Presse

Aktuelle Medieninformationen

13.09.2022

Ordensklinikum Linz erneut für großes Engagement als selbsthilfefreundliches Krankenhaus ausgezeichnet

Selbsthilfegruppen sind wichtige Anlaufstellen für Patient*innen und deren Angehörige. Menschen, die schwer oder chronisch krank sind, gründen Gruppen und engagieren sich in ihrer Freizeit, um andere Gleichbetroffene im Umgang mit der Krankheit zu unterstützen. Für die engagierte Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen wurde das Ordensklinikum Linz erneut vom Dachverband Selbsthilfe OÖ mit dem Gütesiegel „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ ausgezeichnet.

Selbsthilfegruppen geben Halt, holen Rat von Expert*innen ein und tauschen sich mit diesen in persönlichen Gesprächsrunden aus. Der gemeinsame Blick nach vorne ist ein wichtiger Ankerpunkt, wenn unerwartete Lebenskrisen und schwierige Zeiten der Veränderung bewältigt werden müssen. Selbsthilfegruppen fördern jedoch auch das verbindende, gemeinsame Erleben – mit Ausflügen, Fortbildungen oder Workshops. Das Ordensklinikum Linz wurde nun erneut vom Dachverband der Selbsthilfegruppen in Oberösterreich mit dem Gütesiegel „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ ausgezeichnet. „Als Onkologisches Leitspital Oberösterreichs ist es uns wichtig, insbesondere im Bereich der Onkologie sowohl den Austausch zwischen Patient*innen als auch die Vernetzung mit Expert*innen zu unterstützen. Wir freuen uns sehr über diese erneute Anerkennung“, sagt der medizinische Geschäftsführer des Ordensklinikum Linz Dr. Stefan Meusburger. „Selbsthilfefreundlichkeit ist im Ordensklinikum Linz seit vielen Jahren nicht nur ein Schlagwort, sondern eine gelebte Partnerschaft auf Augenhöhe“, betont Christa Katerl, Obfrau der Selbsthilfe OÖ und Leiterin der Selbsthilfegruppe Kopfweh, deren Selbsthilfegruppentreffen viele Jahre im Ordensklinikum stattgefunden haben.

Vielfältige Unterstützung für Selbsthilfegruppen

Das Ordensklinikum Linz wurde bei der Verleihung des Gütesiegels als besonders initiativ hervorgehoben – vor allem auch während der Pandemie. Beispielsweise stellt das Ordensklinikum Linz seit Juli 2020 einen kostenlosen Zoom-Account für virtuelle Selbsthilfegruppen-Treffen zur Verfügung (mit Arbeitshilfe und persönlicher Unterstützung), im hausinternen Ambulanz-TV werden die aktuellen Treffen beworben und alle Mitarbeiter*innen sowie interessierte Patient*innen und Angehörigen erhalten monatlich per E-Mail den Selbsthilfe-Newsletter.

Jährlich über 1.000 Patient*innen

Unterstützt von der Selbsthilfebeauftragten des Ordensklinikum Linz Mag.a Anna Hochgerner, kooperieren die klinischen Abteilungen des Spitals mit rund 20 Selbsthilfegruppen für Krebspatient*innen und Menschen mit chronischen oder seltenen Erkrankungen. Jährlich treffen sich mehr als 1.000 Patient*innen und Angehörige direkt im Ordensklinikum Linz oder in Online-Meetings, um Hintergründe über ihre Erkrankungen zu erfahren, persönliche Erfahrungen auszutauschen und wertvolle Tipps von Gleichbetroffenen und Expert*innen zu erhalten.

Als Onkologisches Leitspital bietet das Ordensklinikum Linz insbesondere onkologischen Selbsthilfegruppen eine Infrastruktur. Eine davon ist die Gruppe für Kehlkopflose und Halsatmer, die im Jahr 2017 gegründet wurde und eine große Stütze für Patient*innen mit Tumorerkrankungen im Kopf- und Halsbereich darstellt. Geleitet wird die Gruppe von Ruth Rosenberger, einer pensionierten Logopädin des Ordensklinikum Linz. OA Dr. Andreas Strobl, Leiter des Kopfhalstumor-Zentrums am Ordensklinikum Linz, besucht die Treffen regelmäßig und steht den Patient*innen auch für Fragen zur Verfügung.

Selbsthilfegruppen bieten Mehrwert

„Selbsthilfegruppen sind eine wichtige Ressource für kranke Menschen und eine Ergänzung des professionellen Gesundheitswesens. Wir kombinieren Fachwissen mit Erfahrungswissen, das ist für uns das Erfolgsrezept gelungener Selbsthilfearbeit“, ist Mag.a Anna Hochgerner überzeugt. „Großer Dank gilt allen Menschen, die sich ehrenamtlich in der Selbsthilfe engagieren und dafür viel Freizeit und Energie aufwenden. Danke auch an alle Berufsgruppen in der Pflege und Medizin, die die Patient*innen auf die Selbsthilfeangebote aufmerksam machen und in den Selbsthilfegruppen als Referent*innen und Berater*innen zur Verfügung stehen.“

Wer monatlich über die Selbsthilfeangebote informiert werden möchte, kann sich gerne unter folgendem Link zum kostenlosen Selbsthilfe-Newsletter anmelden: www.ordensklinikum.at/selbsthilfe-newsletter

 

Weitere Informationen zum selbsthilfefreundlichen Krankenhaus: https://www.ordensklinikum.at/de/patienten/selbsthilfe/

Foto (© Ordensklinikum Linz): Für die vielfältige Unterstützung von Selbsthilfegruppen wurde das Ordensklinikum Linz erneut als Selbsthilfefreundliches Krankenhaus ausgezeichnet. 
Personen am Bild (v.l.): OA Dr. Andreas Strobl (Leiter des Kopfhals-Tumorzentrums, Christine Unger (Patientin), Ruth Rosenberger (Leiterin der Selbsthilfegruppe für Kehlkopflose und Halsatmer), Christa Katerl (Obfrau der Selbsthilfe OÖ) gemeinsam mit Dr. Stefan Meusburger (medizinischer Geschäftsführer Ordensklinikum Linz) und Mag. Anna Hochgerner (Selbsthilfebeauftragte Ordensklinikum Linz)

Rückfragehinweis für Journalist*innen:
Martina Winkler
martina.winkler@ordensklinikum.at
+43 (732) 7677 – 4610
+43 (664) 621 86 53
www.ordensklinikum.at