Lunge

Spitzenmedizinischer Schwerpunkt

Schlafapnoe

Obstruktives Schlafapnoesyndrom

 

Erkrankungsbild

Die obstruktive Schlafapnoe gehört in die Gruppe der schlafbezogenen Atemstörung, zu denen auch die zentrale Schlafapnoe und schlafbezogene Hypopnoe (flaches Atmen) gehören. Obstruktive Schlafapnoen sind häufig und kommen bei Männern zwei bis dreimal so häufig vor wie bei Frauen. In vielen Fällen sind die Patienten mit OSA stark übergewichtig, haben einen kurzen Hals und ein Doppelkinn. Die obstruktive Schlafapnoe entsteht im Schlaf durch Verlust der Muskelspannung der den Schlund erweiternden Muskelgruppen. Dies führt zur Einengung oder zum Verschluss des Schlundes in Höhe der Zunge und darunter.


Symptome

Die Kardinalsymptome sind exzessive Tagesmüdigkeit - d.h. ungewolltes Einschlafen besonders bei monotonen Tätigkeiten, wie Autofahren auf Autobahnen - und sehr lautes explosionsartiges Schnarchen, welches am Ende eines Atemstillstandes auftritt und die Schlafqualität des Bettpartners stark beeinträchtigt.  Weitere Hinweise auf OSA sind Unkonzentriertheit, depressive Verstimmung und morgendlicher Kopfschmer. Obstruktive Schlafapnoe zusammen mit den Symptomen werden als obstruktives Schlafapnoesyndrom (OSAS) bezeichnet. Das OSAS ist mit vielen zusätzlichen Erkrankungen vergesellschaftet, wobei Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Diabetes mellitus II und Schlaganfälle am häufigsten vorkommen und  die Lebensqualität des Betroffenen stark beeinträchtigen.


Diagnose

Der Verdacht eines OSAS wird bei Lungenfachärzten oder auch HNO-Fachärzten weiter abgeklärt, die endgültige Diagnose wird im Schlaflabor gestellt.


Therapie

Bei der Behandlung wird die Veränderung bestimmter Verhaltensweisen, wie Gewichtsreduktion, Vermeidung abendlichen Alkoholkonsums, sowie das Trainieren einer bestimmten Schlafseitenposition (da in dieser Schlafposition weniger Atemstillstände auftreten) angestrebt.


 

Chirurgische Eingriffe am weichen Gaumen oder Operationen des gesamten Gesichtsschädels müssen sehr genau überlegt und mit Experten abgesprochen werden. Die beste und am häufigsten verordnete Therapie ist der nasale CPAP (continuous airway pressure). Hier wird über eine Nasenmaske ein positiver Druck in den Schlund eingebracht der einen Kollaps der oberen Atemwege verhindert.

Diese rein mechanische Therapie, die im Schlaflabor erfolgen sollte, wirkt innerhalb weniger Tage, oft schon nach der Einstellungsnacht. Die Kosten werden von den Versicherungen übernommen, wobei die  Compliance (Anwendungshäufigkeit in Stunden / Nacht) überprüft wird. Diese sollte täglich über vier Stunden dauern.

 

 

> > Kontakt Elisabethinen


> > Kontakt Thorax-Zentrum Elisabethinen

Ihr Ansprechpartner:

Prim. Dr. Josef Bolitschek, Pneumologie
Prim. Dr. Josef Bolitschek
Abteilungsleitung
Tel: +43 732 7676 - 4203
Fax: +43 732 7676 - 4206