Beckenboden Zentrum

Barmherzige Schwestern

Inkontinenz - unfreiwilliger Harnverlust

Unfreiwilliger Harnverlust („Harninkontinenz“) ist ein sehr weit verbreitetes Leiden. Wahrscheinlich sind jede vierte Frau und jeder zehnte Mann im Laufe ihres Lebens von diesem Problem betroffen.  In Österreich sind ca. 500 000 Frauen betroffen. Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, an unfreiwilligem Harnverlust, im Volksmund oft auch als „Blasenschwäche“ bezeichnet, zu leiden.

Ab dem 40 Lebensjahr nimmt die Häufigkeit kont. zu, ca. 40 % sind ab dem 70 LJ betroffen.

Inkontinenz ist KEINE natürliche Folge des Älterwerdens.

Die Ursachen von unfreiwilligem Harnabgang sind vielfältig, viele davon lassen sich beheben. Inkontinenz ist auch häufig eine Begleiterscheinung von Erkrankungen wie DM (Zuckerkrankheit), Herzmuskelschwäche, Niereninsuffizienz oder eine überaktive Blase.

Häufige Folgen von Inkontinenz sind Depressionen, Stimmungsschwankungen, Tagesmüdigkeit und Konzentrationsschwäche (v.a. bei gehäuftem nächtlichem Harndrang)

Oft aber schämen sich die Betroffenen und verheimlichen ihr Problem nicht nur vor ihren Partnern, sondern auch vor dem Arzt. Sie haben Angst, dass jemand ihr Problem bemerkt, dass jemand etwas riecht. Dies führt häufig zu einem Rückzug in die eigenen vier Wände und somit langfristig zur sozialen Isolation.