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Ordensklinikum Linz

Erste Hilfe bei Wespenstich im Mund

Bei einem Wespen- oder Bienenstich im Mundbereich ist rasches Handeln notwendig. Erste Hilfe sind kühlende Umschläge und das Lutschen von Eiswürfel oder Speiseeis. „Bei Stichen im Mund auf alle Fälle einen Arzt aufsuchen, auch wenn man keine Allergie hat“, weiß Dr. Michael Reisinger vom Ordensklinikum Linz.

Für Allergiker kann ein Stich unabhängig von der Einstichstelle lebensbedrohlich sein. Durch eine Schwellung kann es zu Atemnot, im schlimmsten Fall zu einem Herz-Kreislaufstillstand kommen. „Ein Allergiker-Notfallset kann in solchen Situationen Leben retten“, weiß der Experte. Das Notfallset besteht aus Cortison- & Allergietablette und einem sogenannten „EpiPen“. „Ein Epi-Pen ist eine Adrenalin-Injektion, welche sich der Allergiker selbst bei Auftreten einer Reaktion in den Oberschenkel spritzt“, erklärt der Arzt. Die Injektion kann unabhängig von der Einnahme von anderen Medikamenten verabreicht werden.

Hyposensibilisierung für Allergiker

Einen Allergietest kann man bei jedem HNO-Arzt, Lungenfacharzt und Dermatologen machen. Zudem empfiehlt Dr. Reisinger eine Hyposensibilisierung gegen Insektengift: „Durch regelmäßige Impfungen entwickelt der Körper eine Toleranz gegen Bienen- oder Wespengift. Diese dauert zwischen drei und fünf Jahren und zeigt eine hohe Erfolgsquote.“

Kinder sollten generell im Sommer nur aus geschlossenen Behältnissen mit Strohhalm trinken, um die Gefahr zu vermindern. „Kinder haben eine kleinere Anatomie, das heißt bei einem Stich schwillt der Kehlkopf viel schneller zu“, erklärt Reisinger. 

Blick ins Glas schützt

Der beste Schutz ist ein genauer Blick ins Glas bevor man trinkt. Gefährlich ist vor allem das Trinken aus Flaschen oder Dosen, weil man hier die Insekten nicht sieht. Getränke daher besser in Gläser füllen und die Flaschen geschlossen halten. Auch beim Sport ist Vorsicht geboten, besonders beim Radfahren können schnell Wespen und Bienen verschluckt werden.

Wespenallergie