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7 Tipps gegen Hausstaubmilbenallergie

In einem Bett leben tausende Milben pro Gramm Staub. Da wir etwa ein Drittel des Tages im Bett verbringen, haben wir also viel Gelegenheit, mit den Allergenen im Kot der Hausstaubmilben in Kontakt zu kommen. Hier erfahren Sie, wie Sie die Anzahl der Hausstaubmilbenallergene reduzieren können.

Vermeiden Sie zu hohe Luftfeuchtigkeit

Hausstaubmilben können sich bei hoher Luftfeuchtigkeit besser entwickeln, als bei niedriger. Die optimale Raumfeuchtigkeit liegt etwa bei vierzig bis sechzig Prozent. Lüften Sie daher mehrmals täglich für ca. 5 Minuten vor allem jene Räume, in denen geschlafen wird, damit überschüssige Feuchtigkeit entweichen kann.

Achtung! Im Winter senkt die trockene Heizungsluft zwar die Luftfeuchtigkeit, dafür sterben aber viele Tierchen auf einmal ab, die wiederum viele Allergene im Hausstaub zurücklassen. Außerdem steigt die warme Zimmerluft nach oben und erzeugt kleine Luftwirbel, durch die sich der Hausstaub noch mehr verteilt. Deshalb ist es besonders wichtig im Winter regelmäßig zu putzen.

Machen Sie richtig sauber

Wischen Sie den Staub auf glatten Flächen, wie z.B. in und auf offenen Bücherregalen insbesondere aber auf glatten Böden am besten täglich mit einem feuchten Tuch. Andernfalls wirbelt der Hausstaub darauf ungebremst umher und die Milbenallergie kann sich sogar verschlimmern.  Wer nicht ständig putzen möchte, kann sich Teppiche mit kurzem Flor besorgen. Sie halten die Staubteilchen fest, wodurch sich ihr Gehalt in der Luft wesentlich verringert. Außerdem lassen sich diese Teppiche problemlos mit einem Staubsauger reinigen.

Besorgen Sie sich einen geeigneten Staubsauger

Saugen Sie nur mit Staubsaugern, die einen HEPA-Luftfilter haben. Diese speziellen Schwebstofffilter, saugen selbst feinsten Staub ein und halten ihn auch sicher im Staubbeutel fest. Normale Staubsauger blasen hingegen viele Staubteilchen durch die Lüftung wieder in den Raum hinein.

Schützen Sie das Bett vor Milben – verwenden Sie Encasings

Hausstaubmilben lieben Betten, weil es dort meistens warm und feucht ist und sie reichlich Hautschuppen zum Fressen finden. Verwenden Sie daher spezielle Überzüge für Matratzen und Bettwäsche, sogenannten Encasings. Sie sind wasser- und luftdurchlässig und sorgen dafür, dass sich keine Feuchtigkeit im Bett ansammelt. Zugleich sind sie so engmaschig vernäht, dass die Milben nicht nach außen dringen und die Allergene in Matratze und Laken eingeschlossen bleiben.

Tipp: Manche Krankenkassen übernehmen einen Teil der Kosten für die Matratzenüberzüge, wenn der Facharzt/die Fachärztin eine Hausstaubmilbenallergie bestätigt. So zahlen beispielsweise Versicherte der GKK nur rund 35,00 € Selbstbehalt pro Matratzenüberzug für eine Standard-Matratze mit 90x200x17 cm. Alle 5 Jahre kann man sich die Encasings wieder neu verschreiben lassen. Bandagisten haben auch spezielle Polster- und Bettdeckenüberzüge. Die Kosten dafür sind aber gänzlich selber zu tragen.

zufriedene Frau nach dem Putzen

Waschen Sie die Bettwäsche regelmäßig

Um Hausstaubmilben zuverlässig abzutöten, sollten Bettdecken, egal, ob aus Synthetik oder Daunen, bei 60 Grad gewaschen oder gereinigt werden. Aber auch eine Matratzenreinigung sollte jährlich erfolgen.

Stecken Sie alles, was nicht so heiß gewaschen werden darf einen Tag lang in den Gefrierschrank. Auch hier sterben die Milben ab. Packen Sie die Sachen dazu vorher in einen Plastiksack. Schütteln Sie die abgetöteten Milben anschließend im Freien ab.

Schlagen Sie die Bettwäsche nur auf

Beim Bettenmachen gilt: weniger ist mehr. Die Bettwäsche sollte nicht ausgeschüttelt werden, da sich dadurch allergenhaltiger Hausstaub im Raum verteilt. Es reicht die Decke einfach zurückzuschlagen, damit die Feuchtigkeit im Bett entweichen kann.

Sanieren Sie die Schlafräume

Leiden Sie trotz dieser Maßnahmen immer noch an den Symptomen der Hausstaubmilbenallergie, dann entfernen Sie in alle Staubfänger wie Vorhänge, Teppichböden, Dekokissen, Tagesdecken, Stofftiere usw. aus den Schlafräumen.

Wählen Sie Bettenmodelle ohne Bettkasten und Stoffpolsterung, damit Hausstaubmilben dort nicht siedeln können. Organisieren Sie sich stattdessen Bettgestelle mit Bettfüßen.

 

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, ob die Maßnahmen auch gewirkt haben, kann mithilfe eines Milbentests aus der Apotheke die Anzahl der Milben-Allergene pro Gramm Hausstaub messen. Der Wert sollte bei Allergikern auf jeden Fall unter 10 Milligramm pro Gramm Staub liegen.

 

Nähere Informationen:

Pneumologie