukommen, weil sie erkennen, dass sie damit nicht alleine sind.“

Welche Kraft hinter dem Glauben wieder gesund werden zu können steckt, ist mittlerweile auch in der Gehirnforschung angekommen. Neurowissenschaftler sind sich einig, dass Spiritualität gesundheitliche Vorteile bringt. Menschen, die beten oder spirituelle Erfahrungen machen, können besser mit Stress umgehen und Ängste bewältigen. Auch Aufenthalte im Krankenhaus können sich damit verkürzen.

Nähere Informationen:

Seelsorge

Gebetsapostolat