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Ordensklinikum Linz

Darmkrebsvorsorge

Darmkrebs, ein Tumorbefall des Dick- oder Mastdarms ist die zweithäufigste Krebserkrankung Österreichs. Rund 5. 000 Österreicherinnen und Österreicher erkranken jedes Jahr daran. Rechtzeitig erkannt stehen die Heilungschancen allerdings bei 90 Prozent. Derzeit verstirbt aber noch jeder zweite Betroffene, weil die lebensrettende Vorsorgeuntersuchung meist gemieden und zu spät gemacht wird!

OA Dr. Wolfgang Zaglmair, Leiter des Darm-Gesundheitszentrums am Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern: „Darmkrebs ist grundsätzlich sehr leicht zu erkennen und mithilfe einer Vorsorgeuntersuchung sehr leicht zu vermeiden. Dabei wird der Dickdarm mithilfe von Stuhlproben oder einer Dickdarmspiegelung bzw. Koloskopie auf krankhafte Veränderungen, wie zum Beispiel Polypen, untersucht.“

OA Dr. Gernot Böhm, stv. Leiter des Instituts für Radiologie am Ordensklinikum Linz Elisabethinen: „Karzinome im Dickdarm entwickeln sich fast immer aus Vorstufen, sogenannten Polypen. Ohne fachgerechte Untersuchung und Entfernung dieser Polypen geschieht dies meist in einem Zeitraum von ca. 10 Jahren. Deshalb empfehlen wir ab dem 50. Lebensjahr alle 7 bis 10 Jahre mit einer Dickdarmspiegelung den Darm untersuchen zu lassen.“

Die Erfahrung zeigt, dass von 10 Krebsfällen acht bis neun durch eine Vorsorgeuntersuchung und eine ambulante Koloskopie im Krankenhaus verhindert werden können. Vor allem Angehörige von Darmkrebspatienten sollten besonders darauf achten. Die Untersuchungszeit beträgt etwa 15 Minuten. Insgesamt dauert die Erholungsphase nach leichter Narkose circa 1-2 Stunden.

Dr. Zaglmair: „Eine Vorsorgeuntersuchung mit Abtragung bestehender Polypen ist die beste Möglichkeit Darmkrebs zu vermeiden und die horrende Zahl an unheilbar neudiagnostizierten stark herabzusenken.