Lunge

Spitzenmedizinischer Schwerpunkt

Lungenembolie

Tiefe Venenthrombose


Erkrankungsbild

Bei der Lungenembolie handelt es sich um eine partielle oder vollständige Verlegung der Lungenarterien durch eingeschwemmte Blutgerinnsel aus der peripheren venösen Strombahn der Becken-Bein-Venen.


Symptome

Die häufigsten Symptome einer Lungenembolie sind Dyspnoe (Atemnot) mit plötzlichen Beginn, sowie Brustschmerzen und in manchen Fällen auch Hämoptysen (Bluthusten). Der physikalische Befund an der Lunge ist charakteristischerweise ohne Auffälligkeiten.


Diagnose

Zur Basisdiagnostik zählt laborchemisch der D-Dimer-Wert als Gerinnungsparameter. Bei Erhöhung dieses Werts wird zur weiteren Abklärung eine Spiral-Computertomographie der Lungenarterien (Pulmonalis-CT) gemacht. Bei erhöhten Nierenfunktionsparametern oder einer Kontrastmittelallergie wird alternativ eine Lungenszintigraphie durchgeführt um die Diagnose zu sichern. Mit Hilfe bildgebender Verfahren (Ultraschall der Bein-/Beckenvenen) kann bei vielen Patienten die ursächliche Thrombose lokalisiert und eine entsprechende Therapie eingeleitet werden. Wenn bei hämodynamisch instabilen Patienten der Verdacht auf eine akute Lungenembolie vorliegt, ermöglicht eine transthorakale Echokardiographie die Abklärung in Hinblick auf Rechtsherzbelastung und die Einleitung weiterer akuter Therapiemaßnahmen, wie eine systemische Thrombolyse zum Auflösen der Blutgerinnsel.


Therapie

Prinzipiell steht für die Akuttherapie der Lungenembolie einerseits die alleinige Blutverdünnung (Antikoagulation), andererseits die rekanalisierenden Verfahren zur Verfügung. Als rekanalisierende Maßnahmen kommen die systemische Thrombolyse und mechanische Verfahren in Betracht. Bei Patienten mit Lungenembolie liegt in 90% der Fälle gleichzeitig eine Bein- und / oder Beckenvenenthrombose vor. Sobald die mit der Lungenembolie einhergehende akute Gefährdung des Patienten überwunden ist, sollte eine Untersuchung des peripheren Venensystems erfolgen. Die Indikation zu Notwendigkeit und Dauer einer Kompressionstherapie ergibt sich aus dem Thrombosebefund an den Beinvenen.

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OÄ Dr. Julia Kerle-Scharmüller, Pneumologie
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