Kinderurologie

Barmherzige Schwestern

Internationale Hilfsprojekte

Mission im Kaukasus – kinderurologische Hilfe für Armenien

1998 wurde im armenischen  Gyumri nach einem schweren Erdbeben von Österreich ein Spital erreichtet. Über Kollegenkontakte gelangte von dort vor fast fünf Jahren erstmals die Bitte um Unterstützung beim Aufbau von kinderurlogischem Know-How nach Linz und fand offene Ohren. Im Juli 2015 erfolgte, im Sinne einer „fact finding mission“, der erste Besuch des Kinderkrankenhauses in Gyumri durch ein Team der Abteilung. Dieses operierte Kinder, welche an angeborenen Fehlbildungen des Urogenitaltraktes litten und nahm zusätzlich auch eine ambulante Begutachtungen und Beratungen bei diesen Erkrankungen vor. Derartige Leiden sind in Armenien im schlimmsten Fall mit gesellschaftlichem Ausschluss, etwa von Bildungsmöglichkeiten oder vom Schulbesuch verbunden. Medizinisch entwickelt sich häufig eine Niereninsuffizienz, die dann zur Dialysenotwendigkeit führt.

Die Spitalsinfrastruktur des Österreichischen Kinderspitals, es wurde nach dem schweren Erdbeben von 1988 mithilfe österreichischer Spenden aufgebaut, verfügt über eine kindergerechte  Bettenstation, großzügige Ambulanzräumlichkeiten und einen kinderchirurgischen OP-Trakt. Das Krankenhaus wurde über viele Jahre von Prof. Günter Peter, dem früheren kaufmännischen Direktor des Krankenhauses Scheibbs,  organisatorisch und finanziell begleitet und unterstützt. 

Für spezielle kinderurologische Operationen am kindlichen Harntrakt fehlt es aber an entsprechendem „zarten“ Instrumentarium und anderem, bei uns selbstverständlichem OP- und Pflegematerial.  Bei einem zweiten Einsatz 2016 konnten  diese Ausrüstungsdefizite zumindest teilweise behoben werden. Über Spendengelder von Rotary und Lions transferierten die Helfer auch mehrere dringend benötigte medizinische Geräte nach Armenien. Bei Operationen mit den Ärzten in Gyumri wurden diesen auch Wissen im kinderanästhesiologischen Bereich,  etwa der  Kaudalblock (eine Schmerztherapie), und generell fachgerechte Kindernarkose vermittelt. Im kinderurologischen Bereich wurde die Harnleiter- und Nierenchirurgie  demonstriert.

„In Armenien kann nachhaltig und sicher Hilfe zur Selbsthilfe geleistet werden“, sind die Linzer Kinderurologen überzeugt, beeindruckt von der Freundlichkeit und Professionalität der Menschen in dem landschaftlich wunderschönen, aber sehr armen und immer wieder von Konflikten geschüttelten Kaukasusstaat zwischen Europa und Asien. Daher starten sie 2020 eine dritte Mission.

Neuer kinderurologischer Einsatz in Gyumri 2020

Diesmal soll die Ausbildung von jungen kinderchirurgischen und urologischen Kollegeninnen und Kollegen im Vordergrund stehen. Primär werden die Linzer Ärzte bei Routineoperationen assistieren. Aber auch komplexe kinderurologische Operationen wie Ekstrophien, Epispadien und Nierenoperationen stehen auf dem Programm und werden im Team mit den Ärzten vor Ort alternierend operiert. Um die Logistik so einfach und effizient zu gestalten werden leicht zu transportierende Materialien wie OP-Instrumentarium, entsprechende Drainagen, Fadenmaterial und spezielle Verbände direkt mittransportiert.

Armenien

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Allianz für Kinder im Einsatz

Mit Unterstützung österreichischer Spitäler sorgt die Allianz für Kinder dafür, dass kranke Mädchen und Buben aus Kriegs- und Krisengebieten wieder gesund werden. Auch von unserem Krankenhaus werden diese Einsätze betreut und Kinder der Allianz aufgenommen und gepflegt. Die Kosten für den stationären Aufenthalt und die Behandlung der Kinder werden vom Sozialfonds des Krankenhauses getragen.

Seit 1990 holt der kleine Verein aus Steyr pro Jahr rund 100 kleine Patienten hauptsächlich aus Albanien, aber auch aus Ländern wie Moldawien, Afghanistan und dem Kosovo zu lebensrettenden Operationen nach Österreich.

Allianz für kinder

In Zusammenarbeit mit Ärzten und Spitälern konnten insgesamt über 1.000 Schützlinge behandelt und nach ihrer Genesung zurück zu ihren Eltern gebracht werden. Auch von unserem Krankenhaus werden diese Einsätze betreut und Kinder der Allianz aufgenommen und gepflegt.

Finanziert wird die medizinische Notfallhilfe ausschließlich aus Spenden, unterstützt wird sie von Krankenhäusern, Rettungsdiensten und der Austrian, die Flugplätze unentgeltlich für die Einsätze zur Verfügung stellt. Dr. Schodermayr: Wir danken allen Medizinern, die ihr ganzes Können für unsere Kinder einsetzen, den Schwestern und Pflegern für ihre Fürsorge, unseren vielen ehrenamtlichen Helferinnen und -helfern und all jenen Menschen, die uns mit ihrer Spende unterstützen.

www.allianz-fuer-kinder.at
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Spendenkonto Nr. 27.300 BLZ 34543 Raika St. Ulrich/Steyr

2016 - 2019: Erfolgreiche kinderurologische Aufbauarbeit in Nepal

Ein sehr engagiertes Projekt mit dem Ziel nachhaltiger Hilfe zur Selbsthilfe ist ein nun fast abgeschlossenes Ausbildungsprojekt in der Stadt Dhulikhel in Nepal. In diesem Himalayastaat verfügen die wenigsten Menschen über eine Krankenversicherung und sehr viele nicht über die notwendigen Finanzmittel, um sich eine medizinische Behandlung leisten zu können. Das Dhulikhel Hospital wurde von Dr. Ram Shresta, der in Österreich studierte, als ein Krankenhaus für Arme gegründet. Sein Ziel ist, jedem Patienten zu einem seiner Situation angemessenen Preis zu behandeln und das auf einem hohen, dem westlichen Standard angenäherten Niveau. Nach jahrelanger Aufbauarbeit ist das Dhulikhel Hospital zu einem der besten und erfolgreichsten Krankenhäuser in Nepal und einem Lehrkrankenhaus der Universität in Kathmandu  herangewachsen. Aktuell arbeiten dort über 200 Ärzte und es werden Studienmöglichkeiten in Medizin und Pflege angeboten.

Damit fanden sich beim Projektstart 2016 ideale Anknüpfungspunkte, um auf einer funktionierenden Basisversorgung kinderurologisches  Know-how zu vermitteln und ein Team vor Ort aufzubauen. Ein Urologe und ein Kinderchirurg  kamen 2017 für zwei bzw. drei Monate an die Linzer Abteilung, um klinisches wie operatives Wissen auf dem Gebiet der Kinderurologie zu erwerben. Gemeinsam wurde ein Konzept zum Aufbau einer kinderurologischen Versorgung in Dhulikhel erarbeitet. Mehrmals fuhren Linzer Teams nach Nepal, um bei ausgewählten kinderurologischen Operationen zu assistieren und den Kollegen vor Ort wichtiges Know-How „von Mediziner an Mediziner“ zu vermitteln. Ebenso sammelten weitere nepalesische Krankenhausmitarbeiter bei Aufenthalten in Linz viele Erfahrungen. Neben fachlicher Hilfe wurden die asiatischen Partner auch bei der Beschaffung von geeigneten chirurgischen und endoskopischen Instrumenten unterstützt. Nach etwa vierjähriger Projektlaufzeit sollte – in mehrfacher Hinsicht – ab dem Jahr 2020 nun eine nachhaltige und sinnvolle Entwicklung für die erkrankten Kinder in Dhulikhel gesichert sein. Die kinderurologische Kompetenz kann eigenständig auf stabilen Beinen stehen und die Ausbildungsinitiative daher bei natürlich weiter bestehend bleibenden langsam Kontakten auslaufen.

Hospital in Nepal