Kopf-Hals Tumorzentrum

Barmherzige Schwestern

Mundhöhlen- und Rachenkrebs

Patientinnen und Patienten stoßen bei der Recherche zu ihrer Erkrankung im Internet auf vielfältige und oft auch widersprüchliche Informationen. Dies kann für Verunsicherung sorgen. Auf dieser Seite finden Sie geprüfte und seriöse Inhalte über Mundhöhlen- und Rachenkrebs, erstellt von unseren Expertinnen und Experten. Bedenken Sie bitte, dass diese Informationen ein ausführliches Arztgespräch nicht ersetzen können. 

Erkrankungsbild

Mundhöhlen- und Rachenkrebs sind bösartige Geschwulste im Rachenraum und gehören zur Gruppe der Kopf-Hals-Tumore. Vorrangige Risikofaktoren sind Rauchen, Alkoholkonsum und schlechte Zahn- und Mundhygiene. Auch bestimmte Viren (HPV) können beteiligt sein. Betroffen sind überwiegend Menschen über 60 Jahre – Männer früher und öfter als Frauen. Die Heilungsraten sowie die Lebenserwartung sind individuell sehr unterschiedlich.

 

Symptome

Als erste Symptome fallen oft vergrößerte, nicht schmerzhafte Halslymphknoten auf. Die weiteren Beschwerden richten sich nach dem betroffenen Abschnitt im Rachenraum. Das können Nasenbluten, Mittelohrentzündung, Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Schluck- und Sprechbeschwerden oder Atemnot sein. 
 

Diagnose

Nach einem Anamnesegespräch wird der Mund-Rachen-Raum mit freiem Auge und endoskopisch untersucht. Dabei wird eine Gewebeprobe entnommen. Darüber hinaus kann mit bildgebenden Verfahren wie z.B. UltraschallComputertomographie oder Magnetresonanztomographie festgestellt werden, inwieweit sich der Tumor bereits ausgebreitet und Metastasen gebildet hat.

Therapie

Die Aussicht auf Heilung ist beim Mund und  Rachen Tumor umso besser, je früher die Behandlung beginnt. Bei noch nicht zu weit fortgeschrittenem Tumoren  zielt die Krebsbehandlung auf eine Heilung ab. Zudem sollen die Funktionen im Kopf-Hals-Bereich möglichst erhalten werden. Als Möglichkeiten stehen Operation, Chemotherapie und Bestrahlung entweder in Kombination oder alleine zur Verfügung. (siehe Menüpunkt Therapie). 

In fortgeschrittenen Fällen mit Schluckstörungen oder Sprechproblemen können geschädigte oder entfernte Strukturen chirurgisch ersetzt werden. Dadurch können – häufig mit logopädischer Unterstützung – Funktionen wie Sprechen, Kauen oder Schlucken weitgehend wiederhergestellt werden. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit unserer Abteilung für Plastische Chirurgie.

Psychologische Unterstützung kann Betroffene im Umgang mit der Krankheit und den damit einhergehenden Problemen, Beschwerden und Beeinträchtigungen unterstützen.   

Mund- und Rachenkrebs  können  im weiteren Verlauf mit erkrankungs- oder auch behandlungsbedingten Komplikationen verbunden sein. So können durch das vor allem schwerwiegende Atem- und Sprechstörungen auftreten. Weitere mögliche Komplikationen von derartigen Tumoren  sind Störungen beim Kauen und Schlucken und sich daraus ergebende Probleme beim Essen. Diese können die Lebensqualität erheblich mindern.