Rückblick Veranstaltungen

ONKOLOGIE FÜR DIE PRAXIS 12.-13.10.2018

Guten Tag, ich will mein Leben zurück:
Junge Erwachsene und der Krebs

Zwischen 18 und 39 Jahren haben wir für gewöhnlich anderes im Kopf, als uns um Krankheiten zu kümmern. Die Liebe fürs Leben finden, sich in der Berufswelt etablieren, die erste eigene Wohnung beziehen. Doch was geschieht, wenn eine Krebserkrankung unsere Pläne durchkreuzt? Die Diagnose Krebs rüttelt viel durcheinander. Die schon generell für junge Menschen recht diffuse Zukunft wird noch unklarer – eine körperliche, seelische und soziale Ausnahmesituation, in der es professioneller Unterstützung bedarf. Wie Experten, die tagtäglich mit diesen Patienten im Kontakt stehen, helfen können, war Thema beim interprofessionellen Kongress „Onkologie für die Praxis – Junge Erwachsene mit Krebs“, der über 200 Besucher in den Ursulinenhof lockte.

 

KREBS IM JUNGEN ERWACHSENENALTER

Krebserkrankungen im Alter von 18 bis 39 Jahren sind gar nicht so selten wie häufig angenommen. Zahlen dazu lieferte Univ.-Doz. Dr. Ansgar Weltermann, Leiter des Zentrums für Tumorerkrankungen am Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern: „Jährlich erhalten 1.500 junge Erwachsene in Österreich die Diagnose Krebs.“ Bei jungen Frauen sind Brustkrebs, Schilddrüsenkrebs und das Melanom die häufigsten Krebsarten, die Männer in dieser Altersklasse erkranken primär an Hodenkrebs, Melanom und Hirntumoren. Statistisch gesehen besteht im Alter von 15 bis 44 Jahren eine etwa 80 prozentige Heilungschance, so Doz. Weltermann.

FÄ Dr. Tatjana Weiss von der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern ging in ihrem Vortrag auf das Thema Sexualität und Kinderwunsch bei krebskranken Frauen ein. „In Abhängigkeit von der Chemotherapie sinkt die Chance auf eine erfolgreiche Schwangerschaft nach Beendigung der Krebstherapie. Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, die Chance zu verbessern. Beispielsweise können unbefruchtete als auch befruchtete Eizellen gewonnen und für eine spätere Schwangerschaft eingefroren werden“, erklärte die Expertin.

Das gleiche Thema aus der Sicht der Männergesundheit behandelte OA Dr. Johannes Buchegger FEBU, stellvertretender Leiter des Prostatazentrums im Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern. Bei Hodenkrebs kann im frühen Krankheitsstadium auf „Active Surveillance“ gesetzt werden: „Nach der Operation wird auf eine Chemotherapie primär verzichtet, dafür erfolgt eine Überwachung in kürzeren Abständen. Falls es zu einem Rückfall kommt, ist dann jedoch eine intensivere Chemotherapie notwendig“, erklärt Dr. Buchegger. „Patienten, die einen Hodentumor haben oder eine Chemotherapie bekommen, können einen Hormonmangel entwickeln. Es gibt Möglichkeiten, diesen zu behandeln. Deshalb ist es wichtig, auf diesen Symptomenkomplex aufmerksam zu machen“, schilderte Dr. Buchegger. „Man muss sich überlegen: Wie ist die sexuelle Funktion des Patienten, wie ist die Libido, wie ist die Muskel- und Knochenkomponente?“ Dr. Buchegger empfiehlt, Langzeitüberleber aktiv auf etwaige Probleme mit der Sexualität anzusprechen.

Eng damit verbunden waren die Ausführungen von Martina Signer, DGKP, die die Sexualberatungsangebote für junge Krebspatienten am Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern vorstellte. „Sexuelle Gesundheit ist untrennbar mit unserer Gesundheit verbunden“, betonte sie. Während am Anfang einer Krebserkrankung die Therapie im Vordergrund stehe, ändere sich bei fortschreitender Behandlung das Gleichgewicht zugunsten der „Luxusfunktion“ Sexualität. „Es ist unglaublich wie viele Menschen nach einer Tumorbehandlung eine Scheu haben, ihren Körper zu berühren“, gab Signer zu bedenken. Bei einigen Krebsarten gelte es auch „Abschied zu nehmen von gewohnten Formen der sexuellen Begegnung“.

Eine besonders schwierige Situation ist eine Krebsdiagnose während einer Schwangerschaft. Zu diesem Thema sprach OÄ Dr. Sigrid Machherndl-Spandl von der Internen 1 des Ordensklinikums Linz Elisabethinen, die betonte, das Brustkrebs die häufigste Krebsart in dieser Phase ist. Seit 2005 hat sich zunehmend durchgesetzt, dass unter gewissen Voraussetzungen eine Chemotherapie während einer Schwangerschaft durchführbar ist. Studien zeigten, dass bei den Kindern keine Missbildungen festgestellt wurden. Die Zahl der Lebendgeburten sei inzwischen auf 88% angestiegen, Abbrüche, Aborte und Frühgeburten sind hingegen rückläufig. „Im ersten Schwangerschaftsdrittel sollte generell keine Chemotherapie durchgeführt werden, da hier die sensible Organentwicklungsphase stattfindet. Im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel kann man die Chemotherapie oftmals in der üblichen Dosis verabreichen“, so Dr. Machherndl-Spandl. Auch eine Strahlentherapie sei mit exakter Abschirmung möglich. Die letzte Chemotherapie sollte spätestens drei Wochen vor der Entbindung verabreicht werden. „Eine vorzeitige Beendigung der Schwangerschaft verschlechtert sogar die Prognose für das Kind“, bemerkte sie. Zudem gäbe es Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Gestationszeit und Intelligenzentwicklung. Erfahrungen zu neuen Medikamenten wie Antikörper oder Tyrosinkinaseinhibitoren gibt es nicht und von einer entsprechenden Therapie wird abgeraten.
 

LEBEN MIT UND NACH EINER KREBSERKRANKUNG

 Junge Krebspatienten in Spital und Ordination optimal betreuen – Prim. Dr. Ernst Rechberger, Leiter der Inneren Abteilung der Barmherzigen Schwestern Ried, erörterte u.a. die Bedeutung des Lebensstils bei der Nachsorge. „Rauchen ist bei Krebsüberlebenden wesentlich häufiger als in der Normalpopulation.“ Aber auch Alkoholkonsum, mangelnder Sport und Übergewicht sind weit verbreitet und sollten vom Hausarzt angesprochen werden. „Infekte während einer Chemotherapie sind üblicherweise ein Notfall und bedürfen einer sofortigen Therapie an der betreuenden Fachabteilung.“ MR Dr. Wolfgang Wiesmayr, Arzt für Allgemein- und Palliativmedizin, sprach von einer Krebserkrankung bei jungen Erwachsenen pro Jahr und Hausarztpraxis. Er regte seine Kollegen dazu an, in Absprache mit dem Krankenhaus auch „komplementäre Stränge anzubieten, damit die Behandlung nicht in einem alternativen Setting endet.“ Insgesamt sieht der einzelne Allgemeinmediziner glücklicherweise nur wenig Patienten in seiner Praxis, so dass die Vernetzung mit den onkologischen Fachexperten umso wichtiger ist.

Eine Situation, die beim medizinischen Personal besonders viel Fingerspitzengefühl erfordert, sind die Bedürfnisse junger Krebspatienten in palliativen Lebenssituationen. MR OA Dr. Franz Reiner sprach hier besonders mit Hinblick auf junge Eltern und beschrieb die „Palliativ Care“ als „eine Haltung, die die Bedürfnisse des Menschen wahrnimmt, aber auch auf dessen Ressourcen hinschaut.“ Dabei gelte es von Mensch zu Mensch abzuwägen. „Es ist so viel Individuelles, was den Einzelnen vom anderen unterscheidet“, erzählte Dr. Reiner. „Wichtig ist bei Kindern, dass man sie nicht schützt, so wie man das oft in der eigenen Psychodynamik tun möchte, sondern dass man ihnen wirklich unmittelbar sagt, wenn Leute gestorben sind. Auch wenn’s weh tut.“ Auf Details könne man dabei getrost verzichten, es sei viel wichtiger, dass man es den Kindern sagt und sie dadurch Teil vom „Kreis der Vertrauten“ werden lässt.

Onkologie für die Praxis

 

Neben den persönlichen und emotionalen Herausforderungen, gilt es bei einer Krebserkrankung auch sozialrechtliche und ökonomische Fragestellungen zu beantworten. DSA Mag. Gabriela Grabmayr, MA vom Gesundheitszentrum Steingasse Linz und Mag. Monika Hartl von der Krebshilfe OÖ zeigten die Möglichkeiten auf. Beide wiesen darauf hin, dass das Fachpersonal schon bei der Patientenberatung auf die Ansprechpartner zu rechtlichen und sozialen Themen hinweisen sollten. Die zugehörigen Regularien sind für die Patienten in der eh schon schweren Situation kaum zu bewältigen ohne ein niederschwelliges Angebot.

Den Weg zurück von der Krebstherapie ins „normale“ Leben skizzierte Prim. Dr. Daniela Gattringer, MSc, vom Institut für Physikalische Medizin und Rehabilitation des Ordensklinikums Linz Barmherzige Schwestern: „Mehr als 60 % der jungen Krebspatienten leiden an den Spätfolgen“, berichtete sie. Zusätzlich werde gerade in den jungen Jahren die Krebserkrankung als „Stagnation“ wahrgenommen. „Eine Patientin mit Hautkrebs sagte einmal: Ich empfinde mich als Störfall“, erzählte Primarin Gattringer. In Österreich gäbe es bislang kein auf junge Erwachsene spezialisiertes Reha-Zentrum. Die ambulante onkologische Rehabilitation des Ordensklinikums Linz Barmherzige Schwestern würde aber auf die individuellen Bedürfnisse dieser Gruppe eingehen und u.a. erlebnispädagogische Angebote wie das Klettern an der Kletterwand, aber auch Ausflüge anbieten.

Um die Erfahrungen der jungen „Cancer Survivors“ Elisabeth Brandner und Tina Hinterhölzl ging es in der Diskussionsrunde mit Mag. Christina Mayr-Pieper, Leiterin der Klinischen Psychologie des Ordensklinikums Linz Barmherzige Schwestern, OBGAM-Präsident Dr. Erwin Rebhandl, Univ.-Doz. Dr. Ansgar Weltermann und Moderatorin Mag. Christine Radmayr.

Elisabeth Brandner verarbeitete die Zeit ihrer Krebstherapie, die durch den Tod ihres Lebensgefährten überschattet wurde, im Buch „Beginnerin“ (Books on Demand, 2014). Neun Monate nach ihrer Diagnose löste sie außerdem ein Versprechen gegenüber ihrem Vater ein und lief mit ihm den Halbmarathon.

Tina Hinterhölzl wurde im heurigen Frühjahr mit der Diagnose Krebs konfrontiert. Während ihrer Therapie entdeckte die Bankangestellte ihr handwerkliches Talent und die damit verbundene Freude „etwas selber zu machen.“ Auch ihre Einstellung zum Leben änderte sich: „Man sieht nicht immer alles als ein Problem, lebt bewusster und genießt mehr.“


LEBENSSTILFAKTOREN UND KREBS

Tag 2 des Kongresses begann mit Ausführungen zur Impfprophylaxe in der Primär- und Sekundärprävention durch OA Dr. Michael Girschikofsky von der Internen I im Ordensklinikum Linz Elisabethinen. Krebspatienten haben generell ein erhöhtes Infektionsrisiko, so der Arzt. „Insbesondere ein Schutz gegen Hepatitis B ist für Krebspatienten wichtig“. Auch auf die Impfung gegen die HPV-Viren ging Dr. Girschikofskyein. „70% der Zervixkarzinome wären durch die Impfung verhinderbar.“ Österreich hinkt trotz kostenloser HPV-Schulimpfung anderen Ländern nach.

FA Dr. Ulrich Popper referierte über Sinn und Unsinn von Nahrungsergänzungsmitteln bei Krebspatienten. „In unseren Breiten bei normaler Mischkost wird Vitamin C ausreichend aufgenommen“, schilderte Dr. Popper. Bei Selen gab er zu bedenken, dass ein hoher Spiegel auch mit einem höheren Risiko an High-Grade-Prostatakarzinomen einhergehen würde. Die tatsächliche Wirkung oder potentielle Nebenwirkungen von Nahrungsergänzungsmitteln sind weiterhin zu wenig erforscht.

Den Effekten des Fastens nahm sich Dr. Stefan Drinda von der Klinik St. Katharinental Dissenhofen in der Schweiz an, der dazu aktuelle Forschungsergebnisse lieferte. „Es gibt so gut wie keine Evidenz, dass Fasten die Applikation von Chemotherapie besser erträglich macht. Aber es gibt dezente Hinweise dazu“, erklärte Dr. Drinda, der in weiterer Folge auf positive gesundheitlichen Effekte wie die Reduktion von Hautentzündungen, aber auch auf die psychologische Bedeutung verwies: „Fasten macht im guten Sinne verrückt und bildet einen zweiten Standpunkt, mit dem man auf das Leben schauen kann.“ Der Experte betonte, dass er keinem Krebspatienten das Fasten während der Behandlungsphase einer Krebserkrankung anbietet oder empfiehlt.

 

SALUTOGENESE,UMWELTFAKTOREN UND KREBS

Dr. Erwin Rebhandl, Präsident der OÖ. Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin, und Mag. Christina Mayr-Pieper stellten den salutogenetischen Ansatz bei Krebspatienten in der niedergelassenen Arztpraxis vor. „Das bedeutet einen Perspektivenwechsel für unser Denken in der Medizin. Das Verständnis der Salutogenese stellt uns vor die Aufgabe, den gesunden Anteil im Menschen zu erkennen und anzusprechen – sei es bei der Anamnese, sei es bei der Erarbeitung von Therapiekonzepten, aber auch bei Problemlösungen im sozialen Bereich“, betonte Dr. Rebhandl. „Es gibt immer Teile, die funktionabel sind und auf die wir zurückgreifen können“, ergänzte Mag.a Mayr-Pieper. „Gerade Menschen jüngeren Alters brauchen uns da noch viel mehr.“

Inwieweit die Umwelt Einfluss auf das Krebsrisiko nimmt, war das hochaktuelle Thema der beiden Abschlussvorträge.Über die Auswirkungen von (Mikro-)Plastik und den Zusatzstoffen in den tagtäglich genutzten Kunststoffen sprach OA Assoz. Prof. Priv.-Doz. Dipl.-Ing. Dr. Hans-Peter Hutter vom Department für Umwelthygiene und Umweltmedizin der Medizinischen Universität Wien. „Die Aufnahme von Phtalaten wird unterschätzt“, so Dr. Hutter. Er referierte auch über das „Gesundheitsrisiko Mobiltelefon“ mit Hinblick auf den Ausbau des 5G-Netzes und forderte bezüglich der Strahlung und deren Risiko auch „Minimierungsmaßnahmen zum Schutze der Bevölkerung“ von Seiten der Politik. Zudem zeigte er auch die Auswirkungen der Technologien auf Lebensqualität und der Gesellschaft im Allgemeinen auf. So treten bei Kindern und Jugendlichen Schlafprobleme häufiger auf als früher. Bei (jungen) Männern habe das Tragen des Smartphones in der Hosentasche außerdem negative Auswirkungen auf die Fertilität.

Zum Fotorückblick Onkologie für die Praxis 2018

Wir bedanken uns sehr herzlich bei unseren Kooperationspartnern:

Rückblick Kinderurologisches Update 2018

Mehr als 150 Teilnehmer kamen am Mittwoch, 7. November 2018 ins Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern, um beim Kinderurologischen Update 2018 den insgesamt acht Fachvorträgen zu folgen. Die Themen – von Trends in der Diagnostik und Therapie über Harnwegsinfekte bis hin zur Hydronephrose – sorgten für reges Interesse, zahlreiche Fragen wurden gestellt und beantwortet.

These und Gegenthese prallten bei der Debatte von OA Dr. Christoph Berger, FEAPU und OA Dr. Bernhard Haid, FEAPU aufeinander. Sie lieferten sich ein unterhaltsames wissenschaftliches Duell zu einfachen und komplexen kinderurologischen Kasuistiken – und einigten sich am Ende auf einen gemeinsamen Standpunkt.

Kinderurologisches Update 2018

Wir bedanken uns herzlich bei unseren Kooperationspartnern

50-Jahr-Jubiläum Abteilung für Radio-Onkologie und Strahlentherapie

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!

Ich bedanke mich sehr herzlich für Ihre Teilnahme und Ihr Interesse an unserer Jubiläumsveranstaltung „50 Jahre Radio-Onkologie und Strahlentherapie“ am 13. April in Linz. Ich hoffe, Sie konnten mit neuen Impulsen, Anregungen und Kontakten den Heimweg antreten.

Es hat mich sehr gefreut, dass Sie bei unserer Fachtagung dabei waren und es wäre schön, Sie bei einer zukünftigen Veranstaltung erneut begrüßen zu dürfen.

Ihr

Prim. Univ.-Prof. Dr. Hans Geinitz
Vorstand der Abteilung für Radio-Onkologie und Strahlentherapie 
im Namen des gesamten Teams
 

Die Fotos zur Jubiläumsfeier können hier angesehen werden:
www.eventfoto.at/album/ordensklinikum
 

Frau Dr. Burkhart war so freundlich und hat uns ihren Vortrag über die Generation Y zur Verfügung gestellt:
>> Generation Y
 

>> Abteilung für Radio-Onkologie und Strahlentherapie

50-Jahr-Jubiläum - Abteilung für Radio-Onkologie und Strahlentherapie

Wir bedanken uns sehr herzlich bei unseren Kooperationspartnern:

Schulterchirurgie meets Physiotherapie Update - was gibt´s Neues? - 1. März 2018

Wir blicken auf die sehr erfolgreiche und bereichernde Fortbildung „Schulterchirurgie meets Physiotherapie“ zurück.

Auch heuer zeigte sich wie wertvoll die Zusammenarbeit von Fachärzten und Physiotherapeuten ist, um den größtmöglichen Nutzen für den Patienten zu erreichen. Ziel war es, Arbeitsweisen und neue Methoden des jeweils anderen Therapiebereichs kennenzulernen und sich über gemeinsame Behandlungskonzepte auszutauschen.

Wir bedanken uns für das große Interesse und den Input in der fachlichen Diskussion.
 

>> Schulterchirurgie, Abteilung für Orthopädie und orthopädische Chirurgie
 

>> Institut für Physikalische Medizin und Rehabilitation am Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern
 

>> Institut für Physikalische Medizin und Rehabilitation am Ordensklinikum Linz Elisabethinen

Schulterchirurgie meets Physiotherapie 2018
Die Referent der Fortbildung (v.l.n.r.): PT David Reisenbichler, FA Dr. Lukas Mantl, FA Dr. Reinhold Ortmaier und OA Dr. Georg Weber

Wir bedanken uns sehr herzlich bei unseren Kooperationspartner:

Der orthopädische Patient in der hausärztlichen Praxis - 10. Februar 2018

Wir blicken auf den erfolgreichen Fortbildungstag zurück. Mehr als 200 Teilnehmer und Mitwirkende engagierten sich bei dieser, heuer zum zweiten Mal veranstalteten, Kooperationsveranstaltung des Endoprothetik Zentrums derAbteilung für Orthopädie und orthopädischen Chirurgie und der OBGAM. Der Zustrom zu dieser Veranstaltung zeigt, dass Beschwerden des Bewegungs- und Stützapparates zu den häufigsten Konsultationen in der Hausarztpraxis zählen und das fachliche Update sowie der Austausch mit Experten aus dem Ordensklinikum effektiv und wertvoll sind. Die Anflut der Patienten in diesem Bereich kann keine Ebene alleine bewältigen. Die Zusammenarbeit zwischen Primärversorgung und Krankenhaus in der Akut- wie Langzeitbetreuung ist enorm wichtig.
 

Wir bedanken uns bei allen Referenten und Workshopleitern für ihre praxisnahen Vorträge und Demonstrationen sowie bei allen Teilnehmern für das rege Interesse.
 

>> Abteilung für Orthopädie und orthopädische Chirurgie

>> EndoProthetikZentrums
 

Mit unserem Fotorückblick hoffen wir, dass Ihnen die angenehme Atmosphäre der Fortbildung in Erinnerung bleibt. Wir wünschen Ihnen viel Freude mit den Bildern.

Der orthopädische Patient in der hausärztlichen Praxis

Wir bedanken uns sehr herzlich bei unseren Kooperationspartnern:

Kinderurologisches Update und 25-Jahr-Jubiläum - 24. November 2017

25 Jahre und des Engagements kein bisschen müde. „Feiern und Fortbilden“ lautete das Jubiläumsmotto des diesjährigen kinderurologische Updates unserer Abteilung für Kinderurologie im Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern. Kolleginnen und Kollegen sowie zahlreiche Wegbegleiter feierten mit uns und bedankten sich für die interessanten Fachvorträge. Dozent Dr. Marcus Riccabona, der Gründer und ehemalige Abteilungsleiter, erinnerte sich an die Anfänge während Primar Univ.-Doz. Dr. Josef Oswald über aktuelle Schwerpunkte und Visionen des Spezialfaches sprach.

Begeistert lauschte das Publikum dem Festvortrag des Wiener Bestsellerautors und Bildungsexperten Dr. Andreas Salcher. Seine Ideen zur Förderung der Talente unserer Kinder im Bildungssystem regten zum Nachdenken und Diskutieren an. Menschliches Highlight bildete die Talkrunde zu den humanitären Hilfseinsätzen des kinderurologischen Teams und ihrer Kollegen in den ärmsten Ländern der Welt.

Dem engagierten Team der Kinderurologie wünschen wir für die nächsten 25 Jahre weiterhin viel Erfolg und Innovationsgeist.
 

>> Abteilung für Kinderurologie 

 

Genießen Sie die Impressionen unseres Video-Kurz-Rückblicks zur Fortbildung!

Festschrift 25 Jahre Kinderurologie

Gestern - Heute - Morgen

Wir bedanken uns sehr herzlich bei unseren Kooperationspartnern:

OÖ. Onkologietage 20.-21.10.2017

Leben mit und nach einer Krebserkrankung: Herausforderung für Medizin und Mensch
 

Die Diagnose Krebs reißt Betroffene wie Angehörige aus dem Alltag und schickt sie auf eine Gefühlsachterbahn aus Angst, Depression, Unsicherheit bis zu Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung. Die Behandlung psychischer Begleitreaktionen und psychiatrischer Erkrankungen von Krebskranken sowie psychosoziale Einflussfaktoren auf den Verlauf der Erkrankung stellten Schwerpunktthemen im heurigen Programm dar. Weitere lagen auf Therapie-Innovationen etwa in der Endoskopie, Immunonkologie und Radioonkologie. Auch Gender-Aspekten, der Ernährung und Gestaltung des Lebens mit der Erkrankung sowie Rehabilitation war Raum gegeben.

OÖ. Onkologietage 2017
Das Kongresskomitee Prim. Dr. Daniela Gattringer, M.Sc. und OA Dr. Helwig Wundsam

 

>> Zur Bildergalerie - viel Spaß beim Betrachten der Fotos wünscht Ihnen das Kongressteam!

Geschlecht und Umwelt als Einflussfaktoren

Prof. Dr. Margarethe Hochleitner, Professorin für Gender Medizin an der Universitätsklinik Innsbruck, gab zu bedenken, dass bei Krebserkrankungen auch das Geschlecht eine Rolle spielt: „Männer betreiben weniger Krebsvorsorge, sie erkranken und sterben häufiger an der Tumorerkrankung als Frauen. Ein Grund dafür scheint im Immunsystem zu liegen. Daher wird die Immunonkologie in der personalisierten Krebsmedizin künftig eine größere Rolle spielen.“

Andere Einflussfaktoren sprach OA Assoz.-Prof. DI Dr. Hans-Peter Hutter vom Department für Umwelthygiene und Umweltmedizin, Zentrum für Public Health an der Medizinischen Universität an. Er erläuterte das diskutierte Krebsrisiko durch Inhaltsstoffe von Kosmetika wie Parabene oder Aluminium. Auch die Krebsgefahr durch Mobilfunk war ein Thema.
 

Mit Rehabilitation leichter zurück in den Alltag

Bei der Langzeitbetreuung von Krebskranken ist die Zusammenarbeit zwischen Hausärzten und Spitälern wichtig. Dr. Erwin Rebhandl, Präsident der OÖ. Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin, sagte: „Die neue Art der Primärversorgung mit optimaler interdisziplinärer Vernetzung und Kooperation zwischen niedergelassenen Ärzten, Therapeuten, Psychologen, Sozialarbeit und mobiler Dienste ist auch für die Begleitung von Krebspatienten wichtig.“

„Während in Deutschland rund 30 Prozent der Krebskranken eine onkologische Rehabilitation in Anspruch nehmen, sind das in Österreich erst etwa acht Prozent. Dabei ist erwiesen, dass 90 Prozent der Patientinnen und Patienten von der stationären oder ambulanten Reha profitieren und die Verbesserung des Gesundheitszustandes sowie der Lebensqualität sechs bis zwölf Monate lang anhält“, erklärte Primaria Dr. Daniela Gattringer, Leiterin des Vinzenz Ambulatoriums am Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern, wo 2015 die erste ambulante Onko-Reha etabliert wurde.

Prim. Univ.- Prof. Dr. Alexander Gaiger, Präsident der Österreichischen Akademie für onkologische Rehabilitation, meinte zur Reha: „Der Mensch ist von Natur aus nicht für den Umgang mit chronischen Prozessen ausgestattet. Unser Gehirn ist für das Überleben und Lösen akuter Probleme ausgerüstet. Daher ist die onkologische Rehabilitation als Teil des Gesamtkonzeptes ein entscheidendes und effektives Bindeglied zwischen Akutbetreuung und Nachsorge.“ Neuere Studien belegen vor allem die Bedeutung der Bewegung zur Krebs-Rezidivvorbeugung bei Tumoren von Prostata, Brust, Gebärmutter und Darm. Sport kann demnach als wirksame Arznei betrachtet werden.

Den natürlichen Sterbeprozess zulassen

Zum Thema „Sterben auf Verlangen“ brachte PD Dr. Marcus Schlemmer, Chefarzt der Klinik für Palliativmedizin der Barmherzigen Brüder in München, Ängste und Bedürfnisse Schwerkranker in einem bewegenden Vortrag zur Sprache. „Das Sterben und das Reden darüber ist in unserer Gesellschaft tabuisiert. Wir haben es auch als Mediziner verlernt, es auszuhalten, dass ein Patient stirbt. Ich bin dafür, dass wir den natürlichen Sterbeprozess, der sich meist anzeigt, auch wieder zulassen. Die Würde des Menschen muss auch einen Suizid ermöglichen, aber wir sollen alles dafür tun, dass dieser Wunsch nicht tragend wird. Etwa ein Prozent der Schwerkranken spricht  über Selbsttötung. In meinen 25 Jahren, in denen ich mit Krebspatienten arbeite, habe ich nur zwei durch Suizid verloren.“ Dozent Schlemmer befürwortet den Ausbau der Palliativ- und Hospizbewegung. Seine Fragen an die Gesellschaft wirkten bei den Teilnehmern lange nach:

  • Wir müssen Alten und Kranken glaubhaft zu verstehen geben, dass sie nicht zur Last fallen.
  • Wir sollten das natürliche Sterben wieder zulassen.
  • Wir sollten verlässlicher Partner darin sein, die Nöte der Schwerkranken ernst zu nehmen.
  • Wir sollten uns auch mehr um die Angehörigen, sprich jene kümmern, die nach dem Tod zurückbleiben.


Heilsames auf der Yogamatte und auf dem Rücken von Therapiepferden

Während die Teilnehmer des Ärzteprogramms in den praktischen Workshops einen neuen Algorithmus zur Vermeidung von Polypharmazie testeten und sich der Krebsfrüherkennung an Hand von Fallbeispielen und Bildern widmen konnten, zog es die Teilnehmer des Arztassistentinnen- bzw. Pflegeprogramms hinaus aufs Gelände zu den Therapiepferden Luxor und Bambino  oder auf die Yogamatte zu Übungen für mehr Energie und Wohlbefinden.

Luxor und Bambino sind hochverdiente Therapiepferde vom Alexanderhof in Blindenmarkt, wo Irmgard und Alexander Kronsteiner beim „Heilpädagogischen Reiten und Voltigieren“ Krebspatienten von 4 bis 80 Jahren kostenlose Therapiestunden, finanziert durch Spenden, anbieten. Sie schenken den Patienten durch den Kontakt mit den Tieren besonders heilsame, stärkende und liebevolle Momente.

Wir freuen uns, dass wir im Namen aller Kongressteilnehmer Familie Kronsteiner in ihrem Engagement mit mehr als € 2.000,- unterstützen dürfen: Das Geld ist der Erlös eines unter den Teilnehmern versteigerten Bildes, das der Linzer Künstler Alfred Hansl gespendet hat.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei unserem Kooperationspartner

dESO-Kurs "Diagnostik und Therapie von Kopf-Hals-Tumoren" 04.-05.10.17

Wir bedanken uns sehr herzlich für Ihre Teilnahme am Kurs der „Deutschsprachig-Europäischen Schule für Onkologie“ (dESO) zum Thema "Diagnostik und Therapie von Kopf-Hals-Tumoren" und hoffen Ihnen einen vielschichtigen Überblick zur Diagnose und Behandlung aus verschiedenen Fachrichtungen vermittelt zu haben.

Dank Ihrer regen Diskussionsbeteiligung und der vielen fachlichen Fragen kam ein ergiebiger und lebendiger Austausch zustande, von dem Sie hoffentlich viel für die Praxis profitiert haben. Vor allem die Fall-Podiumsdiskussion „Gray zone revisited: The tonsillar fossa battleground“ war mit den namhaften Expertenbeiträgen ein Highlight an Information.

Es freut uns, wenn wir Ihnen zwei spannende Tage zum Wissens-Update in Linz bieten konnten. Ein paar Eindrücke haben wir Ihnen in einer kleinen Bildergalerie zusammengefasst und wünschen Ihnen viel Freude mit den Fotos.
 

>> Abteilung Radioonkologie

>> Abteilung HNO, Kopf- und Halschirurgie

Alternsmedizin trifft Traumatologie 15.-16.09.17

Je älter der Mensch, desto individueller und integrativer die Medizin

 

„Je älter ein Patient ist, desto weniger gelten die Guidelines in der Behandlung, desto individueller und ganzheitlicher muss die Medizin werden“, bringt Internist und Geriater Prof. Gerhard Wirnsberger von der Universitätsklinik Graz Bedarf und Bedürfnisse der Alternsmedizin beim Kongress des Ordensklinikums Linz Barmherzige Schwestern in Kooperation mit der orthopädischen Abteilung des Hauses und der AUVA auf den Punkt. Im Workshop, sowie in Referaten und Diskussion wurde die Vielschichtigkeit der Herausforderung der Medizin für alternde Menschen beim zweiten Kongress für Alternsmedizin mit Schwerpunkt Traumatologie in der voestalpine Stahlwelt Linz beleuchtet.

 

Wir danken allen Referentinnen und Referenten für ihr Engagement, ihre wertvollen Anregungen sowie das Präsentieren von Lösungen und Visionen. Besonders freut uns der rege Zuspruch zur Veranstaltung durch zahlreiche interessierte Teilnehmer aus Ärzteschaft, Pflege, Arztassistenz und Therapie. „Wir hoffen, dass jede(r) aus dem umfassenden Spektrum der Themen und Vorträge Anregungen und praktische Hilfestellung für seinen Berufsalltag mitnehmen konnte. Bis Mitte des Jahres 2018 soll das geplante Zentrum für integrative Alternsmedizin im Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern seine Arbeit aufnehmen“, sagt Prim. Univ.-Prof. Dr. Christian Lampl, Kongresspräsident und Ärztlicher Leiter der Akutgeriatrie und Remobilisation am Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern. „Um künftig muskuloskeletale Erkrankungen in ihrer Gesamtheit und Zusammenschau optimal behandeln zu können, wird es ab Anfang des Jahres 2027 nur mehr Abteilungen für Orthopädie und Traumatologie bzw. den Facharzt für Orthopädie und Traumatologie geben. Die Zusammenlegung der beiden Bereiche ist in Österreich bereits auf den Weg gebracht und wird auch alten Menschen etwa bei Verletzungen nach Stürzen und der Versorgung von Brüchen Vorteile bringen“, erklärt Prim. Dr. Josef Hochreiter, Leiter der Orthopädie am Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern.


Alternsmedizin trifft Traumatologie
Das Kongresskomitee mit Gastreferent Dr. Georg Fraberger

 

>> Zur Bildergalerie – viel Spaß beim Betrachten der Fotos wünscht Ihnen das Kongressteam!

Unterjüngt nicht überaltert

Pointiert drückte Festredner und Zukunftsforscher Prof. Peter Zellmann vom Wiener Institut für Freizeit- und Tourismusforschung, in seinem Vortrag „Mythos alternde Gesellschaft“ die Bevölkerungsentwicklung aus: „Allerorts spricht man von der Gefahr der Überalterung, ich sehe eher die Gefahr der Unterjüngung der Gesellschaft. Wir leben in einer Vier-Generationengesellschaft und bereiten uns auf die fünfte Generation vor. Beide neuen Generationen, die vierte der 55- bis 75 Jährigen und jene der Bevölkerung 80 plus haben ein dreifaches Kapital, wie keine vergleichbare Generation zuvor, zu bieten: soziales, kulturelles und materielles Kapital, das bisher ziemlich ungenutzt bleibt.“ Somit spricht der Forscher von vier Lebensphasen heute: Ausbildung / Existenz- und Familiengründung / Best Ager / die neuen Altern /Generation 80 plus.


Die Zukunft passiert nicht, wir gestalten sie …

Jedes zweite heute Neugeborene wird statistisch gesehen 100 Jahre alt werden. Daher gilt es weniger zu jammern und Horrorszenarien zu zeichnen, sondern mehr die Energie, das Wissen und Erfahrung der vierten, meist noch aktiven, Generation für das Gemeinwohl zu nutzen, ihre Ressourcen hoch zu schätzen. „Zukunft passiert uns nicht, sie ist von uns zu gestalten. Aber welche Zukunft wollen wir haben? Das ist die Frage. Meiner Meinung nach wird die personenbezogene Dienstleistung den Arbeitsmarkt der Zukunft prägen, sprich die Leitwirtschaft der Entwicklung, sein. Nicht allein High-Tech sondern vor allem High-Touch wird gefragt sein. Dazu gehören natürlich auch die Bereiche Medizin und Pflege“, sagt Zellmann.

 

80-plus-Generation heterogen bezüglich Gesundheit

Zellmann präsentierte eine Studie der Österreichischen Plattform für interdisziplinäre Alternsfragen aus dem Jahr 2015 zum Gesundheitszustand von Personen im Alter von 80 plus in Österreich. Die Gruppe zeigte sich sehr heterogen in puncto der Betroffenheit durch altersbedingte Einschränkungen. Relativ groß war die Gruppe der Menschen mit gutem Gesundheitszustand, hoher Selbstständigkeit und autonomer Lebensführung. Knapp die Hälfte war aber auch von mehr oder weniger stark ausgeprägter Frailty betroffen. Vor allem im Zeitraum zwischen 80 und 85 Jahren bestand ein großer Sprung in der Funktionseinschränkung, kombiniert mit Unterstützungs- und Pflegebedürftigkeit. Laut Zellmann sei die Gefahr der Pflegebedürftigkeit in den letzten drei, vier Lebensjahren sehr hoch.

Die gesunden Jahre vermehren

Die gesunden Jahre beim Altern gilt es zu vermehren, die Lebensqualität hoch zu halten und die Medizin mehr nach dem bio-psycho-sozialen Modell auszurichten. Daher war der Themenbogen des Kongresses für Mediziner vom geriatrischen Assessement über den Stand der Therapie bei diversen Verletzungen über die große Herausforderung der Polypharmazie und Mangelernährung bis zur Endoprothetik weit gespannt.
Im Programm für Pflege, Arztassistenz und Therapie waren Sturzprävention, Training im Alter, Beispiele für alternsgerechtes Wohnen sowie technische Assistenzsysteme, Interaktion von Medikamenten und Lebensmitteln Schwerpunkte.

 

Kartenspielen via Fernseher

Mit der Technologiestraße war dem Thema „Technische Hilfsmittel und E-Health-Assistenzsystemen“ Raum gegeben. Die FH St. Pölten, Studiengang Digital Healthcare, zeigte, wie betagte Menschen, die wenig mobil sind, via TV zu Hause mit Spielpartnern schnapsen können. Präsentiert wurden auch ein technologiebasiertes Gangtraining mit einer Sensorsohle und ein System zur virtuellen Patientenaufklärung zum Thema Strahlentherapie via 3-D Brille. „Die Informations- und Kommunikationstechnologie wird in der Pflege bedeutender. Es geht darum, benutzerfreundliche und kostengünstige Technologie gemeinsam mit den älteren Menschen, auf ihre Bedürfnisse abgestimmt, zu entwickeln“, sagt Prof. Jakob Doppler, Studiengangsleiter Digital Healthcare, Departement Medien und digitale Technologie der FH St. Pölten.

 

Den Menschen/Patienten in seinem Wesen erkennen

Ein menschlich bewegendes Highlight war der Vortrag des Psychologen und Buchautors Dr. Georg Fraberger aus Wien. Der ohne Arme und Beine geborene Mann und bald fünffache Vater, sprach über die Bedeutung einer lebensverändernden Diagnose durch traumatische Ereignisse für die Lebensbewältigung. „Ob ein Trauma zum Drama wird, hängt von der Individualität des Patienten ab. Arzt, Pflege und Therapie können zum Beispiel durch verbale und nonverbale Kommunikation die Entwicklung mitbeeinflussen, den Patienten in seinem ganzen Sein und Fühlen annehmen. Die Psychologie kann helfen, Denken und Fühlen zu verbinden.“