Am Puls 2018

Neues aus Medizin und Forschung

Schwerpunkt Bewegung

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Niedergelassene Physiotherapeuten betreuen Krebspatienten

Sport wirkt wie ein Medikament

Immer mehr Studien belegen die Wirksamkeit regelmäßiger sportlicher Betätigung. Der protektive Wert ist zum Beispiel in der Rezidivprophylaxe von Brustkrebs und Colonkarzinom bewiesen. „Neueste Untersuchungen zeigen, dass zielgerichtete Bewegung in der Akutphase während der Therapie in vielen Fällen die Lebensqualität verbessern kann“, sagt Primaria Daniela Gattringer, Vorstand des Instituts für Physikalische Medizin und Rehabilitation im Ordensklinikum Linz, Barmherzige Schwestern und ärztliche Direktorin des Vinzenz Ambulatoriums, an dem die erste ambulante onkologische Rehabilitation in OÖ angeboten wird.

Mit der zunehmenden Etablierung der Nachbetreuung von Krebspatienten im niedergelassenen Bereich, steigt auch der Bedarf an selbständigen Physiotherapeuten, die diese Arbeit in hoher Qualität übernehmen. „Da die Therapeuten vielfach eine Hemmschwelle haben mit Krebspatienten zu arbeiten, sind sie über die Möglichkeit der mehrmonatigen Fortbildung, die in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband ‚Physio Austria‘ stattfindet, dankbar“, sagt die Primaria. In einer berufsbegleitenden Weiterbildung lernen Physiotherapeuten neben allgemeinen Inhalten wie Krebsentstehung, Nebenwirkungsmanagement onkologischer Therapien vor allem Spezialthemen wie den Umgang mit Tumorschmerzen, das Vorgehen bei Knochenmetastasen und Polyneuropathie kennen, dabei wird auf zahlreiche Beispiele aus der Praxis Bezug genommen. Einen weiteren Schwerpunkt nimmt die Gesprächsführung mit onkologischen Patienten im therapeutischen Setting ein.
 

Breites Therapiespektrum, verständnisvoller Umgang

Therapeutische Maßnahmen wie funktionelles Beckenboden- und Kontinenztraining bei Prostatakrebs und Manuelle Lymphdrainage für Brustkrebspatientinnen sind Beispiele, die gelehrt werden. Ein Einblick in den vernünftigen Umgang mit Komplementärmedizin sowie ein Einblick in Palliativ Care runden den Lehrgang ab.
 

Onkologische Nachsorgetherapie

 

Info zur Krebsakademie-Fortbildung für Physiotherapeuten unter 0 732/7677-6885, E-Mail:  veranstaltungen.bhs@ordensklinikum.at

 

 

>> Liste der Onkologischen Nachsorgetherapeuten

Hüftendoprothetik - Grosse Patientenzufriedenheit mit Optimys Kurzschaft

Vorteile des Kurzschaftmodells

Langzeitstudien wiesen die sehr überzeugenden Standzeiten des klassischen Geradschaftes vielfach nach, doch diese Fixationstechnik ist mit designbedingten Nachteilen vergesellschaftet. Manche dieser mit dem distal verankerten Geradschaft verbundenen Komplikationen sind durch die notwendige Operationstechnik mit Ablösung der Muskulatur (z.B. Glutealinsuffizienz und Trochanterfraktur), andere durch die biomechanische Krafteinleitung ins Femur (zum Beispiel „stressshielding“ mit mehr oder weniger Knochenrarifizierung) bedingt.
Auch führt das Präparieren des Femurschaftes für eine diaphysär verankerte Prothese oftmals zu einer doch deutlichen Schwächung des Trochanter major, welche bis hin zur Trochanterfraktur gehen kann.
Durch den Umstieg auf dieses Kurzschaftmodell, können wir viele dieser Problemfelder effizient vermeiden. Im Rahmen der Einführung des Optimys Schaftes an unserer Abteilung haben wir auch an einer internationalen Multicenterstudie teilgenommen. Die sehr guten Daten dieser Studie haben unsere eigene klinische Erfahrung insofern bestätigt, dass durch die Kombination aus knochensparender Implantation, physiologischer Krafteinleitung und geringem Gewebstrauma ein sehr hohes Level der Patientenzufriedenheit erreichbar ist.
Wir konnten in einer eigenen, aktuell durchgeführten prospektiven Studie außerdem nachweisen, dass durch die metaphysäre Integration des Optimys der Knochenschwund im proximalem Femur kaum mehr stattfindet. In Anbetracht des immer jüngeren Patientengutes stellt dies für eventuell notwendige Revisionseingriffe eine deutliche Verbesserung dar.

Die Kombination aus minimal invasiver Implantationstechnik und physiologischer Rekonstruktion der Hüftanatomie ermöglicht den Patienten eine wesentlich schnellere Rekonvaleszenz und in weiterer Folge ein sehr hohes Aktivitätslevel.

Kurzschaft

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Pionierleistung in der Endoprothetik - Kunstgelenk aus dem 3-D Drucker

Der Weg zum 3-D Gelenk