Bauch

Spitzenmedizinischer Schwerpunkt

Polypen, Malignome

Darmpolypen sind gutartige Geschwülste der Schleimhaut, im Laufe der Zeit (10-20 Jahre) besteht aber die Möglichkeit, dass daraus Darmkrebs entsteht. In Österreich erkranken jährlich ca. 5.000 Menschen an Darmkrebs, ca. 2.000 sterben daran. Bei Vorsorge-Coloskopien finden wir bei jedem dritten bis vierten Erwachsenen Polypen.  Darmkrebs ist etwa zur Hälfte erblich, zur anderen Hälfte ernährungsbedingt. Ballaststoffe scheinen vorbeugend günstig zu sein.

SYMPTOME

Polypen und frühe Krebsstadien sind häufig symptomfrei, manchmal machen sie sich durch sichtbares oder verstecktes Blut im Stuhl schon bemerkbar. Große Polypen werden zu einem Hindernis für die Verdauung. Dann ändern sich die Stuhlgewohnheiten, es kann zu Verstopfung, Durchfall und Bauchschmerzen kommen. Im schlimmsten Fall kommt es zum Darmverschluss.

DIAGNOSE

Die Diagnose wird häufig im Zuge einer Vorsorgeuntersuchung (Coloskopie) gestellt. Als Ersatz für die Coloskopie kann ein CT dienen (CT-Colographie oder virtuelle Coloskopie)

THERAPIE

Die Standardtherapie des Polypen ist die Entfernung mit der Schlinge im Zuge einer Coloskopie. Regelmäßige endoskopische Nachuntersuchungen lassen später an anderer Stelle entstehende Polypen rechtzeitig erkennen.  Frühe Karzinomstadien können ebenfalls endoskopisch entfernt werden, weiter fortgeschrittene Tumore werden operiert.

VORSORGE

Durch Vorsorgeuntersuchungen (Coloskopie) können Polypen rechtzeitig erkannt und entfernt werden. Somit sinkt auch das Darmkrebsrisiko.

Ansprechpartner

OA Dr. Ulrike Enkner, Chirurgie
OÄ Dr.in Ulrike Enkner
Stv. Standortleiterin