Radiologie

Barmherzige Schwestern

Prostata-Arterien-Embolisation (PAE)

Erstkontakt: Urologie Tel. 0732/7676-4600 (Frau Leutgeb-Ebner Johanna)

Als Kooperationsprojekt der Abteilungen Urologie und Radiologie wurde erstmals  diese neue Behandlungsmethode bei gutartiger Prostatavergrößerung (BPH= Benigne Prostata Hyperplasie) durchgeführt.

Die benigne Prostatahyperplasie (BPH) ist eine der häufigsten Erkrankungen des Mannes. Ab einem Alter von 60 Jahren leidet jeder zweite darunter. Dabei kommt es zu einer gutartigen Vergrößerung der Prostata, die zu Beschwerden beim Wasserlassen führt. Häufiger Harndrang, Blasenentleerungsstörungen und Entzündungen können die Folgen sein. Die Erkrankung wird zunächst mit Medikamenten behandelt. Sollte die Therapie ohne Erfolg oder nicht mehr ausreichend sein, wird in der Regel eine operative Ausschälung der Prostata durchgeführt.

Ein neues, zum operativen Ausschälen alternatives Verfahren stellt die Prostata-Arterien-Embolisation dar, die im Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern durch Herrn Prim. Dr. Manfred Gschwendtner, Vorstand der Abteilung für bildgebende Diagnostik und Interventionelle Radiologie in Zusammenarbeit mit der Urologie (Vorstand Prim. Dr. Wolfgang Loidl) durchgeführt wird.

Hierbei wird nach örtlicher Betäubung über eine Leistenarterie ein sehr dünner Katheter mit einem Durchmesser von unter 1mm in die Arterie der Prostata eingeführt, die die Prostata mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Mittels winziger Kügelchen (Durchmesser etwa 400-500 µm) werden die kleinen Äste dieser Arterie dauerhaft verschlossen, was ein Schrumpfen der Prostatazellen zur Folge hat.

Nähere Informationen zum Verfahren.