Frauengesundheit

Spitzenmedizinischer Schwerpunkt

Harninkontinenz

Unfreiwilliger Harnverlust („Harninkontinenz“) ist ein weit verbreitetes Leiden. Wahrscheinlich sind jede vierte Frau und jeder zehnte Mann im Laufe ihres Lebens von diesem Problem betroffen. Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, an unfreiwilligem Harnverlust, im Volksmund oft auch als „Blasenschwäche“ bezeichnet, zu leiden.

Symptome

Es gibt zwei Typen von Harninkontenz: die Dranginkontinenz und Belastungsinkontinenz. Die Dranginkontinenz ist durch plötzlich auftretenden, sehr starken, nicht beherrschbaren Harndrang mit anschließendem unwillkürlichen Harnabgang charakterisiert. Diese Form der Inkontinenz resultiert aus einer Überaktivität oder aus einer zu großen Empfindlichkeit der Harnblase. Bei der Belastungsinkontinenz kommt es nach Belastungen – wie Druck im Bauchraum – zu unwillkürlichem Urinabgang. Auslöser dafür sind Heben schwerer Gegenstände aber auch Lachen, Husten oder Niesen. Dabei kann der Urin tröpfeln oder im Strahl abgehen.

Diagnose

Im Rahmen der Diagnostik wird abgeklärt, an welcher Form der Harninkontinenz die Patientin leidet, welche Faktoren die Erkrankung möglicherweise beeinflussen und welche Therapie sich anschließen kann. Die urodynamische Untersuchung ist eine Untersuchung bei der die Druckverhältnisse in der Harnblase und Harnröhre evaluiert werden. Dazu wird die Harnblase mittels Katheter aufgefüllt, Sie werden anschließend aufgefordert, mehrmals zu husten. Zuletzt erfolgt die Entleerung der Harnblase unter apparativen Bedingungen. Die Untersuchung dauert insgesamt etwa 15 bis 20 Minuten und ist nicht schmerzhaft.

Unwillkürlicher Harnverlust kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen.
Unwillkürlicher Harnverlust kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen.

Therapie

Es gibt keine pauschalen Therapieempfehlungen bei Inkontinenz. Die Behandlung muss individuell angepasst werden – an die Ursache, die Art und das Ausmaß der Beschwerden, aber auch an die jeweilige Lebenssituation. Der Arzt sollte über die möglichen Vor- und Nachteile der infrage kommenden Behandlungsmöglichkeiten informieren. Bevor ein operativer Eingriff in Erwägung gezogen wird, sollten alle nicht-operativen Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft sein.

 

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