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Ordensklinikum Linz

Der Herbst stresst unsere Haut

Datum: 20.09.2021

Nach der Sommerhitze ist die Haut im Herbst weiteren Strapazen ausgesetzt, Prim. Univ.-Prof. Dr. Norbert Sepp vom Ordensklinikum, weiß worauf in dieser Jahreszeit bei der Hautpflege zu achten ist. 

Im Sommer ist die Haut sehr oft einer großen Hitze ausgesetzt, dazu kommt die direkte, intensive Sonneneinstrahlung und im schlimmsten Fall auch einmal ein Sonnenbrand. Sobald die Sonneneinstrahlung wieder weniger wird und die Temperaturen von sommerlich heiß auf herbstlich kühl wechseln, kommen andere Strapazen für unser größtes Organ hinzu, wie Primar Norbert Sepp, Vorstand der Abteilung für Dermatologie und Venerologie am Ordensklinikum Linz Elisabethinen erklärt:

„Die Kombination von kühleren Temperaturen draußen und der Heizungsluft in geschlossenen Räumen ist eine Belastung für die Haut. Sie trocknet aus und wird schuppig. Dadurch sind die Verbindungen zwischen den Hautzellen aufgelockert, die Haut lässt Wasser hindurch. Spürbar ist dies vor allem an den Händen, den Schienbeinen und im Gesicht.“

Intensive Pflege

Bei einer trockenen und spröden Haut empfiehlt der Experte vor allem in kühleren Jahreszeiten rückfettende Pflegeprodukte zu verwenden. Vor allem die Hände brauchen eine intensive Pflege, da diese aktuell nicht nur durch die trockene Heizungsluft, sondern auch durch das mehrmals tägliche Händedesinfizieren, zur Eindämmung des Coronavirus, strapaziert werden. Wer regelmäßig die Hände desinfiziert wird schnell merken, dass die Haut austrocknet und spröde wird. „Der im Desinfektionsmittel enthaltene Alkohol ist schadhaft für die natürliche Hautbarriere“, erklärt Primar Sepp den Grund.

 

Masken wechseln

Auch die Schutzmaske stellt unsere Haut vor eine Herausforderung, weshalb darauf geachtet werden sollte, die Maske regelmäßig zu wechseln beziehungsweise zu reinigen. Nur so können Unreinheiten und Hautirritationen durch Gesichtsmasken verhindert werden. „Vor allem bei Menschen, die an chronischen Erkrankungen wie etwa Neurodermitis leiden, werden die Beschwerden durch das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes oftmals verstärkt. Auch entzündliche Erkrankungen wie etwa Seborrhoische Ekzeme können in diesem Zusammenhang auftreten.“

Für die Hautgesundheit im Allgemeinen empfiehlt sich, regelmäßig auf die Änderung des Hautbildes zu achten. Vor allem gefährliche Erkrankungen wie Hautkrebs entwickeln sich oft unbemerkt. „Die Haut sollte nach dem Duschen von Kopf bis Fuß auf Muttermale und Erhebungen kontrolliert werden. Diese Gesundheitsvorsorge kann jede und jeder zu Hause erledigen“, so Prim. Sepp. Stellt man Veränderungen fest, muss ein Hautarzt aufgesucht werden.

Hautreizung
Vor allem die Hände benötigen in den kälteren Monaten Pflege, zum Beispiel mit rückfettenden Cremes.

„Den Aufbau der oberen Hautschichten kann man sich ähnlich einer Ziegelmauer vorstellen. Eine gestörte Schutzbarriere ist die Eintrittspforte für Allergene und Erreger, die auch entzündliche Reaktionen hervorrufen können.“
Prim. Univ.-Prof. Dr. Norbert Sepp