Nuklearmedizin

Barmherzige Schwestern

Osteoporose

Beim gesunden Menschen stehen Knochenaufbau und Knochenabbau in einem harmonischen Gleichgewicht. Zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr erreicht jeder Mensch sein persönliches Maximum an Knochendichte, seine "peak bone mass".

Danach nimmt die Knochendichte kontinuierlich ab, das heißt  ein langsamer Knochenschwund ab dem 35. Lebensjahr  ist eine normale, also physiologische Erscheinung.

Je höher die in der Jugend erwor-bene Knochendichte ist, desto ger-inger ist das Risiko, im Alter osteo-porotisch bedingte Knochenbrüche (Frakturen) zu erleiden.


Die Osteoporose (Knochenschwund) ist eine der häufigsten Stoffwechsel-erkrankungen des Knochens. Durch vermehrten Knochenabbau kommt es zu einem Substanzverlust, der den Knochen schwächt. Dieser wird im Vergleich zum gesunden Knochen weniger belastbar und daher auch anfälliger für Brüche.
Die Erkrankung betrifft überwiegend Frauen nach der Menopause, beginnt meist unbemerkt  und wird oft erst nach unerwarteten (spontanen) Knochen-brüchen entdeckt.
Häufig wird die Erkrankung erst in diesem späten Stadium entdeckt.

Vitale Frau

Osteoporose

Osteoporose bedingte (atraumatische) Frakturen treten bevorzugt an den Wirbelkörpern und am Oberschenkel-hals auf und werden oft durch soge-nannte Bagatelltraumata ausgelöst.

Starke Schmerzen und eingeschränkte Beweglichkeit sind die Folge.

 In Österreich erleiden pro Jahr rund 14.000 Patienten eine Hüftfraktur.

 Äußerliche Veränderungen werden erst im fortgeschrittenen Stadium einer Osteoporose sichtbar, die Patienten bekommen einen Rundrücken und die Körpergröße nimmt ab.

Rund 20 % aller Frauen haben als Spätfolge der Osteoporose Wirbelkörperfrakturen.
    

Da die Abnahme der Knochendichte bis zum Einbruch eines Knochens meist unbemerkt verläuft, ist es extrem wichtig im Rahmen von Vorsorgeunter-suchungen die Erkrankung frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu behandeln.
  
Gerade in den letzten Jahren haben sich die therapeutischen Möglich-keiten stark verbessert und es stehten eine Palette von hochwirksamen Medikamenten zur Verfügung. Diese Medikamente können entweder den vermehrten Knochenabbau stoppen oder sogar neuen Knochen aufbauen.

 Die Untersuchung wird im Liegen durchgeführt, ist völlig schmerzfrei und die Strahlenbelastung ist äußerst gering.
 

Nach Vorliegen sämtlicher Befunde wird eine Behandlungsempfehlung, eine Verlaufskontrolle und ein individueller Therapievorschlag gemeinsam mit dem Patienten erarbeitet. Wenn es erforderlich ist führen wir zur weiteren Abklärung und zum Ausschluss einer sekundären Osteoporose eine Blutab-nahme durch.


Derzeit werden an unserer Osteoporoseambulanz ca. 2000 Untersuchung pro Jahr durchgeführt.

Osteoporose Detailansicht