Bauch

Spitzenmedizinischer Schwerpunkt

Hämorrhoiden

Hämorrhoiden sind Schwellkörper, die unter der Darmschleimhaut eines jeden von uns liegen und mit dem Schließmuskel gemeinsam die Funktion des Darmausgangs kontrollieren. Spricht man üblicherweise von Hämorrhoiden, so meint man vergrößerte bzw. tiefer getretene Hämorrhoiden. Ein wesentlicher Faktor bei der Entstehung von Hämorrhoiden ist das Stuhlverhalten. Das Zurückhalten oder Erzwingen des Stuhles, sowie das Nachpressen fördert die Erweiterung der Hämorrhoidalpolster. Hämorrhoiden werden in vier Schweregrade eingeteilt (von einer einfachen Vergrößerung des Schwellkörpers bis hin zu einem dauerhaften Vorfall der Hämorrhoiden, die sich nicht mehr in den After zurückdrücken lassen). Die Beschwerden sind vielfältig: anale Blutungen, Juckreiz und Nässen.
Beinahe jeder Zweite im Alter über dreißig Jahre hat zumindest einmal in seinem Leben mit Hämorrhoiden zu tun.

Im Anfangsstudium können folgende Tipps eine Beschwerdezunahme verhindern:

  • Ballaststoffreiche Ernährung
  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr (mindestens zwei Liter täglich)
  • Körperliche Bewegung
     

Lokale Behandlungen mit Cremes, Salben und Zäpfchen lindern Schmerzen, können jedoch nicht heilen. Es besteht die Möglichkeit, vergrößerte Knoten mittels Gummiband zu behandeln (Gummibandligatur) oder mit einem Medikament zu unterspritzen (Sklerosierung). Diese Behandlungen können nach Terminvereinbarung in unserer proktologischen Ambulanz durchgeführt werden.
Bei einem fortgeschrittenen Hämorrhoidalleiden hilft endgültig nur eine operative Sanierung mittels spezieller, moderner Operationstechniken, die schonend sind und keine sichtbaren Narben hinterlassen. Während des kurzen stationären Aufenthaltes wird der Wundschmerz durch Schmerzmittel gut behandelt und die Kontrolle des ersten Stuhlganges durchgeführt. Der Patient ist nach kurzer Zeit wieder gesund

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