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Ordensklinikum Linz

E-Zigaretten und Shishas: Gift für die Gefäße

Datum: 08.01.2020

Wie gesund sind E-Zigaretten und Shishas als Alternative zur herkömmlichen Teer-Zigarette?

„Die Werbung für diese Produkte vermittelt dieses bunte, coole Bild und zielt vor allem auf junge Erwachsene ab. Die Auswirkungen sind aber gar nicht cool, denn das Schadenspotential von E-Zigaretten für das Herz-Gefäßsystem beträgt knapp 70 Prozent von konventionellen Zigaretten“, sagt OA Dr. Franz Wimberger von der Abteilung Pneumologie am Ordensklinikum Linz Elisabethinen.

Bei E-Zigaretten ist vor allem der in ihnen enthaltene Treibstoff schädlich. Dies ist eine wässrige alkoholische Lösung, die miteingeatmet wird und durch die freie Radikale in die Bronchien gelangen, die Dauer-Entzündungen in der Lunge auslösen.

„Bei Langzeitverwendung besteht, neben der Gefahr von Krebserkrankungen, die sehr hohe Wahrscheinlichkeit, ab ca. 40 Jahren an COPD zu erkranken.“

Vor allem warnt OA Wimberger vor dem abwechselndem Konsum von E-Zigarette und Teer-Zigaretten: „Damit erhöht sich das Herzinfarktrisiko enorm.“ Dies zeigen Erfahrungen aus den vergangenen zwei Jahren. Beim Konsum von Wasserpfeifen, den sogenannten Shishas, wird durch deren geringen Verbrennungsgrad extrem viel Kohlenmonoxid und Feinstaub eingeatmet. „Kohlenmonoxid ist das größte Gefäßgift und führt zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Raucherbein“, warnt Wimberger.

 

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Pneumologie

e-zigaretten am tisch