Blasenkrebs

Schwerpunkt Niere, Blase, Prostata

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Prim. Dr. Wolfgang Loidl
Abteilungsvorstand Urologie
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OA Dr. Johannes Buchegger FEBU

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Blasenkrebs

Das Karzinom der Blase betrifft in erster Linie Raucher und Berufsgruppen, die viel mit Farben, Lacken und anderen tumorfördernden Substanzen zu tun haben. Aber auch chronische entzündliche Reize, bspw. langjährige Dauerkatheterträger laufen Gefahr eines Blasenkarzinom zu entwickeln. Es entsteht aus der innersten Gewebsschicht, die unseren Harntrakt auskleidet, dem Urothel. Darum heißen diese Karzinome Urothelkarzinome.

Symptome

Das Leitsymptom der Blasenkarzinome ist das schmerzlose Blut im Harn. Also keinerlei Symptomatik im Sinne von Schmerzen, Brennen, Fieber oder sonstigen Veränderungen beim Harnlassen. Auch die Einnahme von blutgerinnungshemmenden Präparaten (Thrombo ASS, Marcoumar, Sintrom, Clopidogrel, Lovenox, Xarelto, etc.) kann Blut im Harn verursachen. Der Grund kann auch in diesen Fällen ein Urothelkarzinom sein.

Diagnostik

Ob nun sichtbares Blut oder nur Blut im Streifentest gesehen bzw. nachgewiesen wurde ist nicht relevant. Es muss auf jeden Fall eine Abklärung erfolgen. Diese besteht aus der Spiegelung der Harnblase durch die Urologie und einer Darstellung des harnableitenden Systems mit Kontrastmittel auf der Radiologie. Die Abnahme einer Spülflüssigkeit und Begutachtung durch die Pathologie kann bei der Entscheidungsfindung behilflich sein.

Therapie

Die Therapie der Wahl ist das operative Abtragen der Blasentumore durch ein Endoskop über die Harnröhre. Ist der Krebs sehr weit fortgeschritten, kann eine Entfernung der Blase notwendig werden. In den meisten Fällen ist jedoch eine Abtragung, falls notwendig mit anschließenden Rollkuren, ausreichend. Eine spezielle Methode zur besseren Begutachtung während der Operation ist die photodynamische Diagnostik (PDD) mit deren Hilfe ca. 25% mehr an flachen Krebsformen erkannt werden.

Ist auch hier die Operation nicht ausreichend, bzw. zeigt der Krebs bereits Ableger in anderen Organen, so ist eine systemische (im gesamten Körper wirksame) Therapie erforderlich. Hier kommen neben der herkömmlichen Chemotherapie auch ganz neue Medikamente zum Einsatz. Die Immuntherapie hält auch hier Einzug – mit tlw. sehr gutem Erfolg. Zahlreiche neue Medikamente stehen unserer Abteilung durch Studienteilnahme auf diesem Gebiet zur Verfügung. Auch bei Onkoboards und anderen Besprechungen sind Studienärzte und unsere Studienassistenten vor Ort.