Bauch

Spitzenmedizinischer Schwerpunkt

Bauchspeicheldrüsenzysten

Die Bedeutung von Bauchspeicheldrüsenzysten nimmt in der letzten Zeit zu. Es werden Pseudozysten, die nach einer Pankreatitis entstehen können von tumorös-zystischen Veränderungen abgegrenzt. Letztere können im Laufe der Zeit zu einer bösartigen Erkrankung entarten, daher ist die weitere Abklärung beim Vorliegen einer Bauchspeicheldrüsenzyste dringend notwendig. Anhand der entsprechenden Befunde wird dann das weitere Prozedere für den Patienten - Operation oder Observanz - gestellt.

Symptome

Patienten mit einer Bauchspeicheldrüsenentzündung berichten von gürtelförmigen Oberbauchschmerzen und Druckschmerzen unterhalb des Brustbeins, so dass diese oft mit Magenschmerzen verwechselt werden. Übelkeit, Erbrechen, Fieber und schweres Krankheitsgefühl können ebenfalls dazukommen. Die Gefahr bei der akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung besteht in der  Selbstverdauung der Bauchspeicheldrüse, was tödlich sein kann. Bei der chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung sterben die Zellen der Bauchspeicheldrüse langsam ab, so dass eine Funktionseinschränkung und schließlich ein Funktionsverlust der Bauchspeicheldrüse und somit der Blutzuckerregulation folgen kann. Die Zuckererkrankung, der so genannte Diabetes mellitus Typ II entsteht.

Diagnose

Für die Diagnose der akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung ist es neben der Anamnese mit dem Patienten die Blutuntersuchung und die Durchführung einer Computertomographie, die die Diagnose ergeben. Die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung fällt häufig erst durch das erstmalige Auftreten einer Blutzuckererkrankung, dem Diabetes auf. Dabei sieht man in der durchgeführten Computertomographie, die wir hier im zertifizierten Bauchspeicheldrüsenzentrum im Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern (www.bauchspeicheldruesenzentrum.at) durchführen, oft eine geschrumpfte Bauchspeicheldrüse, die Kalkeinlagerungen aufweisen kann. 

Therapie

Die Therapie der Pankreatitis besteht in erster Linie aus einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr sowie Schmerzmittelgabe und zum anderen natürlich in der Vermeidung der zu der Entzündung geführten Noxen. Ist die Bauchspeicheldrüsenentzündung hoch-akut, dürfen die Patienten keine Nahrung zu sich nehmen. Eine Operation kommt nur in den seltensten Fällen  in Frage.

Bauchspeicheldrüse

Ansprechpartner

Prim. Univ. Prof. Dr. Reinhold Függer
Prim. Univ.-Prof. Dr. Reinhold Függer