Aktuelles

Ordensklinikum Linz

„Fahre besser Ski als zuvor!“

Jahrelange Schmerzen auf beiden Beinen: Heinz Krippner litt an den Folgen einer schweren Arthrose. Heute ist er dank künstlicher Gelenke schmerzfrei. An der Orthopädischen Abteilung im Ordensklinikum Linz schöpfte der heute 75-Jährige neue Hoffnung. Sechs Jahre ist es her, dass Heinz Krippner ein künstliches Gelenk eingesetzt wurde. Jahrelanger Verschleiß durch intensives Leichtathletik-Training während seiner Schulzeit in Linz war der Auslöser. Beide Knie waren betroffen. Krippner hat sich anfangs mit dem Schmerz arrangiert: „Meine Generation war noch eine, die bei einer Verletzung einfach weiter trainiert hat“, erklärt der heute 75-Jährige. Mit dem Effekt, dass das stärker betroffene Knie bereits 7 cm aus der Achse geraten war. Eine sowohl körperliche, als auch seelische Belastung: „Bei jedem Hügel musste ich bereits rückwärts herunter gehen, weil ich das Knie nicht mehr abbiegen konnte. Da war mir klar, dass ich handeln muss.“

Über die Empfehlung eines Innsbrucker Experten kam Krippner zu Primarius Josef Hochreiter nach Linz, „eine Entscheidung, die ich nie bereut habe. Ich habe mich zu hundert Prozent aufgehoben gefühlt.“

Eine Geschichte, die Menschen mit Gelenksproblemen Hoffnung gibt. Denn viele sportliche Menschen, die bereits unter starken Schmerzen leiden und ein neues Gelenk brauchen, haben Angst, ihre Beweglichkeit einzubüßen. „Diese Sorge ist meist unbegründet“, meint Primarius Hochreiter. „Patienten sind nach einem Gelenkseingriff weitgehend unbeeinträchtigt wieder sportfähig – Nach einer Schonzeit von 4 Monaten sind Sportarten, die einen kontinuierlichen Bewegungsablauf gewährleisten wie zum Beispiel Radfahren und Schwimmen, Nordic Walking sogar zu empfehlen“, betont Primarius Hochreiter.

Körperkontaktsportarten oder so genannte „High Impact“-Sportarten, bei denen eine große Belastung auf das Gelenk kommt, wie etwa Joggen oder Fußball, sind hingegen eher ungeeignet. In Bewegung bleiben ist laut Primarius Hochreiter das A und O nach einem Eingriff. Was aber müssen Patienten mit einem künstlichen Gelenk beachten? „Führen sie ein normales Leben und wählen Sie moderate Sportarten und modellieren Sie Ihr Körpergewicht in Richtung eines einigermaßen normalen Körpergewichts.“

 

Nähere Informationen:

Endoprothetik Zentrum

Orthopädie

Herr Krippner mit Gattin Inge
Patient Heinz Krippner mit Gattin Inge nach der erfolgreichen Operation.