Prostatazentrum

Elisabethinen

NanoKnife

Die Nano Knife Therapie der Prostata oder auch irreversible Elektroporation genannt, wird an unserem Zentrum in enger Kooperation mit der Abteilung für Diagnostische und Interventionelle Radiologie durchgeführt. Da es sich bei diesem Verfahren um eine neue Methode zur Behandlung des Prostatakarzinoms handelt und international noch keine Langzeitdaten vorliegen, sehen wir diese Methode als experimentelle Therapie.

Ein Eckpfeiler diese Methode ist die multiparametrische Magnetresonanztomografie der Prostata, um die Läsion in der Prostata „sichtbar“ zu machen. Grundsätzlich, beziehungsweise im überwiegenden Fall, handelt es sich beim Prostatakarzinom um einen multifokalen Tumor, das heißt dass zumeist mehrere Areale in der Prostata oder sogar beide Seiten befallen sind. In so einem Fall ist eine Nano Knife Therapie nicht möglich. Ist jedoch der Tumor auf ein Areal, ohne Nähe zu Darm oder Harnröhre, begrenzt kann die Nano Knife Therapie durchgeführt werden.

Bei dieser Therapie werden in Vollnarkose über den Dammbereich bis zu sechs Nadeln unter Ultraschall – MRT Fusionskontrolle eingebracht und gezielt Stromstöße verabreicht um die Zellmembranen der Tumorzellen zu „porieren“, und somit das Tumorareal gezielt aus der Prostata zu entfernen. Die übrigen Prostataanteile werden dabei erhalten.
Mehrere Untersuchungen zur Sicherheit in Bezug auf Komplikationen und der Effektivität dieser Methode wurden international bereits publiziert.

Eine große Herausforderung dieser Methode ist vor allem die Patientenauswahl, da sich die meisten Prostatakarzinome nicht nur an einer Stelle also unifokal zeigen, sowie die Wahl der Kontrolluntersuchungen in Bezug auf Tumorfreiheit, da hierzu auch international keine langjährigen Erfahrungen vorliegen.

An unserem Zentrum wird dieses Verfahren bei Patienten über 65 Jahren und nach Feststellung der Unifokalität des Tumors angeboten.