Hautkrebszentrum

Elisabethinen

Hautkrebs

Patientinnen und Patienten stoßen bei der Recherche zu ihrer Erkrankung im Internet auf vielfältige und oft auch widersprüchliche Informationen. Dies kann für Verunsicherung sorgen. Auf dieser Seite finden Sie geprüfte und seriöse Inhalte zu Hautkrebs, erstellt von unseren Expertinnen und Experten. Bedenken Sie bitte, dass diese Informationen ein ausführliches Arztgespräch nicht ersetzen können. 

Erkrankungsbild

Muttermale, Altersflecken oder Hornwarzen sind optische Veränderungen der Haut, die nahezu jeder Mensch kennt. Zwar muss natürlich nicht jede dieser Veränderungen chirurgisch entfernt werden, mit zunehmendem Alter und durch langandauernde, häufige Sonneneinstrahlung können allerdings auch aus harmlosen Veränderungen bösartige Tumoren werden.
 

Arten von Hautkrebs

Es lassen sich zwei Arten von Hautkrebs unterscheiden: Schwarzer Hautkrebs und weißer Hautkrebs. Zudem gibt es einige Sonderformen von Hautkrebs.

 

  • Schwarzer Hautkrebs
    Das maligne Melanom (schwarzer Hautkrebs) ist ein besonders bösartiger Hauttumor, in der Regel ausgehend von den Pigmentzellen (Melanozyten). Es weist unterschiedliche Wachstumsformen auf (knotig bis flach oder eher flächig), wichtig für die chirurgische Therapie ist jedoch die Tumordicke. Bis auf sehr wenige Ausnahmen ist die vollständige operative Entfernung des malignen Melanoms mit entsprechendem Sicherheitsabstand die einzige Therapie der Wahl. Bei frühzeitiger Erkennung und Behandlung bestehen sehr gute Aussichten auf eine vollständige Heilung.

    Das Melanom oder „schwarzer Hautkrebs“ gehört zu den häufigsten Krebsformen überhaupt. Melanome weisen mit Steigerungsraten von jährlich zwei bis drei Prozent eine dramatische Entwicklung auf. In Österreich erkranken pro Jahr rund 5.000 Personen an einem Melanom, 2.000 werden in einem Frühstadium erkannt.

    Rund 90 % aller Melanome können geheilt werden, wobei die Früherkennung der wichtigste Grund ist, warum heute weniger Patienten als vor 20 Jahren daran sterben. Die Sonne ist der wichtigste Auslöser aller Haukrebsarten, auch wenn es andere Faktoren wie Genetik oder Medikamente gibt. 
     
  • Weißer Hautkrebs
    Das Basaliom (weißer Hautkrebs, Basalzellkarzinom) tritt oft an von UV-Strahlung geschädigter Haut auf, vornehmlich an sonnenexponierten Hautarealen wie dem Gesicht, aber auch am gesamten Körper. Es wächst meist langsam, weist oft ein typisches Bild auf und ist somit klinisch gut zu diagnostizieren. Es wächst lokal aggressiv, metastasiert aber extrem selten. Mit der vollständigen Entfernung der Geschwulste ist der Fall in der Regel ausgestanden. Regelmäßige Kontrollen sind jedoch zu empfehlen.

    Das Plattenepithelkarzinom, eine weitere Form des weißen Hautkrebses, tritt ebenfalls meist an sonnenexponierten Arealen, zum Teil am Übergang von Schleimhaut zur Haut, auf. Durch ungehemmtes Wachstum werden angrenzende Strukturen zerstört, so dass ein erheblicher Gewebeschaden verursacht werden kann. Sogenannte „aktinische Keratosen“, das sind gerötete Hautareale, die oft als trockene und schuppende Hautstellen wahrgenommen werden, sind Frühformen. Durch eine frühzeitige und vollständige Entfernung kann das Plattenepithelkarzinom endgültig und dauerhaft geheilt werden. Die Absiedelung in entfernte Organe (Metastasen) ist relativ selten, kommt aber häufiger im fortgeschrittenen Stadium oder bei immunsupprimierten Patienten (z.B. nach Organtransplantationen) vor.
     

Symptome

Die Symptome sind je nach Hautkrebs-Art und Ausdehnung sehr unterschiedlich. Eine genaue Beschreibung dazu finden Sie in der Broschüre der Krebshilfe.

 

Diagnose

Wie bei kaum einer anderen Krebsart ist es bei Hautkrebs entscheidend für die Prognose, wie früh der Tumor entdeckt und behandelt wird. Wenn Sie eine auffällige Hautstelle an sich entdecken, sollten Sie diese deshalb vom Hautarzt abklären lassen. Er kann feststellen, ob es sich tatsächlich um Hautkrebs handelt. Nach einer Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) führt der Arzt / die Ärztin eine Untersuchung der auffälligen Hautstelle mit einem Auflichtmikroskop durch. Bei Verdacht wird die Veränderung entweder komplett entfernt oder in Einzelfällen eine Probe entnommen. Durch eine histopathologische Untersuchung kann festgestellt werden, ob es sich um Krebs handelt.

 

Therapie

Die Therapie hängt von der Hautkrebs-Form und dem Tumorstadium ab. Standardmethode für alle Hautkrebsarten ist die Operation. Bei weißem Hautkrebs können zudem die Lasertherapie, lokal immunmodulierende Cremes, photodynamische Therapie oder Kryotherapie angewandt werden. Bei schwarzem Hautkrebs können systemische Therapien (Immuntherapie & zielgerichtete Medikamente), die Elektro-Chemotherapie und die Strahlentherapie zum Einsatz kommen. OA Dr. Helmut Kehrer erklärt im Video die einzelnen Therapieformen für schwarzen Hautkrebs und ihre möglichen Nebenwirkungen.  

Therapie des schwarzen Hautkrebs

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OA Dr. Helmut Kehrer, Leiter der dermato-onkologischen Ambulanz der Abteilung für Dermatologie im Ordensklinikum Linz Elisabethinen gibt in dem Vortrag einen Überblick über die verschiedenen, am häufigsten verwendeten Behandlungsmethoden.

9:32 Systemische Therapien: Immuntherapie & Zielgerichtete Therapie
14:00 Nebenwirkungen Immuntherapie
19:30 Therapiemöglichkeiten Immuntherapie
22:00 Zielgerichtete Therapie
25:45 Nebenwirkungen Zielgerichtete Therapie
31:00 Lokale Immuntherapie T-Vec
33:15 Nebenwirkungen T-Vec
34:10 Elektrochemotherapie
37:45 Nebenwirkungen Elektrochemotherapie
39:10 Strahlentherapie
41:04 Zusammenfassung